Kurhaus Salzburg (historisch)
Das Kurhaus Salzburg befindet sich in der Salzburger Neustadt an der Kreuzung Schwarzstraße und Auerspergstraße.
Betreibergesellschaft
Betreibergesellschaft sind die Kurhausbetriebe der Stadt Salzburg.
Bauteile
Zu dem baulichen Komplex gehörten das Parkhotel Mirabell, das dem Hotel Sheraton Salzburg weichen musste, das alte Salzburger Kongresshaus, das Paracelsusbad und das Kurmittelhaus an sich.
Geschichte
Seit 1820 werden die Moorvorkommen in Leopoldskron für Heilbehandlungen, insbesondere bei Gelenksschmerzen, genutzt. Die Stadt Salzburg ist damit das älteste Moorheilbad in Österreich.
Nach der Schleifung der Befestigungsanlagen entstand auf dem so gewonnenen Gelände zwischen 1866 und 1872 das erste Kurhaus mit Badeanstalt, mit Sälen, Gastwirtschaft und Fremdenzimmern. Es wurde am 3. Mai 1868 als „Actien-Badehaus“ eröffnet 1872 wurde es von der Stadtgemeinde Salzburg gekauft und umgebaut. 1873 wurde der große Kur-Saal eröffnet, in dem später auch alle großen Salzburger Bälle der Monarchie stattfanden.
Das erste Kurhaus hatte 18 Badezimmer, ein Dampfbad und ein kleines Freibad für den Sommerbetrieb. Die Front des Gebäudes zur heutigen Rainerstraße gliederte sich in den in der Mitte befindlichen Treppenaufgang in ein Kuppelgebäude, dem drei Rundbögen am Eingang vorgesetzt waren. Links und rechts dieser Treppenanlage standen zwei Gebäudeteil in 90°-Winkel zur Straße nach vor. Auf der Schmalseite dieser Gebäude zur Straße hin befanden sich jeweils ein Brunnen und über diesem eine Figur[1].
Am 17. November 1944 wurde die nicht mehr den modernen Bedürfnissen entsprechende Anlage bei einem Bombenangriff zerstört.
Am 28. September 1953 erklärt Stadtrat Alfred Bäck (SPÖ) bei der Spatenstichfeier für Kurhaus und Hallenbad, dass nunmehr auch die Finanzierung des Stadtsaales (Kongresshaus) an der Ecke Rainerstraße/Auerspergstraße gesichert sei.[2] Den künstlerischen Wettbewerb für die Ausgestaltung des Kurhauses gewannen am 5. Oktober 1955 Toni Schneider-Manzell sowie Josef und Rosita Magnus.
Bildergalerie
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Paracelsusbad und Kurhaus Salzburg
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Paracelsusbad und Kurhaus Salzburg
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Paracelsusbad und Kurhaus Salzburg
Weblinks
Quellen
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974
Fußnoten
- ↑ Quelle der Beschreibung ist ein historische Bild der Anlage in: Brettenthaler, Josef: Salzburgs Synchronik, Verlag Alfred Winter, 2002, ISBN 3-85380-055-6, Seite 185
- ↑ Anmerkung: Finanziert haben den Neubau die Bürger durch eine kommunale Sonderabgabe zwischen 1955 und 1975