Ursulinenkirche St. Markus: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Ursulinenkirche | Die ''' Markuskirche ''' oder die ehemalige ''Ursulinenkirche'' ist heute das [[Byzantinische Gebetszentrum Salzburg]]. | ||
== | == Lage == | ||
[[ | Die Markuskirche steht im Norden der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] am [[Ursulinenplatz]] vis-a-vis dem [[Klausentor]] auf einem dreieckigen Grundstück mit den Adressen Ursulinenplatz 1, [[Franz-Josef-Kai]] 21 und [[Gstättengasse]] 16. | ||
[[ | == Geschichte == | ||
Ursprünglich stand an der Stelle der heutigen Markuskirche auch eine Kirche und das [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder|Spital der Barmherzigen Brüder]], errichtet [[1616]]-[[1618]]. Diese beiden Gebäude, das [[Berglkirchlein zu unserer Lieben Frau]] und etliche Wohnhäuser in der Gstättengasse wurden durch den großen [[Bergsturz]] vom [[Mönchsberg]] im Jahr [[1669]] zerstört. | |||
[[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]] waren soziale Angelegenheiten und Werke stets wichtig. [[1695]] berief er zur besseren Bildung der weiblichen Jugend die [[Ursulinen|Kongregation der Ursulinen]] nach Salzburg. Zuerst waren diese außerhalb der Stadt im heutigen [[Schloss Arenberg]] untergebracht, später übersiedelten sie in den stadtnahen Neubau an der Gstättengasse. | |||
Das Kloster der Ursulinen mit seiner angeschlossenen Schule (Privatgymnasium) wurde [[1957]] nach [[Glasenbach]] hin verlegt, die ehemaligen Klosterräume werden seit [[1959]] weitgehend vom Naturkundemuseum [[Haus der Natur]] genutzt. | Das Kloster der Ursulinen mit seiner angeschlossenen Schule (Privatgymnasium) wurde [[1957]] nach [[Glasenbach]] hin verlegt, die ehemaligen Klosterräume werden seit [[1959]] weitgehend vom Naturkundemuseum [[Haus der Natur]] genutzt. | ||
Die Markuskirche ist heute das [[Byzantinische Gebetszentrum Salzburg]], eine Kooperation der [[Erzdiözese Salzburg]] und des Ordinariats für die Katholiken des byzantinischen Ritus (Ukrainisch Griechisch-Katholische Kirche) in Österreich. | |||
=== Alte Ansichten === | === Alte Ansichten === | ||
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=== | == Architektur == | ||
[[1699]] wurde der Grundstein für die Ursulinenkirche gelegt. Auf dem schmalen Bauplatz errichtete der Architekt ein Kirchengebäude mit harmonisch schwingenden Linien und [[Barock|barocker]] Lebendigkeit. Die Urheberschaft von Baumeister Johann [[Fischer von Erlach]] ist durch Archivalien nicht nachgewiesen, steht jedoch in Baustil und Formensprache außer Zweifel. Zur Zeit ihrer Errichtung grenzte die Bebauung des schmalen Streifens zwischen [[Mönchsberg]] und der stark abfallenden Uferböschung zur [[Salzach]] an eine Meisterleistung. Die Kirche wurde [[1705]] vollendet. Das im Süden anschließende [[Ursulinenkloster]] wurde von [[1713]] bis [[1726]] errichtet. | |||
Die Ursulinenkirche ist ein Zentralbau mit vier sehr kurzen Kreuzarmen. Über der Vierung wölbt sich eine flache Tambourkuppel. Die beiden Türme mit fast flachem Dach wurden - den schmalen Bauplatz optimal nutzend - seitlich hinter die Fassade zurückversetzt. Die Vorderseite der Kirche besteht aus einem hervortretenden Mittelrisalit, dessen drei Ebenen durch vier Achsen gegliedert sind. Der Mittelrisalit besteht aus vier Pilastern mit korinthischen Kapiteln, einen Architrav, darüber in der Attikazone eine Wand mit polygonalen Mittelfenster, sowie einem aufgesetzten Giebeldreieck. Darauf stehen drei Statuen. Die Figur des Heiligen Markus (Evangelist, Attribut: Lamm) in der Mitte wird flankiert von der Heiligen Ursula (Attribut: Pfeil) links und dem Heiligen Augustinus (Attribut: Palmenzweig) rechts. Die Figuren wurden vermutlich von [[Michael Bernhard Mandl]] geschaffen. Die Vorhalle ist durch ein schmiedeeisernes Gitter abgeschlossen, das [[1705]] gefertigt wurde. | |||
== Dekoration und Ausstattung == | |||
Das Innere ist ganz im Stil des Barock mit reichhaltiger Stuckatur, sowie Altären aus rotem und rosa [[Marmor]] mit Bildern von [[Martin Schaumberger]] ausgestaltet. | |||
Die Altäre stehen in der Form dem Repertoire Fischer von Erlachs nahe, ohne dass dessen unmittelbare Beteiligung anzunehmen ist. | |||
Die Gewölbemalerei wurde [[1756]] von dem Tiroler Maler [[Christoph Anton Mayr]] geschaffen. Das große Fresko in der Kuppel stellt die Apotheose der Heiligen Ursula dar. Seitlich, in den Zwickel der Kuppel in Kartuschen, die vier Kirchenväter. | |||
Der heutige Hochaltar wurde [[1766]]–[[1768]] von Wolfgang Hagenauer geschaffen. Das Altarbild zeigt den Heiligen Markus im Gespräch mit Heiden. Die Kanzel ist aus Stuck mit von Putto getragenen Medaillons. | |||
Die Orgel von [[Hans Mauracher]] aus dem Jahre [[1886]] wurde ausgebaut, das Gehäuse steht seit [[1996]] in der [[Kirche zum hl. Martin|Pfarrkirche Rauris]] | |||
== Bilder == | |||
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== Quellen == | == Quellen == | ||
* Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg | * Beitrag [[Altstadt]] von Salzburg | ||
* [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/kirchen_und_kloester/markuskirche Markuskirche] | * [http://www.salzburg-rundgang.at/sehenswuerdigkeiten/kirchen_und_kloester/markuskirche Markuskirche] | ||
* Informationstafel in der Kirche | |||
* [https://deu.archinform.net/projekte/10333.htm archinform.net] | |||
* [http://byzantinischesgebetszentrum.blogspot.com/ Byzantinisches Gebetszentrum Salzburg] | |||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | ||