Keltenmuseum Hallein: Unterschied zwischen den Versionen

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==Ausstellungsschwerpunkte==
 
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Auf rund 3.000 m2 Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am [[Dürrnberg]]", "Entwicklung der Stadt Hallein" und der Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, heilige Nacht".
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Auf rund 3.000 m2 Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am [[Bad Dürrnberg|Dürrnberg]]", "Entwicklung der Stadt [[Hallein]]" und der Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]".
  
 
===Die Welt der Kelten===
 
===Die Welt der Kelten===
Das Museum verwahrt alle seit 1949 gehobenen Grabfunde am Dürrnberg. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde [[1959]] auf der Hochfläche des Mosersteins gefunden. Sehenswert ist auch die Replik der [[Schnabelkanne vom Dürrnberg]], dessen Original sich in Gewahrsam des [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] befindet.  
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Das Museum verwahrt alle seit [[1949]] gehobenen Grabfunde am Dürrnberg. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde [[1959]] auf der Hochfläche des Mosersteins gefunden. Sehenswert ist auch die Replik der [[Schnabelkanne vom Dürrnberg]], dessen Original sich in Gewahrsam des [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] befindet.  
  
Die archäologische Betreuung des Dürrnbergs obliegt dem im Jahr [[1985]] gegründeten ''Forschungszentrum Dürrnberg''. Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg der Stadt Hallein und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.  
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Die archäologische Betreuung des [[Bad Dürrnberg|Dürrnbergs]] obliegt dem im Jahr [[1985]] gegründeten ''Forschungszentrum Dürrnberg''. Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg der Stadt [[Hallein]] und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.  
  
 
===Historisches Salzwesen===
 
===Historisches Salzwesen===
Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum im sogenannten "Fürstenzimmer" im zweiten Obergeschoß, 80 Bilder des Malers [[Benedict Werkstötter]] die dieser 1757 im Auftrag des Erzbischofs [[Sigismund von Schrattenbach]] anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehende Arbeiten dargestellt werden.  
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Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum im sogenannten "Fürstenzimmer" im zweiten Obergeschoß, 80 Bilder des Malers [[Benedict Werkstötter]] die dieser [[1757]] im Auftrag des Erzbischofs [[Sigismund von Schrattenbach]] anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehende Arbeiten dargestellt werden.  
  
 
===Stille Nacht Museum Hallein===
 
===Stille Nacht Museum Hallein===
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, heilige Nacht". Das zum Keltenmuseum gehörige Stille-Nacht-Museum ist im ehemaligen Wohnhaus des Komponisten [[Franz Xaver Gruber]] untergebracht und zeigt neben seinem Portrait, Originalmobiliar und persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass, darunter jene Gitarre mit der Gruber am [[24. Dezember]] [[1818]] die Uraufführung des Liedes in der alten Kirche in [[Oberndorf bei Salzburg]] begleitete. Franz Xaver Gruber, der am 7. Juni 1863 in seinem Wohnhaus verstarb, lebte 28 Jahre in Hallein und wurde am dortigen Stadtfriedhof begraben.
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Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht, Heilige Nacht]]". Das zum Keltenmuseum gehörige Stille-Nacht-Museum ist im ehemaligen Wohnhaus des Komponisten [[Franz Xaver Gruber]] untergebracht und zeigt neben seinem Portrait, Originalmobiliar und persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass, darunter jene Gitarre mit der Gruber am [[24. Dezember]] [[1818]] die Uraufführung des Liedes in der alten Kirche in [[Oberndorf bei Salzburg]] begleitete. Franz Xaver Gruber, der am [[7. Juni]] [[1863]] in seinem Wohnhaus verstarb, lebte 28 Jahre in Hallein und wurde am dortigen Stadtfriedhof begraben.
  
 
==Literatur und Quellen==
 
==Literatur und Quellen==

Version vom 25. März 2007, 16:19 Uhr

Das Keltenmuseum Hallein liegt in der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein und zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen keltischer Kunst in Europa.

Das Keltenmuseum ging aus dem 1882 gegründeten Stadtmuseum Hallein hervor. Dieses war ursprünglich im Bürgerspital, ab 1930 im Rathaus und ab 1952 in einem Torbau der Stadtbefestigung untergebracht. 1970 erfolgte einhergehend mit der Umbenennung in "Keltenmuseum" die Übersiedlung in das, zur Mitte des 17. Jahrhunderts erbaute, ehemalige Amtsgebäude der Saline am Pflegerplatz. 1980 war das Museum Veranstalter der Salzburger Landesausstellung "Die Kelten in Mitteleuropa", im Jahr 2006 beherbergte es die vielbeachtete Ausstellung "NS-Euthanasie im Land Salzburg".

Ausstellungsschwerpunkte

Auf rund 3.000 m2 Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am Dürrnberg", "Entwicklung der Stadt Hallein" und der Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, Heilige Nacht".

Die Welt der Kelten

Das Museum verwahrt alle seit 1949 gehobenen Grabfunde am Dürrnberg. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde 1959 auf der Hochfläche des Mosersteins gefunden. Sehenswert ist auch die Replik der Schnabelkanne vom Dürrnberg, dessen Original sich in Gewahrsam des Salzburger Museum Carolino Augusteum befindet.

Die archäologische Betreuung des Dürrnbergs obliegt dem im Jahr 1985 gegründeten Forschungszentrum Dürrnberg. Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg der Stadt Hallein und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.

Historisches Salzwesen

Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum im sogenannten "Fürstenzimmer" im zweiten Obergeschoß, 80 Bilder des Malers Benedict Werkstötter die dieser 1757 im Auftrag des Erzbischofs Sigismund von Schrattenbach anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehende Arbeiten dargestellt werden.

Stille Nacht Museum Hallein

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, Heilige Nacht". Das zum Keltenmuseum gehörige Stille-Nacht-Museum ist im ehemaligen Wohnhaus des Komponisten Franz Xaver Gruber untergebracht und zeigt neben seinem Portrait, Originalmobiliar und persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass, darunter jene Gitarre mit der Gruber am 24. Dezember 1818 die Uraufführung des Liedes in der alten Kirche in Oberndorf bei Salzburg begleitete. Franz Xaver Gruber, der am 7. Juni 1863 in seinem Wohnhaus verstarb, lebte 28 Jahre in Hallein und wurde am dortigen Stadtfriedhof begraben.

Literatur und Quellen

  • Adolf Haslinger und Peter Mittermayr (Hg.): Salzburger Kulturlexikon, Residenz Verlag, Salzburg und Wien 1987; ISBN 3-7017-0503-8
  • Homepage des Keltenmuseums
  • Homepage des Forschungszentrums Dürrnberg

Weblinks