Aloisia Fischer: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Aloisia Fischer besuchte Volks- und Hauptschule in ihrem Heimatort Taxenbach, um dann ab [[1968]] ihre schulische Ausbildung mit der Hauswirtschaftsschule [[St. Johann im Pongau]] und der kaufmännischen Berufsschule [[Zell am See]] abzuschließen. In ihrem Lehrberuf arbeitete sie als Verkäuferin im Gemischtwarenhandel, ehe sie [[1975]] zur Vollerwerbsbäurin wurde. | + | Aloisia Fischer besuchte Volks- und Hauptschule in ihrem Heimatort Taxenbach, um dann ab [[1968]] ihre schulische Ausbildung mit der Hauswirtschaftsschule [[St. Johann im Pongau]] und der kaufmännischen [[Berufsschule]] [[Zell am See]] abzuschließen. In ihrem Lehrberuf arbeitete sie als Verkäuferin im Gemischtwarenhandel, ehe sie [[1975]] zur Vollerwerbsbäurin wurde. |
| − | Politisch gesehen wurde sie [[1985]] erstmals als Kammerrätin aktiv. [[1986]] stieg Aloisia Fischer zur Landesbäuerin auf, drei Jahre später wurde sie zur Vizepräsidentin der [[Salzburger Landwirtschaftskammer]] gewählt. [[1991]] folgte der Sprung zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich (''Bundesbäuerin''). Zwischen [[1994]] und [[1996]] war Fischer Vorsitzende der Sozialversicherungsanstalt der Bauern in Salzburg, danach als stellvertretende Vorsitzende aktiv. Von [[1996]] bis [[1999]] saß sie für die [[ÖVP]] im Bundesrat. | + | Politisch gesehen wurde sie [[1985]] erstmals als Kammerrätin aktiv. [[1986]] stieg Aloisia Fischer zur [[Landesbäuerin]] auf, drei Jahre später wurde sie zur Vizepräsidentin der [[Salzburger Landwirtschaftskammer]] gewählt. [[1991]] folgte der Sprung zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich (''Bundesbäuerin''). Zwischen [[1994]] und [[1996]] war Fischer Vorsitzende der [[Sozialversicherungsanstalt der Bauern]] in Salzburg, danach als stellvertretende Vorsitzende aktiv. Von [[1996]] bis [[1999]] saß sie für die [[ÖVP]] im Bundesrat. |
Die Liste der für die Bäuerinnen erreichten Verbesserungen, die im westenlichen auf Fischers Amt als Bundesbäuerin zurückgehen, ist lang und beinhaltet unter anderem den gesetzlichen Mutterschutz für Bäuerinnen (Betriebshilfegesetz), die geteilte Pensionsauszahlung, das Karenzgeld für Bäuerinnen (Teilzeithilfe), die Einführung der Bäuerinnenpension, die pensionsbegründende Anrechnung von Kindererziehungszeiten, die Einführung des Pflegegeldes, die Anhebung und Valorisierung des Wochengeldes, die Verbesserung des Berufsschutzes im Regierungsprogramm [[2007]] und die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes für alle Mütter. | Die Liste der für die Bäuerinnen erreichten Verbesserungen, die im westenlichen auf Fischers Amt als Bundesbäuerin zurückgehen, ist lang und beinhaltet unter anderem den gesetzlichen Mutterschutz für Bäuerinnen (Betriebshilfegesetz), die geteilte Pensionsauszahlung, das Karenzgeld für Bäuerinnen (Teilzeithilfe), die Einführung der Bäuerinnenpension, die pensionsbegründende Anrechnung von Kindererziehungszeiten, die Einführung des Pflegegeldes, die Anhebung und Valorisierung des Wochengeldes, die Verbesserung des Berufsschutzes im Regierungsprogramm [[2007]] und die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes für alle Mütter. | ||
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Im Oktober [[2004]] legte Aloisia Fischer ihr Amt als Landesbäuerin auf eigenen Wunsch zurück, in dieser Position folgte ihr [[Elisabeth Hölzl]] nach. Als Bundesbäuerin wurde sie im Februar [[2007]] von der [[Tirol]]erin Resi Schiffmann abgelöst. | Im Oktober [[2004]] legte Aloisia Fischer ihr Amt als Landesbäuerin auf eigenen Wunsch zurück, in dieser Position folgte ihr [[Elisabeth Hölzl]] nach. Als Bundesbäuerin wurde sie im Februar [[2007]] von der [[Tirol]]erin Resi Schiffmann abgelöst. | ||
| − | Am [[2. August]] [[2007]] zerstörte ein Großbrand Teile ihres Bauernhofs in [[Piesendorf]]. Das Wirtschaftsgebäude brannte dabei | + | Am [[2. August]] [[2007]] zerstörte ein Großbrand Teile ihres Bauernhofs in [[Piesendorf]]. Das Wirtschaftsgebäude brannte dabei vollständig ab, das Wohnhaus konnte gerettet werden. |
[[2008]] löste wiederum Elisabeth Hölzl Aloisia Fischer als Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer ab. | [[2008]] löste wiederum Elisabeth Hölzl Aloisia Fischer als Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer ab. | ||
Version vom 22. Mai 2015, 06:36 Uhr
Aloisia Fischer (* 23. Jänner 1954 in Taxenbach, Pinzgau) ist Bundesrätin a. D. und Landesbäuerin a. D.
Leben
Aloisia Fischer besuchte Volks- und Hauptschule in ihrem Heimatort Taxenbach, um dann ab 1968 ihre schulische Ausbildung mit der Hauswirtschaftsschule St. Johann im Pongau und der kaufmännischen Berufsschule Zell am See abzuschließen. In ihrem Lehrberuf arbeitete sie als Verkäuferin im Gemischtwarenhandel, ehe sie 1975 zur Vollerwerbsbäurin wurde.
Politisch gesehen wurde sie 1985 erstmals als Kammerrätin aktiv. 1986 stieg Aloisia Fischer zur Landesbäuerin auf, drei Jahre später wurde sie zur Vizepräsidentin der Salzburger Landwirtschaftskammer gewählt. 1991 folgte der Sprung zur Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Bäuerinnen in der Landwirtschaftskammer Österreich (Bundesbäuerin). Zwischen 1994 und 1996 war Fischer Vorsitzende der Sozialversicherungsanstalt der Bauern in Salzburg, danach als stellvertretende Vorsitzende aktiv. Von 1996 bis 1999 saß sie für die ÖVP im Bundesrat.
Die Liste der für die Bäuerinnen erreichten Verbesserungen, die im westenlichen auf Fischers Amt als Bundesbäuerin zurückgehen, ist lang und beinhaltet unter anderem den gesetzlichen Mutterschutz für Bäuerinnen (Betriebshilfegesetz), die geteilte Pensionsauszahlung, das Karenzgeld für Bäuerinnen (Teilzeithilfe), die Einführung der Bäuerinnenpension, die pensionsbegründende Anrechnung von Kindererziehungszeiten, die Einführung des Pflegegeldes, die Anhebung und Valorisierung des Wochengeldes, die Verbesserung des Berufsschutzes im Regierungsprogramm 2007 und die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes für alle Mütter.
Im Oktober 2004 legte Aloisia Fischer ihr Amt als Landesbäuerin auf eigenen Wunsch zurück, in dieser Position folgte ihr Elisabeth Hölzl nach. Als Bundesbäuerin wurde sie im Februar 2007 von der Tirolerin Resi Schiffmann abgelöst.
Am 2. August 2007 zerstörte ein Großbrand Teile ihres Bauernhofs in Piesendorf. Das Wirtschaftsgebäude brannte dabei vollständig ab, das Wohnhaus konnte gerettet werden.
2008 löste wiederum Elisabeth Hölzl Aloisia Fischer als Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer ab.
Quellen
- Salzburger Nachrichten
- Österreichisches Parlament [1]