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Version vom 11. April 2015, 07:36 Uhr
Der Sebastiansfriedhof an der Linzer Gasse in der rechtsufrigen Altstadt von Salzburg ist nach dem Vorbild eines italienische "Campo Santo" nächst der Kirche St. Sebastian errichtet.
Geschichte
Zuvor stand hier der kleine Friedhof neben dem Bruderhof und der gotischen Sebastianskirche und noch früher wohl ein Pestfriedhof. Er wurde von Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau bei dem italienischen Baumeister Andrea Bertoleto in Auftrag gegeben und von 1595 bis 1600 erbaut. Denn der Domfriedhof in der Altstadt musste dem Residenzbau weichen. Der Baumeister des Friedhofs verstarb 1596 und wurde als erster auf dem Gottesacker beerdigt.
Der Friedhof ist seit 1879 aufgelassen, die sehenswerten Grüfte mit interessanten Grabinschriften seit 1888.
Gabrielskapelle
- Hauptartikel: Gabrielskapelle
Das schon zu Lebzeiten des Fürsterzbischofs für ihn bestimmte Wolf-Dietrich-Mausoleum wurde von 1597 bis 1603 mittig im Friedhof erbaut und ist dem hl. Gabriel geweiht. Hier wurde der 1617 nach langer Festungshaft verstorbene Fürsterzbischof in einem Sarkophag am 19. Jänner 1617 unter großen Trauerfeierlichkeiten beigesetzt.
Gräber
Am Weg vom Friedhofseingang Linzer Gasse zum Eingang der Gabrielskapelle stößt man auf bekannte Grabmäler:
- Leopold Mozart, † 1787, dem Vater von Wolfgang Amadeus Mozart; Leopold Mozart's Grab befindet sich jedoch nicht, wie heute dargestellt, neben Constanze und Georg Nikolaus Nissen, sondern in der "Kommune-Gruft" der Eggerschen Grabstätte[1].
- Constanze Mozart, † 1842, der Witwe von Wolfgang Amadeus Mozart, geborene von Weber
- Georg Nikolaus Nissen, † 1798, zweiter Ehemann von Constanze Mozart, dänischer Staatsrat
Weitere Persönlichkeiten:
- Theophrast von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus
- Franz Matzenkopf II., kaiserlicher Münzenschneider
- Franziska Jagendeubel, geborene Hatzl, Witwe eines Salzburger Buchbinders, * 30. Dezember 1786 † 28. September 1859 - Tochter des Bartholomäus Hatzl, der eine Familienchronik begann, die bis ins 20. Jahrhundert fortgesetzt wurde - und deren Tochter Franziska Haagn, geborene Jagendeubel, * 6. Februar 1819, † 31. Oktober 1873, Lederersgattin aus Liefering und Mutter von Julius Haagn geborener Jagendeubel
- Vinzenz Maria Süß (* 1802), † (1886); städtischer Leihhausverwalter, Schriftsteller und Gründer des Salzburg Museums.
Literatur
- Dorn, Conrad : Der Friedhof zum heiligen Sebastian in Salzburg / Conrad Dorn. Hrsg. vom Kulturamt der Stadt Salzburg. [Zeichn.: Conrad Dorn]. - Salzburg : Kulturamt d. Stadt Salzburg, 1969. - 224 S. - Lw. : S 123ff
Bildergalerie
Grabmal von Mathias, Emmerentia und Gotthard Bayrhammer, Arkadengrab Nr. 15; aus der Zeit um 1730; mit Bild Heilung des Blindgeborenen von Sebastian Stief, Mitte des 19. Jahrhunderts
weitere Bilder
Friedhof Sankt Sebastian – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst, Verlag "Das Bergland-Buch", 1952 (Neuauflage)
- Dopsch, Heinz und Hoffmann, Robert: Salzburg, die Geschichte einer Stadt, Verlag Anton Pustet, 2. aktualisierte Auflage 2008, ISBN 978-3-7025-0598-1
- Beitrag St.-Sebastian-Kirche
Fußnoten
- ↑ Quelle Leserbrief in den SN vom 1. Februar 2011 von Horst Erwin Reischenböck, Stadtführer in Salzburg