Salzburgring: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Salzburgring wurde [[1969]] eröffnet und befindet sich im [[Nesselgraben]] zwischen [[Koppl]] und [[Hof bei Salzburg]]. Er wurde zeitgleich mit dem 'Österreichring' bei Zeltweg, [[Steiermark]], gebaut.  
 
Der Salzburgring wurde [[1969]] eröffnet und befindet sich im [[Nesselgraben]] zwischen [[Koppl]] und [[Hof bei Salzburg]]. Er wurde zeitgleich mit dem 'Österreichring' bei Zeltweg, [[Steiermark]], gebaut.  
  
Die Streckenlänge beträgt 4,2 km: die zwei langen Geraden (wobei die Gegengerade zur Start- und Zielgeraden leicht ansteigend ist), sowie die an diese Gegengerade anschließende lang gezogene Rechtskurve oberhalb des Fahrerlagers, ließen diese Strecke zu einer sehr schnellen Rennstrecke werden.  
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Die Streckenlänge beträgt 4 241 m: die zwei langen Geraden (wobei die Gegengerade zur Start- und Zielgeraden leicht ansteigend ist), sowie die an diese Gegengerade anschließende lang gezogene Rechtskurve oberhalb des Fahrerlagers, ließen diese Strecke zu einer sehr schnellen Rennstrecke werden.  
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Die minimale Breite der Strecke beträgt 10 Meter. Der Ring verfügt über 12 Kurven, je sechs Rechts- und Linkskurven. Von den vier Geraden ist jene bei Start und Ziel mit 750 m die Längste. Die größte Steigung findet sich mit 3,8% auf der Gegengeraden, das höchsten Gefälle mit 1,8% in der Fahrerlagerkurve. Insgesamt überwindet der Kurs einen Höhenunterschied von 25 m.
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Der Boxenkomplex bei Start und Ziel verfügt über 31 Boxen, das Fahrerlager mitten im Ring über eine Gesamtfläche von 24 900 m²
  
 
Durch die stetig erweiterten Sicherheitsauflagen für Motorsportveranstaltungen wurden im Laufe der Jahre mehrere Umbauten notwendig. Unter anderem entstanden so genannte Schikanen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, sowie Sturzräume, was auf Grund der Talkessellage des Rings sehr schwer bzw. teuer und aufwendig war.  
 
Durch die stetig erweiterten Sicherheitsauflagen für Motorsportveranstaltungen wurden im Laufe der Jahre mehrere Umbauten notwendig. Unter anderem entstanden so genannte Schikanen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, sowie Sturzräume, was auf Grund der Talkessellage des Rings sehr schwer bzw. teuer und aufwendig war.  
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==Die Veranstaltungen==
 
==Die Veranstaltungen==
Eine Woche vor seinem Tod fuhr [[Jochen Rindt]] am [[30. August]] [[1970]] hier einen Formel-2-Lauf, den [["Festspielpreis" Formel II 1970]], den damaligen Vorläufer der Formel 1. Motorrad-Asse wie Giacomo Agostini auf MV Agusta oder Toni Mang begeisterten bei Motorrad-Weltmeisterschaftsläufen [ab [[1970]]] bis zu 100 000 Zuschauer. Der letzte Motorrad-Weltmeisterschaftslauf fand [[1994]] statt.  
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Eine Woche vor seinem Tod fuhr [[Jochen Rindt]] am [[30. August]] [[1970]] hier einen Formel-2-Lauf, den [["Festspielpreis" Formel II 1970]], den damaligen Vorläufer der Formel 1.  
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Motorrad-Asse wie Giacomo Agostini auf MV Agusta oder Toni Mang begeisterten bei [[Großer Preis von Österreich|Motorrad-Weltmeisterschaftsläufen]] (ab [[1970]]) bis zu 100 000 Zuschauer. Der letzte Motorrad-Weltmeisterschaftslauf fand [[1994]] statt, später noch einmal ein Seitenwagen-WM-Lauf.  
  
 
Zwischen [[1975]] und [[1994]] gab es mehrere Jahre den "[[Oldtimer Grand Prix]]" für historische Motorräder und Automobile, der mehrere Hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte (u. a. Juan Manuel Fangio [Argentinien], [[Niki Lauda]], John Surtees [[GB], Luigi Taveri [CH] u.a.). Diese Veranstaltung musste dann aufgrund von damals verschärften Lärmschutzbestimmungen des Bundesland [[Salzburg]]s eingestellt werden. Seit einigen Jahren jedoch findet wieder eine Oldtimerveranstaltung in Erinnerung an den einzigen österreichischen Motorradweltmeister, Rupert Hollaus, statt.
 
Zwischen [[1975]] und [[1994]] gab es mehrere Jahre den "[[Oldtimer Grand Prix]]" für historische Motorräder und Automobile, der mehrere Hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte (u. a. Juan Manuel Fangio [Argentinien], [[Niki Lauda]], John Surtees [[GB], Luigi Taveri [CH] u.a.). Diese Veranstaltung musste dann aufgrund von damals verschärften Lärmschutzbestimmungen des Bundesland [[Salzburg]]s eingestellt werden. Seit einigen Jahren jedoch findet wieder eine Oldtimerveranstaltung in Erinnerung an den einzigen österreichischen Motorradweltmeister, Rupert Hollaus, statt.
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Am [[20. Mai]] [[2012]] kehrte mit der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) international hochrangiger Motorsport auf den Salzburgring zurück. Der WM-Lauf kostet den Veranstalter rund eine halbe Million Euro, davon erhält der WTCC 160.000 Euro. Die erste Auflage wurde laut Aussage von Ringleiter [[Alex Reiner]] von [[Red Bull]]-Chef [[Dietrich Mateschitz]] unterstützt.<ref>{{Quelle SN|7. Oktober 2011}}</ref>
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Im Rahmen des WTCC fuhren erstmals auch die Ferrari- und Maserati-Challenge in Salzburg. 2012 waren fünf Marken am Start: neben dem Werkteam von Chevrolet die Privatteams mit BMW, SEAT, Volvo und Honda.<ref>{{Quelle SN|4. November 2011}}</ref>
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Die Veranstaltung stand auch 2013 als einziger Lauf im deutschsprachigen Raum auf dem Kalender der WTCC.
  
 
Die Anzahl der großen Motorsportveranstaltungen ist auf fünf pro Jahr limitiert. Es finden aber auch regelmäßig andere Veranstaltungen wie Fahrzeugpräsentationen von Automobil-Herstellern, Fahrerlehrgänge und Clubtreffen statt. Zudem beherbergte der Salzburgring von [[2002]] bis [[2008]] im Sommer das [[Frequency Festival]]. Im Juli [[2013]] erlebt der Ring mit dem [[Electric Love]] seine Wiedergeburt als Festivallocation.
 
Die Anzahl der großen Motorsportveranstaltungen ist auf fünf pro Jahr limitiert. Es finden aber auch regelmäßig andere Veranstaltungen wie Fahrzeugpräsentationen von Automobil-Herstellern, Fahrerlehrgänge und Clubtreffen statt. Zudem beherbergte der Salzburgring von [[2002]] bis [[2008]] im Sommer das [[Frequency Festival]]. Im Juli [[2013]] erlebt der Ring mit dem [[Electric Love]] seine Wiedergeburt als Festivallocation.
  
Obwohl keine Motorsportevents mit vielen Zuschauern mehr stattfinden, ist der Salzburgring von März bis November jedes Jahr ausgebucht und kann sich selbst bei einem jährlichen Umsatz von 1,5 Millionen Euro ohne Subventionen finanzieren und bringt der umliegenden Wirtschaft zusätzliches Geld.
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Obwohl kaum noch Motorsportevents mit vielen Zuschauern stattfinden, ist der Salzburgring von März bis November jedes Jahr ausgebucht und kann sich selbst bei einem jährlichen Umsatz von 1,5 Millionen Euro ohne Subventionen finanzieren und bringt der umliegenden Wirtschaft zusätzliches Geld.
  
 
== Die Zukunft ==
 
== Die Zukunft ==
 
Der Vertrag mit dem Land Salzburg als Grundeigentümer läuft bis [[2015]]. Seit [[2006]] laufen Gespräche mit dem oberösterreichischen Motorradhersteller [[KTM]], der in der Nähe der Teststrecke auch ein Kompetenzzentrum aufbauen will. [[2011]] investierte die Ringgesellschaft drei Millionen Euro für eine vom internationalen Automobilsportverband FIA geforderte direkte Lkw-Zufahrt hinter den Boxen. Gleichzeitig wurden auch andere Baumaßnahmen durchgeführt wie ein Retentionsbecken für Regenwasser.  
 
Der Vertrag mit dem Land Salzburg als Grundeigentümer läuft bis [[2015]]. Seit [[2006]] laufen Gespräche mit dem oberösterreichischen Motorradhersteller [[KTM]], der in der Nähe der Teststrecke auch ein Kompetenzzentrum aufbauen will. [[2011]] investierte die Ringgesellschaft drei Millionen Euro für eine vom internationalen Automobilsportverband FIA geforderte direkte Lkw-Zufahrt hinter den Boxen. Gleichzeitig wurden auch andere Baumaßnahmen durchgeführt wie ein Retentionsbecken für Regenwasser.  
 
== Erster WM-Bewerb für Automobile in der 42-jährigen Geschichte des Salzburgrings ==
 
Seit 2012 werden Rennen zur Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf dieser Rennstrecke durchgeführt. Marcello Lotti, Promotor der Tourenwagen-WM (WTCC - World Touring Car Championship) bekundete bereits [[Alex Reiner]], Direktor des Rings, sein lebhaftes Interesse. Ein WM-Lauf kostet dem Veranstalter rund eine halbe Million Euro, davon erhält der WTCC 160.000 Euro. Allerdings stehen einem Start der Tourenwagen WM in Salzburg noch Terminkollisionen 2012 im Wege<ref>{{Quelle SN|7. Oktober 2011}}</ref>. Die erste Veranstaltung, die am [[20. Mai]] [[2012]] stattfand, wurde laut Aussage von Reiner von [[Red Bull]]-Chef [[Dietrich Mateschitz]] unterstützt.
 
 
Im Rahmen des WTCC fuhren erstmals auch die Ferrari- und Maserati-Challenge in Salzburg. 2012 waren fünf Marken am Start: neben dem Werkteam von Chevrolet die Privatteams mit BMW, SEAT, Volvo und Honda.<ref>{{Quelle SN|4. November 2011}}</ref>
 
 
Die Motorrad-WM gastierte zuletzt [[1995]] am Ring, später noch einmal ein Seitenwagen-WM-Lauf.
 
  
 
==Schwere Unfälle am Salzburgring==
 
==Schwere Unfälle am Salzburgring==
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* [[1. Mai]] [[1977]]: der Schweizer Hans Stadelmann kommt bei einem Massensturz in der Fahrerlagerkurve im 350er Rennen des Großen Preises von Österreich ums Leben
 
* Mai [[1989]]: der Österreicher  Heinz Hutter verunglückte bei einem Motorrad-Rennen tödlich
 
* Mai [[1989]]: der Österreicher  Heinz Hutter verunglückte bei einem Motorrad-Rennen tödlich
 
* Mai 1989: schon zwei Wochen später gab  es bei einem Lauf zur österreichischen Motorrad-Staatsmeisterschaft  erneut einen schwer verletzten Rennfahrer
 
* Mai 1989: schon zwei Wochen später gab  es bei einem Lauf zur österreichischen Motorrad-Staatsmeisterschaft  erneut einen schwer verletzten Rennfahrer
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* Juli [[1996]]: bei  einem Formel-Rennen wurden der Rennleiter und ein  Funktionär von einem außer Kontrolle geratenen Fahrzeug schwer verletzt.
 
* Juli [[1996]]: bei  einem Formel-Rennen wurden der Rennleiter und ein  Funktionär von einem außer Kontrolle geratenen Fahrzeug schwer verletzt.
 
* Am [[17. September]] [[2011]] kam ein 45-jähriger Schweizer bei einem Fahrertraining des Automobil  Clubs Liechtenstein am Salzburgring mit seinem Porsche bei einem Unfall ums Leben, sein 13-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/online/salzburg/aktuell/Schweizer-stirbt-bei-Unfall-am-Salzburgring-.html?article=eGMmOI8V2HkSn9oPMfra31lX8y75sQF05BXQxtS&img=&text=&mode=&.www.salzburg.com online]</ref>
 
* Am [[17. September]] [[2011]] kam ein 45-jähriger Schweizer bei einem Fahrertraining des Automobil  Clubs Liechtenstein am Salzburgring mit seinem Porsche bei einem Unfall ums Leben, sein 13-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/online/salzburg/aktuell/Schweizer-stirbt-bei-Unfall-am-Salzburgring-.html?article=eGMmOI8V2HkSn9oPMfra31lX8y75sQF05BXQxtS&img=&text=&mode=&.www.salzburg.com online]</ref>
 
==Weblink==
 
{{Homepage|http://www.salzburgring.com/de/index.php}}*[http://www.the-fastlane.co.uk/racingcircuits/Austria/Salzburgring.html Salzburgring in der Welt größten Rennstrecken-Datenbank; mit Verlauf der Streckenänderungen]
 
  
 
==Bildergalerie==
 
==Bildergalerie==
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* [http://de.wikipedia.org/wiki/Salzburgring wikipedia ]
 
* [http://de.wikipedia.org/wiki/Salzburgring wikipedia ]
 
* [http://www.reisemosaik.at/Oldtimer/Motorsport/Krackowizer_Salzburgring.html Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]
 
* [http://www.reisemosaik.at/Oldtimer/Motorsport/Krackowizer_Salzburgring.html Motorrad-Literatur- und Bildarchiv Prof. Dr. Helmut Krackowizer]
* Salzburger Nachrichten, Februar 2011
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* Salzburger Nachrichten, Februar 2011 und Mai 1977
 
* [http://www.news.at/articles/0223/20/36184/oetc-rennen-unfall www.news.at Unfälle]
 
* [http://www.news.at/articles/0223/20/36184/oetc-rennen-unfall www.news.at Unfälle]
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* Homepage
  
 
==Fußnoten==
 
==Fußnoten==
 
<references/>
 
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==Weblink==
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{{Homepage|http://www.salzburgring.com/de/index.php}}
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*[http://www.the-fastlane.co.uk/racingcircuits/Austria/Salzburgring.html Salzburgring in der Welt größten Rennstrecken-Datenbank; mit Verlauf der Streckenänderungen]
  
 
[[Kategorie:Flachgau]]
 
[[Kategorie:Flachgau]]

Version vom 25. Mai 2013, 15:15 Uhr

Rennen auf dem Salzburgring
Karte
Salzburgring mit Nockstein und Gaisberg
Nesselgraben bei der Fahrerlagerkurve
Salzburgringpanorama
Nocksteinkurve am westlichsten Punkt des Salzburgringes

Der Salzburgring ist eine permanente Rundkurs-Rennstrecke im Bundesland Salzburg. Seine Länge beträgt 4 255 m ü. A. bei einer Mindestbreite von zehn Metern und zwölf Kurven.

Der Ring

Der Salzburgring wurde 1969 eröffnet und befindet sich im Nesselgraben zwischen Koppl und Hof bei Salzburg. Er wurde zeitgleich mit dem 'Österreichring' bei Zeltweg, Steiermark, gebaut.

Die Streckenlänge beträgt 4 241 m: die zwei langen Geraden (wobei die Gegengerade zur Start- und Zielgeraden leicht ansteigend ist), sowie die an diese Gegengerade anschließende lang gezogene Rechtskurve oberhalb des Fahrerlagers, ließen diese Strecke zu einer sehr schnellen Rennstrecke werden.

Die minimale Breite der Strecke beträgt 10 Meter. Der Ring verfügt über 12 Kurven, je sechs Rechts- und Linkskurven. Von den vier Geraden ist jene bei Start und Ziel mit 750 m die Längste. Die größte Steigung findet sich mit 3,8% auf der Gegengeraden, das höchsten Gefälle mit 1,8% in der Fahrerlagerkurve. Insgesamt überwindet der Kurs einen Höhenunterschied von 25 m.

Der Boxenkomplex bei Start und Ziel verfügt über 31 Boxen, das Fahrerlager mitten im Ring über eine Gesamtfläche von 24 900 m²

Durch die stetig erweiterten Sicherheitsauflagen für Motorsportveranstaltungen wurden im Laufe der Jahre mehrere Umbauten notwendig. Unter anderem entstanden so genannte Schikanen, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, sowie Sturzräume, was auf Grund der Talkessellage des Rings sehr schwer bzw. teuer und aufwendig war.

Einzigartig sind die Naturtribünen, die durch ihre Lage oberhalb der Rennstrecke besonders interessante Rennbeobachtungen erlauben, vor allem im Abschnitt oberhalb des Fahrerlagers.

Die Veranstaltungen

Eine Woche vor seinem Tod fuhr Jochen Rindt am 30. August 1970 hier einen Formel-2-Lauf, den "Festspielpreis" Formel II 1970, den damaligen Vorläufer der Formel 1.

Motorrad-Asse wie Giacomo Agostini auf MV Agusta oder Toni Mang begeisterten bei Motorrad-Weltmeisterschaftsläufen (ab 1970) bis zu 100 000 Zuschauer. Der letzte Motorrad-Weltmeisterschaftslauf fand 1994 statt, später noch einmal ein Seitenwagen-WM-Lauf.

Zwischen 1975 und 1994 gab es mehrere Jahre den "Oldtimer Grand Prix" für historische Motorräder und Automobile, der mehrere Hundert Teilnehmer aus aller Welt anlockte (u. a. Juan Manuel Fangio [Argentinien], Niki Lauda, John Surtees [[GB], Luigi Taveri [CH] u.a.). Diese Veranstaltung musste dann aufgrund von damals verschärften Lärmschutzbestimmungen des Bundesland Salzburgs eingestellt werden. Seit einigen Jahren jedoch findet wieder eine Oldtimerveranstaltung in Erinnerung an den einzigen österreichischen Motorradweltmeister, Rupert Hollaus, statt.

Am 20. Mai 2012 kehrte mit der FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) international hochrangiger Motorsport auf den Salzburgring zurück. Der WM-Lauf kostet den Veranstalter rund eine halbe Million Euro, davon erhält der WTCC 160.000 Euro. Die erste Auflage wurde laut Aussage von Ringleiter Alex Reiner von Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz unterstützt.[1]

Im Rahmen des WTCC fuhren erstmals auch die Ferrari- und Maserati-Challenge in Salzburg. 2012 waren fünf Marken am Start: neben dem Werkteam von Chevrolet die Privatteams mit BMW, SEAT, Volvo und Honda.[2]

Die Veranstaltung stand auch 2013 als einziger Lauf im deutschsprachigen Raum auf dem Kalender der WTCC.

Die Anzahl der großen Motorsportveranstaltungen ist auf fünf pro Jahr limitiert. Es finden aber auch regelmäßig andere Veranstaltungen wie Fahrzeugpräsentationen von Automobil-Herstellern, Fahrerlehrgänge und Clubtreffen statt. Zudem beherbergte der Salzburgring von 2002 bis 2008 im Sommer das Frequency Festival. Im Juli 2013 erlebt der Ring mit dem Electric Love seine Wiedergeburt als Festivallocation.

Obwohl kaum noch Motorsportevents mit vielen Zuschauern stattfinden, ist der Salzburgring von März bis November jedes Jahr ausgebucht und kann sich selbst bei einem jährlichen Umsatz von 1,5 Millionen Euro ohne Subventionen finanzieren und bringt der umliegenden Wirtschaft zusätzliches Geld.

Die Zukunft

Der Vertrag mit dem Land Salzburg als Grundeigentümer läuft bis 2015. Seit 2006 laufen Gespräche mit dem oberösterreichischen Motorradhersteller KTM, der in der Nähe der Teststrecke auch ein Kompetenzzentrum aufbauen will. 2011 investierte die Ringgesellschaft drei Millionen Euro für eine vom internationalen Automobilsportverband FIA geforderte direkte Lkw-Zufahrt hinter den Boxen. Gleichzeitig wurden auch andere Baumaßnahmen durchgeführt wie ein Retentionsbecken für Regenwasser.

Schwere Unfälle am Salzburgring

  • 1. Mai 1977: der Schweizer Hans Stadelmann kommt bei einem Massensturz in der Fahrerlagerkurve im 350er Rennen des Großen Preises von Österreich ums Leben
  • Mai 1989: der Österreicher Heinz Hutter verunglückte bei einem Motorrad-Rennen tödlich
  • Mai 1989: schon zwei Wochen später gab es bei einem Lauf zur österreichischen Motorrad-Staatsmeisterschaft erneut einen schwer verletzten Rennfahrer
  • Juli 1994: drei Streckenposten kamen bei einem Rennen zur Deutschen Tourenwagen-Trophy ums Leben; daraufhin wurde das Rennwochenende daraufhin abgesagt
  • Juli 1996: bei einem Formel-Rennen wurden der Rennleiter und ein Funktionär von einem außer Kontrolle geratenen Fahrzeug schwer verletzt.
  • Am 17. September 2011 kam ein 45-jähriger Schweizer bei einem Fahrertraining des Automobil Clubs Liechtenstein am Salzburgring mit seinem Porsche bei einem Unfall ums Leben, sein 13-jähriger Beifahrer wurde schwer verletzt[3]

Bildergalerie

Quellen

Fußnoten

  1. "Salzburger Nachrichten", 7. Oktober 2011
  2. "Salzburger Nachrichten", 4. November 2011
  3. Quelle online

Weblink