Bergbau- und Gotikmuseum Leogang: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 38: Zeile 38:
 
==Öffnungszeiten==
 
==Öffnungszeiten==
 
;Mai bis Oktober  
 
;Mai bis Oktober  
:täglich außer Montag von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung
+
:täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung
 +
;Winteröffnungszeiten: 27.12.12 - 28.3.13 jeweils donnerstags von 18.30 Uhr - 20.30 Uhr, Führungen auf Anfrage.
 
;Im November geschlossen
 
;Im November geschlossen
;Dezember bis April
 
:Dienstag, Donnerstag und Sonntag von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung
 
  
 
==Weblinks==
 
==Weblinks==

Version vom 28. Februar 2013, 11:23 Uhr

Das Bergbaumuseum und sein Kustos, Hermann Mayrhofer.

Das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang befindet sich in der Gemeinde Leogang im Pinzgau und erinnert vor allem an die Bergbaugeschichte Leogangs.

Das Museum

Das Museum ist in einem aus dem Jahr 1593 stammenden Gewerkenhaus im Ortsteil Hütten untergebracht. Neben mehr als 70 verschiedenen Mineralien sind auch Exponate aus der Bergbaugeschichte des Ortes zu sehen.

3 000 Jahre Bergbaugeschichte: Kupfer, Blei, Kobalt, Quecksilber, Nickel und Magnesit wurden hier aus dem Berg geholt. Begehrt war vor allem Silber, das die Knappen für die Salzburger Erzbischöfe schürften (die Salzburger Silbermünzen). Viele von ihnen mussten 1732 aus Glaubensgründen das Land verlassen (Salzburger Exilanten).

Daneben verfügt das Museum über eine Sammlung erlesener Exponate aus der Gotik, die unter dem Titel Wegweiser aus der Finsternis - Bergbauheilige im Mittelalter zu sehen ist. Sie umfasst Skulpturen der Heiligen des Bergbaus aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Das Herzstück der Sammlung ist die Schöne Madonna. Eine im Jahre 1410 entweder in Salzburg oder in Prag gefertigte Skulptur. [1] Sie zeigt einen ausgeprägten S-Schwung in der Körperhaltung, die von einer Schüsselfalte im Mantel umspielt wird. Sowohl Maria als auch das Kind zeigen ein für diesen Stil typisches sanftes Lächeln und mandelförmige Augen. Ebenso beherbergt die Sammlung eine der seltenen „Löwen-Madonnen“ – so genannt, weil die Gottesmutter auf einem Löwen steht –, deren Bedeutung in der Kunstwelt noch nicht geklärt ist. Seit 2012 besitzt das Museum auch die Gebetsnuss der Maria von Burgund.

Geschichte

1989 wurde der Leoganger Bergbaumuseumsverein gegründet, 1992 das Museum als „Bergbaumuseum Leogang“ eröffnet. Anfänglich verfügte man über keine Exponate, nach 20 Jahren sind es 3 000, eigene und Leihgaben.

Sonderausstellungen

2009: Gotik entdecken und bewahren

In der Ausstellung „Gotik entdecken und bewahren“ spannten im Jahr 2009 mehr als 100 Exponate einen Bogen von Glasfenstern des 14. Jahrhunderts über die Heiligen und Fürsprecher des Bergbaus bis zu der hohen Möbelkunst und dem Kunsthandwerk am Ende des 15. Jahrhunderts.

2011: Rudolf Leopold - Der Gotiksammler

Von Mai bis Oktober 2011 wurden unter dem Titel Rudolf Leopold - Der Gotiksammler rund 120 Exponate aus der Gotiksammlung des 2010 verstorbenen Kunstsammlers gezeigt. 20 davon blieben als Dauerleihgaben nach Ende der Sonderausstellung in Leogang.

2012: Bergbau und Kunst

2012 ist das Jahr der Jubiläumsausstellung „Bergbau und Kunst“: Kernthema der aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Museums veranstalteten Ausstellung sind der blühende Bergbau des Mittelalters und die daraus resultierende blühende Kunst. Die Ausstellung läuft bis 28. Oktober 2012.

2013: Gold und Silber im Erzstift Salzburg

2014: Löwenmadonnen aus Salz­burg, Böhmen und Schlesien

Auszeichnungen

Das Bergbaumuseum Leogang ist Träger des Österreichischen Museumsgütesiegels. Außerdem wurde ihm 2003 der Museumspreis des Landes Salzburg verliehen, sein Kustos Hermann Mayrhofer 2004 mit dem Tobi-Reiser-Preis ausgezeichnet.

Adresse

Hütten 10
5771 Leogang
Telefon: 0 65 83 - 71 05 oder 82 23

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober
täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung
Winteröffnungszeiten
27.12.12 - 28.3.13 jeweils donnerstags von 18.30 Uhr - 20.30 Uhr, Führungen auf Anfrage.
Im November geschlossen

Weblinks

Quellen

  • Übersichtskarte Kulturerlebnis Ausgabe Juli 2000
  • Homepage
  • "Salzburger Nachrichten", u.a. 11. Jänner und 4. Dezember 2012

Einzelnachweise

  1. Bergbaumuseum Leogang (Hrsg.), Bergbau Heilige – Gotische Skulpturen aud dem Alpenraum, Leogang, 2000, S. 94 f.