Änderungen

14 Bytes hinzugefügt ,  20:54, 23. Dez. 2025
K
keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 13: Zeile 13:  
Im [[Mittelalter]] hielten sich zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten auf der Burg auf. [[1149]] verweilte König Konrad III. auf seinem Rückzug vom gescheiterten Zweiten Kreuzzug am Petersberg. [[1170]] war der deutsche [[Friedrich I. Barbarossa|Kaiser Barbarossa]] zu Gast, [[1192]] folgte König Richard Löwenherz von England. [[1224]] fand unter der Leitung des Babenbergerherzogs Leopold VI. eine große Versammlung geistlicher und weltlicher Fürsten zwischen Donau und Adria statt. Dabei wurde ein Konflikt zwischen dem Kärntner Herzog Bernhard von Sponheim und dem Markgrafen Heinrich von Istrien beigelegt, der bereits zu eskalieren drohte. Das berühmte Turnier, von dem Ulrich von Liechtenstein berichtet und an dem rund 600 Ritter teilnahmen, wurde allerdings nicht in der Burg, sondern auf einer Wiese vor der Stadt ausgetragen.
 
Im [[Mittelalter]] hielten sich zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten auf der Burg auf. [[1149]] verweilte König Konrad III. auf seinem Rückzug vom gescheiterten Zweiten Kreuzzug am Petersberg. [[1170]] war der deutsche [[Friedrich I. Barbarossa|Kaiser Barbarossa]] zu Gast, [[1192]] folgte König Richard Löwenherz von England. [[1224]] fand unter der Leitung des Babenbergerherzogs Leopold VI. eine große Versammlung geistlicher und weltlicher Fürsten zwischen Donau und Adria statt. Dabei wurde ein Konflikt zwischen dem Kärntner Herzog Bernhard von Sponheim und dem Markgrafen Heinrich von Istrien beigelegt, der bereits zu eskalieren drohte. Das berühmte Turnier, von dem Ulrich von Liechtenstein berichtet und an dem rund 600 Ritter teilnahmen, wurde allerdings nicht in der Burg, sondern auf einer Wiese vor der Stadt ausgetragen.
   −
[[1263]] musste Erzbischof [[Philipp von Spanheim]] vor dem böhmischen König Ottokar fliehen, dem die salzburgischen Besitzungen jenseits der [[Tauern]] kampflos zufielen. Nach dem Ende der dreijährigen Herrschaft Ottokars setzten die Salzburger Erzbischöfe ab [[1267]] Hauptleute an die Spitze des militärischen Personals, die ihren Sitz in der Burghauptmannschaft am Petersberg hatten. Dabei handelte es sich meist um Angehörige bedeutender steirischer und kärntnerischer Adelsfamilien (Liechtenstein, Kraiger, Silberberger, Weissenegger usw.), die die Erzbischöfe durch die Vergabe von Lehen enger an sich banden.
+
Erzbischof [[Philipp von Spanheim]] floh [[1263]] vor dem heranrückenden böhmischen König Ottokar. Ottokar fielen so die salzburgischen Besitzungen jenseits der [[Tauern]] kampflos zu. Nach dem Ende der dreijährigen Herrschaft Ottokars setzten die Salzburger Erzbischöfe ab [[1267]] Hauptleute an die Spitze des militärischen Personals, die ihren Sitz in der Burghauptmannschaft am Petersberg hatten. Dabei handelte es sich meist um Angehörige bedeutender steirischer und kärntnerischer Adelsfamilien (Liechtenstein, Kraiger, Silberberger, Weissenegger usw.), die die Erzbischöfe durch die Vergabe von Lehen enger an sich banden.
 
Im Konflikt zwischen Erzbischof [[Rudolf I. von Hoheneck]] und Herzog Albrecht I. wurde Friesach [[1292]] vom Herzog erobert und in Brand gesetzt. Die vom Vizedom Rudolf von Fohnsdorf gehaltene Festung am Petersberg bot der geflohenen Bevölkerung jedoch sicheren Schutz. Dies bewährte sich auch während der Türkenkriege, da die nur leicht bewaffneten Angreifer stark befestigte Burgen und Orte in der Regel mieden.
 
Im Konflikt zwischen Erzbischof [[Rudolf I. von Hoheneck]] und Herzog Albrecht I. wurde Friesach [[1292]] vom Herzog erobert und in Brand gesetzt. Die vom Vizedom Rudolf von Fohnsdorf gehaltene Festung am Petersberg bot der geflohenen Bevölkerung jedoch sicheren Schutz. Dies bewährte sich auch während der Türkenkriege, da die nur leicht bewaffneten Angreifer stark befestigte Burgen und Orte in der Regel mieden.