Aegidius Eberhard von Raitenau: Unterschied zwischen den Versionen
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Johann Georg Eberhard war eines der 15 Kinder von [[Salome Alt]] und dem Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. | Johann Georg Eberhard war eines der 15 Kinder von [[Salome Alt]] und dem Salzburger [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. | ||
| − | [[1622]], im Alter von 17 Jahren, trat er in [[Kremsmünster]] in [[Oberösterreich]] ins Kloster ein. Ein Jahr später verbrachte er einige Zeit in Graz und Rom, wo er neben theologischen auch mathematische Studien betrieb. Nach seiner Weihe [[1632]] zum Priester übernahm er verschiedene Ämter im Stiftsbetrieb. In der Stiftschronik finden sich mehrmals Bezeichnungen für ihn als Bauleiter wie | + | [[1622]], im Alter von 17 Jahren, trat er in [[Kremsmünster]] in [[Oberösterreich]] ins Kloster ein. Ein Jahr später verbrachte er einige Zeit in Graz und Rom, wo er neben theologischen auch mathematische Studien betrieb. Nach seiner Weihe [[1632]] zum Priester übernahm er verschiedene Ämter im Stiftsbetrieb. In der Stiftschronik finden sich mehrmals Bezeichnungen für ihn als Bauleiter wie "unser Vitruvius" sowie die Bezeichnung "der Archimedes von Kremsmünster" aufgrund seiner Arbeiten über Gnomonik (die Lehre von der Sonnenuhr) und Geometrie. |
| − | Weitere mathematische Studien betrieb er während eines Aufenthalts von [[1653]] bis [[1655]] in [[Wien]]. Besonderes Interesse entwickelte er bei seinen wissenschaftlichen Arbeiten für [[Sonnenuhr]]en, Quadranten, Proportionszirkel, den Messtisch des Praetorius und des ''Astrolabium catholicum''. | + | Weitere mathematische Studien betrieb er während eines Aufenthalts von [[1653]] bis [[1655]] in [[Wien]]. Besonderes Interesse entwickelte er bei seinen wissenschaftlichen Arbeiten für [[Sonnenuhr]]en, Quadranten, Proportionszirkel, den Messtisch des Praetorius und des ''Astrolabium catholicum''. In der [[Sternwarte Kremsmünster|Sternwarte]] seines Stifts sind wissenschaftliche Instrumente von ihm erhalten. Dazu zählt der Nachbau der ''Raptologia Neperiana'', einer Rechenmaschine von John Neper, dem Erfinder der Logarithmen. Dieser [[barock]]e "Taschenrechner" konnte Multiplikation und Division mit Hilfe drehbarer Rechenstäbchen zu Addition und Subtraktion transformieren. |
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* [[Begleitbuch zur Salzburger Landesausstellung Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Gründer des barocken Salzburg.]], [[1987]] , Seite 426 | * [[Begleitbuch zur Salzburger Landesausstellung Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau. Gründer des barocken Salzburg.]], [[1987]] , Seite 426 | ||
| + | * [[Christoph Brandhuber]] in [https://www.facebook.com/photo?fbid=1760824458043074&set=a.1107150730077120 www.facebook.com] vom 25. Jänner 2025 | ||
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Version vom 25. Januar 2025, 14:44 Uhr
Pater Aegidius Eberhard von Raitenau, eigentlich Johann Georg Eberhard (* 17. Februar 1605 in der Stadt Salzburg; † 25. Jänner 1675 im Benediktinerstift Kremsmünster) war unter dem Namen Ägidius Benediktinermönch im Benediktinerstift Kremsmünster.
Leben
Johann Georg Eberhard war eines der 15 Kinder von Salome Alt und dem Salzburger Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.
1622, im Alter von 17 Jahren, trat er in Kremsmünster in Oberösterreich ins Kloster ein. Ein Jahr später verbrachte er einige Zeit in Graz und Rom, wo er neben theologischen auch mathematische Studien betrieb. Nach seiner Weihe 1632 zum Priester übernahm er verschiedene Ämter im Stiftsbetrieb. In der Stiftschronik finden sich mehrmals Bezeichnungen für ihn als Bauleiter wie "unser Vitruvius" sowie die Bezeichnung "der Archimedes von Kremsmünster" aufgrund seiner Arbeiten über Gnomonik (die Lehre von der Sonnenuhr) und Geometrie.
Weitere mathematische Studien betrieb er während eines Aufenthalts von 1653 bis 1655 in Wien. Besonderes Interesse entwickelte er bei seinen wissenschaftlichen Arbeiten für Sonnenuhren, Quadranten, Proportionszirkel, den Messtisch des Praetorius und des Astrolabium catholicum. In der Sternwarte seines Stifts sind wissenschaftliche Instrumente von ihm erhalten. Dazu zählt der Nachbau der Raptologia Neperiana, einer Rechenmaschine von John Neper, dem Erfinder der Logarithmen. Dieser barocke "Taschenrechner" konnte Multiplikation und Division mit Hilfe drehbarer Rechenstäbchen zu Addition und Subtraktion transformieren.
Pater Aegidius Eberhard von Raitenau verstarb 70jährig im Stift in Kremsmünster.