Wolfgangsee: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Wolfgangsee''', auch ''Abersee'' genannt, ist einer der [[Salzkammergutseen]] im [[Salzkammergut]] im Grenzgebiet des Salzburger [[Flachgau]]s zu [[Oberösterreich]].  
  

Version vom 21. Februar 2012, 23:49 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt den See im Salzkammergut, das Buch über den Wolfgangsee ist unter Wolfgangsee (Buch) zu finden
Blick vom Mozartblick auf den Wolfgangsee
Blick vom Schafberg hinunter nach St. Wolfgang, über den See in Richtung Postalmgebiet
Datei:RIMG0102.jpg
Blick vom Kalvarienberg in St. Wolfgang in Richtung Strobl
Wolfgangsee vom Schober aus; links der Schafberg, rechts im Hintergrund Osterhorngruppe und Dachstein
Blick von oberhalb von St. Gilgen über den Wolfgangsee in Richtung Strobl−Bad Ischl
Wolfgangseeblick von oberhalb von St. Gilgen in südliche Richtung nach Strobl im Juli 2011
Wolfgangseepanorama von Vitz am Berg aus
Schleusenanlage am Abfluss des Wolfgangsees in Strobl
Bootsfähre nach Abersee, ein Blick zurück nach St. Wolfgang
am Fährboot, das Ufer von Abersee in Sicht
Abersee-Winter-Panoramabild

Der Wolfgangsee, auch Abersee genannt, ist einer der Salzkammergutseen im Salzkammergut im Grenzgebiet des Salzburger Flachgaus zu Oberösterreich.

Allgemeines

Der See hat eine Länge von zehn Kilometern, eine Breite von 1,9 km und misst bis zu 114 m Tiefe. Er befindet sich 538 m ü. A. und hat eine Fläche von 13,5 km².

Die Seefläche gehört − mit Ausnahme eines schmalen Streifens im Nordosten, der zu Oberösterreich gehört − zu Salzburg. Nördlich des Wolfgangsees befindet sich der Mondsee und im Nordosten der Schwarzensee und Attersee. Kleinere Zuflüsse des Wolfgangsees sind der Mühl-, Kohl- und Gunzenbach von Norden sowie der Zinkenbach von Südwesten. Die Ablagerungen des Zinkenbachs haben die Breite des Wolfgangsees bei Reith auf nur 250 m vermindert. Der Wolfgangsee wird über die Ischl zur Traun entwässert.

Berge

Im Nordosten des Wolfgangsees liegt die Falkensteinwand (795 m ü. A.) direkt am Seeufer und weiter nördlich erhebt sich der Schafberg, im Westen das Zwölferhorn und im Süden die Postalm.

Gemeinden

Im Westen St. Gilgen, im Südosten Strobl und am Nordufer des Sees St. Wolfgang.

Schifffahrt

Es gibt sommers und winters die Wolfgangseeschifffahrt, sowohl von der Salzburg AG als auch von privaten Anbietern.

Verkehr

Das Südufer des Sees ist durch die Wolfgangsee Bundesstraße (B 158) von St. Gilgen nach Bad Ischl erschlossen. Von Strobl führt eine Straße bis St. Wolfgang, in weiterer Folge eine kleine Verbindungsstraße zum St. Gilgener Ortsteil Ried, nahe der Falkensteinwand. Bei Abersee gibt es eine kurze Landesstraße, die Gschwendter Landesstraße, L 243. Von St. Gilgen an den Mondsee führt die Mondsee Straße, B 154.

Interessantes

Von 1891 und 1957 verkehrte zwischen Salzburg und Bad Ischl die Salzkammergut-Lokalbahn, genannt Ischlerbahn.

In den 1920er- und Anfang der 1930er-Jahre gab es vom Flugplatz in Salzburg-Maxglan an den Wolfgangsee einen Regionalflugverkehr nach St. Wolfgang mit dem Wasserflugzeug Junkers A-3[1].

Eines der ungewöhnlichsten Eventhotels in Österreich, das Scalaria, befindet sich in St. Wolfgang. Kern des Areals bildet ein umgebautes Schloss, das 1890 auf einem Felsen am Rande von St. Wolfgang errichtet wurde.

An der Nordostseite zwischen St. Gilgen und St. Wolfgang gibt es keine Straßenverbindung. Hier kann man nur zu Fuß gehen: von St. Gilgen aus durch den Brunnwinkl, auf dem Victor von Scheffel Steig nach Fürberg und von dort über den Falkensteinweg nach Ried am Wolfgangsee, wo wieder die Straße beginnt.

An der engsten Stelle des, zwischen der Zinkenbachmündung und St. Wolfgang befand sich um 1920 ein Leuchtturm mit einer Aussichtsplattform auf einer kleinen felsigen Insel nahe des Ufers auf der Wolfgang-Seite.

Sport

Geschichtlicher Rückblick

Bereits um 1900 besaßen alle größeren Villen am Seeufer eigene Bootshäuser für den damals schon zahlreich betriebenen Segel- und Ruderbootsport, später auch mit Motorbooten und Wasserski. Die ersten Sportruderboote tauchten in den 1880er-Jahren auf dem See auf. 1900 wurde der Ruder Club Wolfgangsee gegründet, am 17. April 1901 in Brunnwinkl der Union Yacht Club Wolfgangsee.

Zur Sommerfrische gehörte bei den vornehmeren Villen auch ein eigener Tennisplatz, Lawn Tennis genannt. Auch die gehobenen Hotels hatten solche Plätze bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Der St. Gilgener Postwirt konnte schon in den 1890er-Jahren bei seiner Seerestauration[2] ein Seebad vorweisen.

Siehe auch

Fußnoten

  1. siehe auch Ferienhort Ried
  2. Restauration war der gegen Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts gebräuchliche Ausdruck für Restaurant

Weblinks

Literaturtipp

Quellen