Stadtpfarrkirche zum hl. Antonius von Padua: Unterschied zwischen den Versionen
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* 100 Jahre St. Antonius Salzburg-Itzling - Wandel vom Dorf zum Stadtteil. Festschrift 100 Jahre Pfarrkirche zum Hl. Antonius von Padua, Salzburg Itzling, und Abschluss der Renovierungsarbeiten, 12. Oktober 2003, mit einem heimatkundlichen Spaziergang durch Itzling. Herausgeber: Römisch-katholisches Pfarramt St. Antonius, Salzburg. Salzburg 2003. | * 100 Jahre St. Antonius Salzburg-Itzling - Wandel vom Dorf zum Stadtteil. Festschrift 100 Jahre Pfarrkirche zum Hl. Antonius von Padua, Salzburg Itzling, und Abschluss der Renovierungsarbeiten, 12. Oktober 2003, mit einem heimatkundlichen Spaziergang durch Itzling. Herausgeber: Römisch-katholisches Pfarramt St. Antonius, Salzburg. Salzburg 2003. | ||
| − | * Die neue Rieger-Orgel in der Stadtpfarrkirche zum Hl. Antonius in Salzburg-Itzling. Festschrift zur Weihe der neuen Orgel. Redaktion: Johannes Holztrattner. Herausgeber: Stadtpfarre Salzburg-Itzling. Salzburg 2010. | + | * Die neue Rieger-Orgel in der Stadtpfarrkirche zum Hl. Antonius in Salzburg-Itzling. Festschrift zur Weihe der neuen Orgel am 13. Juni 2010. Redaktion: Johannes Holztrattner. Herausgeber: Stadtpfarre Salzburg-Itzling. Salzburg 2010. |
Version vom 12. Februar 2011, 11:54 Uhr
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Die Stadtpfarrkirche St. Antonius befindet sich in Salzburg-Itzling.
Geschichte
Der Bau der St. Antonius Kirche wurde 1901 begonnen, nachdem durch den großen Zuzug die Bewohner der vielen Neubauten wiederholt nach einem kirchlichen Zentrum verlangt hatten. Finanziert wurde der Kirchenbau durch großzügige Spenden von Kaiser Franz Joseph I., Erzbischof Johannes Katschthaler und dem Salzburger Rupertusverein. Für die Planung und Ausführung der im historisierenden Stil einer romanischen Basilika mit doppelbogigen Fenstern und einem hohen Mittelschiff mit hölzerner Kassettendecke errichteten Kirche zeigten sich Jakob Ceconi als Baumeister und Karl Pirich als Architekt verantwortlich.
Die Kirche besitzt eine runde Apsis und einen Kirchturm mit steilem Pyramidendach. Der Platz abseits der lauten "Itzlinger Hauptstraße" und nächst dem heutigen Veronaplatz schien für den Kirchenbau ideal. Nach ihrer Fertigstellung im Jahr 1903 wurde die Kirche im Rahmen eines großen Gemeindefestes von Erzbischof Katschthaler dem Heiligen Antonius von Padua geweiht.
Seit 1912 ist die Kirche eine eigene Pfarrkirche. [1]
Orgel
Bei einem US-amerikanischen Bombenangriff auf Salzburg am 20. Jänner 1945 wurde der hintere Eingangsbereich der Kirche und die Empore samt der Orgel zerstört. In der Nachkriegszeit wurde im linken Apsisbereich der Kirche eine einmanualige Orgel (11 Manual- und 2 Pedalregister) errichtet, deren Spieltisch sich nahe dem rechten vorderen Arkadenbogen des rechten Seitenschiffs befand. In der Folgezeit entschloss sich die Pfarre aber auch wieder zur Errichtung einer Orgel auf der hinteren Empore, die mit der Apsisorgel koppelbar war, aber nie vollständig ausgebaut wurde. Diese Orgel (7 Manualregister) war Wirkungsstätte des Langzeitorganisten Dr. Ernst Melzer (gestorben 27. Mai 1984), der u. a. als Präsident am Landesgericht Salzburg auch über 60 Jahre vor allem in Itzling kirchenmusikalisch tätig war. Im Zuge der Kirchenrenovierung wurde die altersschwache Apsisorgel im Jahre 2002 abgetragen. Da die nun noch bestehende Orgel auf der Empore nicht mehr den kirchenmusikalischen Erfordernissen entsprach, begann die Pfarre, ein neues Instrument anzuschaffen. Eine endgültige Auftragserteilung erfolgte am 11. Juni 2008 an das Orgelbauunternehmen Rieger in Vorarlberg. Die neue, romantisch orientierte Rieger-Orgel mit 31 klingenden Registern, zwei Manualen, Schwellwerk und elektronischem Setzersystem wurde beim Gottesdienst zum Patroziniumsfest am 13. Juni 2010 von Erzbischof Alois Kothgasser geweiht.
Geläute
Das heutige vierstimmige Geläute wurde am Himmelfahrtstag, 27. Mai 1954, von Erzbischof Andreas Rohracher geweiht. Es besteht aus der Marienglocke (ca. 1000 kg, Ton: E), der Antoniusglocke (ca. 570 kg, Ton: G), der Johannes- oder Rupertusglocke (ca. 425 kg, Ton: A) und der Schutzengelglocke (ca. 250 kg, Ton: C).
Das erste Geläute der Kirche (1903) musste im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen werden, das gleiche Schicksal erlebte das 1923 von der Glockengießerei Oberascher in Kasern angeschaffte zweite Geläute mit Ausnahme der Josefsglocke, die die Wirren der Zeit bis heute überdauerte.
Das kleine cyrillische Glöckchen, das 1945 verwaist auf dem Salzburger Hauptbahnhof gefunden und dessen Herkunft nie geklärt werden konnte, kam zu Beginn der 1990er Jahre in die Georgskirche auf der Festung Hohensalzburg.
Bis 1992 mussten die Turmuhr und das Schlagwerk (Viertelstunden- und Stundenschläge) täglich händisch aufgezogen werden. Das Uhrwerk ist eine handwerkliche Kostbarkeit der J. Mannhardt´schen Königlich Bayrischen Hof-Thurmuhrfabrik in München.
Die Seelsorger der St.-Antonius-Kirche
Itzling als Expositur der Pfarre Gnigl von 1904 bis 1912
- Josef Führnkranz (1904 - 1907)
- Gabriel Kellinger (1907 - 1911)
- Josef Kepplinger (1911 - 1912)
Itzling als eigene Pfarre seit 1912
- Josef Kepplinger (1912 - 1937)
- Peter Paul Bramböck (1937 - 1949)
- Johann Vogl (1949 - 1990)
- Ernst Pöttler (seit 1990)
Quellen
- 100 Jahre St. Antonius Salzburg-Itzling - Wandel vom Dorf zum Stadtteil. Festschrift 100 Jahre Pfarrkirche zum Hl. Antonius von Padua, Salzburg Itzling, und Abschluss der Renovierungsarbeiten, 12. Oktober 2003, mit einem heimatkundlichen Spaziergang durch Itzling. Herausgeber: Römisch-katholisches Pfarramt St. Antonius, Salzburg. Salzburg 2003.
- Die neue Rieger-Orgel in der Stadtpfarrkirche zum Hl. Antonius in Salzburg-Itzling. Festschrift zur Weihe der neuen Orgel am 13. Juni 2010. Redaktion: Johannes Holztrattner. Herausgeber: Stadtpfarre Salzburg-Itzling. Salzburg 2010.
- ↑ 100 Jahre St. Antonius Salzburg-Itzling. Wandel vom Dorf zum Stadtteil. Festschrift 100 Jahre Pfarrkirche zum Hl. Antonius von Padua. Salzburg 2003. S. 12 ff.