Ostpreußen: Unterschied zwischen den Versionen
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:: Das Dorf '''Hohensalzburg''' lag im ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit, nahe dem Ort Kraupischken, und trug bis [[1938]] den Namen ''Lengwethen''. Es war ein typisches „Salzburgerkoloniedorf“ in Ostpreußen, das vor der Ankunft der heimatvertriebenen Protestanten zur Wüstung verkommen war und von den Salzburger Emigranten [[1732]] wieder besiedelt und aufgebaut wurde. Im Jahr ihrer Ankunft erbauten die Salzburger Neusiedler auch eine einfach ausgeführte Kirche, die nach [[1945]] zeitweise als Kulturzentrum genutzt wurde und erst nach der Jahrtausendwende einem Brand zum Opfer fiel. Der Kirchenbau beherbergte einen schmucklosen Kanzelaltar und eine kleine Orgel aus dem Jahre [[1858]]. Die Taufschale aus Messing war von den Salzburgern aus ihrer [[Bundesland Salzburg|alten Heimat]] mitgebracht worden. | :: Das Dorf '''Hohensalzburg''' lag im ostpreußischen Landkreis Tilsit-Ragnit, nahe dem Ort Kraupischken, und trug bis [[1938]] den Namen ''Lengwethen''. Es war ein typisches „Salzburgerkoloniedorf“ in Ostpreußen, das vor der Ankunft der heimatvertriebenen Protestanten zur Wüstung verkommen war und von den Salzburger Emigranten [[1732]] wieder besiedelt und aufgebaut wurde. Im Jahr ihrer Ankunft erbauten die Salzburger Neusiedler auch eine einfach ausgeführte Kirche, die nach [[1945]] zeitweise als Kulturzentrum genutzt wurde und erst nach der Jahrtausendwende einem Brand zum Opfer fiel. Der Kirchenbau beherbergte einen schmucklosen Kanzelaltar und eine kleine Orgel aus dem Jahre [[1858]]. Die Taufschale aus Messing war von den Salzburgern aus ihrer [[Bundesland Salzburg|alten Heimat]] mitgebracht worden. | ||
:: Neben der Kirche erhielten sich aus der Salzburger Zeit nach der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 nur wenige heruntergekommene Gebäude. [[1939]] lebten in Hohensalzburg 364 Einwohner, die fast ausschließlich von den Salzburger Emigranten aus den [[1730er]]-Jahren abstammten. Nach dem [[ | :: Neben der Kirche erhielten sich aus der Salzburger Zeit nach der Flucht und Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945 nur wenige heruntergekommene Gebäude. [[1939]] lebten in Hohensalzburg 364 Einwohner, die fast ausschließlich von den Salzburger Emigranten aus den [[1730er]]-Jahren abstammten. Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] verkam der Ort zu einer an einer Straßenkreuzung gelegenen Ansammlung weniger Häuser, die den russischen Namen ''Lunino'' erhielt und heute zur Kleinstadt ''Uljanowo'' (Kraupischken) gehört. | ||
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