Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 6. April 2010, 07:23 Uhr
Friedrich VI. Fürst zu Schwarzenberg (* 6. April 1809 in Wien; † 27. März 1885 ebenda) war von 1835 bis 1850 Erzbischof von Salzburg.
Leben
Friedrich Johann Joseph Cölestin Fürst zu Schwarzenberg war Sohn des Joseph Johann Fürsten zu Schwarzenberg (* 1769, † 1833) und der Prinzessin Pauline Caroline d'Arenberg (* 1774, † 1810).
1826 begann er nach Absolvierung des Philosophischen Cursus ein Studium der Rechte an der Universität Wien.
1827 bis 1831 studierte er Theologie, und zwar bis 1830 in Salzburg – wo der spätere Wiener Kardinalerzbischof Rauscher zu seinen Lehrern gehörte –, von 1830 bis 1831 in Wien.
1833 wurde er in Salzburg zum Priester geweiht. Anschließend wirkte er als Kooperator an der Dompfarrei und Domizellar.
Erzbischof von Salzburg
1836 wählte das Domkapitel den erst 27-Jährigen zum Fürsterzbischof – nunmehr Friedrich VI. – von Salzburg. Im selben Jahr wurde er zum Doktor der Theologie promoviert.
1842 wurde ihm die Kardinalswürde verliehen.
Seine Sorge als Erzbischof galt vor allem der Förderung des Weltpriesternachwuchses, wofür er 1847 das Borromäum errichten ließ. Seine seelsorgerischen Konzepte umfassten auch Volksmissionen, Volksandachten und Exerzitien.
1841 berief er die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul nach Salzburg, deren Niederlassungen er auch aus seinen Privatmittel förderte.
Im Revolutionsjahr 1848 berief Kardinal Schwarzenberg auch seine sechs Suffraganbischöfe nach Salzburg zu einer Versammlung ein, die vom in Wien tagenden Reichstag die „Freiheit der Kirche“ forderte. Seit seiner Teilnahme an der ersten Konferenz des deutschen Episkopates, die 1848 in Würzburg (Franken, Bayern) stattfand, setzte er sich für die Bildung einer ähnlichen Zusammenkunft des österreichischen Episkopates ein; diese tagte 1849 in Wien unter seinem Vorsitz.
Am 1. Juli 1848 gründete er die Salzburger Constitutionelle Zeitung, eine katholisch-konservative Tageszeitung, die Ende 1851 wieder eingestellt wurde.
Alpinist
Fürst Schwarzenberg war auch ein begeisterter Alpinist.
1825 gelang ihm die Erstbesteigung des Großen Hundstods, 1830 der Schönfeldspitze, 1841 – zusammen mit Pfarrer Embacher und fünf Begleitern – des Wiesbachhorns.
Erzbischof von Prag
1849 wurde Fürst Schwarzenberg zum Erzbischof von Prag ernannt; 1850 erfolgte seine Translation und damit das Ende seines Salzburger Wirkens.
Quellen und Weiterführend
Für Informationen zu Friedrich VI. Fürsten zu Schwarzenberg, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel
- den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema
- von Schulte: Schwarzenberg, Friedrich Johann Josef Cölestin v.. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 33. Duncker & Humblot, Leipzig 1891, S. 295–303.
- Ursula Olschewski: Schwarzenberg, Friedrich Fürst zu. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 17, Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8, Sp. 1280–1281.
Siehe auch den Artikel „Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul“
| Vorgänger |
Salzburger Erzbischof 1835 − 1850 |
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