Anton-Wallner-Denkmal in Krimml: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:Obertauern 049.JPG|thumb|Anton-Wallner-Denkmal in Krimml]]Das '''Anton-Wallner-Denkmal''' in [[Krimml]] wurde am [[12. September]] [[1909]] enthüllt.
  
== Geschichte ==
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== Einleitung ==
Anlässlich der Enthüllung fand in [[Waltl's Gasthof]] ''Zur Post'' ein Festessen für 50 geladene Gäste statt, an dem auch  K.k. [[Landespräsident]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]] [[Levin Graf Schaffgotsch]] teilnahm.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oap&datum=1909&page=326&size=45&qid=4V4O4VV7LV4O0R1KNKV8DAHWMQWWIE anno], Österreichische Alpenpost, Ausgabe vom 1909, Seite 307</ref>
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[[Anton Wallner]], (* [[1758]] am Hinterlehen<ref>Lage siehe [http://www.austrianmap.at/amap/index.php?setTo=1%7E309884%7E370314%7E313801%7E367853%7E%40311757%7C369413%7E0%7ELAM_ETRS89%7E987%7E620 AMap]</ref> in [[Oberkrimml]]; † [[16. Februar]] [[1810]] in Wien) war einer der Schützenkommandanten und Freiheitskämpfer im [[Befreiungskriege (Überblick)|Freiheitskampf]] der Tiroler und Salzburger gegen die Franzosen und [[Bayern]]. Sein Geburtshaus liegt auf 1&nbsp;150 [[M ü. A.|m Höhe]] in der Nähe der [[Krimmler Wasserfälle]].
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Bereits [[1903]] wurde ihm zu Ehren in [[Taxenbach]] wegen seines Einsatzes beim Kampf um die ''Halbstundenbrücke'' ein Denkmal errichtet. Doch in seinem Geburtsort gab es noch keines. Dieses wurde erste 1909 enthüllt.
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== Die Enthüllung des Denkmals 1909 ==
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=== Samstag, der 11. September 1909 ===
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Am Vorabend, den [[11. September]] 1909, trafen bereits die ''auswärtigen'' Gäste aus der [[Stadt Salzburg]], [[Hallein]], [[Radstadt]], [[Lofer]], [[St. Martin bei Lofer|St. Martin]], [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]], [[Kitzbühel]], Jochberg, [[Matrei in Osttirol|Windisch-Matrei]], [[Lend]] und [[Taxenbach]] ein. Alle Gemeinden im [[Oberpinzgau]] waren reichlich beflaggt. Fast alle Veteranen und Schützenvereine hatten ihre Musikkapellen mitgebracht und zogen musizierend vom [[Krimml Bahnhof|Bahnhof Krimml]] nach Oberkrimml.
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Es waren auch viele [[Landtagsabgeordnete]] angereist. Unter ihnen Baron Fuchs, Dr. [[Artur Stölzel]], [[Alois Fürschnaller]], [[Franz Schoosleitner]] und Josef Kienpointner (aus Tirol).
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Am Abend gab es dann eine großartige Höhenbeleuchtung vom [[Wildkogel]] bis zu den Bergen um Krimml. Der Begrüßungsabend fand in ''Hofer's Saallokalitäten'' statt. Der Obmann des Anton-Wallner-Vereines, Dr. Josef Müller, begrüßte die Gäste. Von Nachfahren des Anton Wallner waren anwesende die in Absam bei Innsbruck wohnenden Schwestern Eberhart, geb. Renk, und Fräulein Angelika Renk sowie Fräulein Mizzi Ruch aus Kitzbühel. [[Bürgermeister der Gemeinde Krimml|Gemeindevorstand]] [[Simon Geisler]] begrüßte im Namen der Gemeinde und brachte ein 'Hoch' auf die Ausschussmitglieder des Anton-Wallner-Vereins, die Herren Offizial Andreas Mair aus Innsbruck und Kooperator [[Maximus Ringlschwendtner]] aus Kitzbühel aus. Diese beiden Herren hatten die ''Denkmalfrage'' ins Leben gerufen.
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Mit dem Abendzug waren noch der Salzburger [[Landespräsident]] des [[Herzogtum Salzburg|Herzogtums Salzburg]] [[Levin Graf Schaffgotsch]] in Begleitung von [[Bezirkshauptmann]] von [[Bezirkshauptmannschaft Zell am See|Zell am See]] [[Hofrat]] Dr. jur. [[Karl Dückher Freiherr von Haßlau]] als Stellvertreter Sr. kais. Hoheit Erzherzog [[Franz Ferdinand]] und [[Landeshauptmann]] Prälat [[Alois Winkler]] angekommen. Sie wurden von Dr. Müller begrüßt und gemeinsam fuhren sie noch zu den [[Krimmler Wasserfälle]]n, deren drei Kaskaden mittels Scheinwerfer elektrisch beleuchtet wurden "''...ein Schauspiel von erhebender, überwältigender Natur.''" (Zitat Quelle)
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=== Samstag, der 12. September 1909 ===
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Um 10:30 Uhr begann der Aufmarsch zum Festplatz. Den Vormittag über waren Abordnungen aus dem gesamten Oberpinzgau mit fahrplanmässigen und Sonderzügen der [[Pinzgaubahn]] gekommen. Prälat Winkler zelebrierte die Feldmesse, zu der die Musikkapelle Zell am See die Haydn'sche Messe spielte und die Schützen von Gerlos die ''Generaldecharge'' abgaben. Die Gerloser Schützen fielen besonders durch ihre prächtige Zillertaler Tracht und "''ob ihrer schneidigen, frischen Haltung.''" (Zitat Quelle)
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Nach der Messe gab es eine Ansprache von Prälat Winkler, der die Festrede des Kooperators Ringelschwendtner, dem Verfasser der "Wallner Broschüre", folgte. Seine schwungvolle Rede endete mit einem 'Hoch' auf den Kaiser, in das die ''vieltausendköpfige Menge begeistert einstimmte'' (Zitat Quelle). Mittelweile war auch schon das Denkmal enthüllt und es von Dr. Müller der Gemeinde Krimml übergeben worden. Nach einer Dankesrede des Bürgermeisters und dessen Kranzniederlegung wurden die anwesenden Verwandten von Anton Wallner begrüßt.
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==== Verwandte von Anton Wallner waren anwesend ====
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Die beiden in Absam bei Innsbruck wohnenden Schwestern Eberhart, geb. Renk, Fräulein Angelika Renk, die Schriftstellerin Susi Wallner aus Linz, die Kinder Dr. Wallners, Hr. J. Aigner aus [[Muhr]] im [[Lungau]] und Fräulein Mizzi Ruch aus Kitzbühel, die durch ihre besondere Ähnlichkeit mit Anton Wallner allgemeines Interesse weckte.
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==== Ausklang ====
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Mit der Defilierung des Festzuges - an der Spitze war eine alte Kanone mit Bedienungsmannschaft, die Bürgergarde von [[Lofer]] und die Schützenkompanie von Gerlos - endete der offizielle Teil. Es war bereits 13:30 Uhr. Im [[Waltl's Gasthof]] ''Zur Post'' fand ein Festessen für 50 geladene Gäste statt.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=oap&datum=1909&page=326&size=45&qid=4V4O4VV7LV4O0R1KNKV8DAHWMQWWIE anno], Österreichische Alpenpost, Ausgabe vom 1909, Seite 307</ref>
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
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Version vom 20. Januar 2018, 17:33 Uhr

Anton-Wallner-Denkmal in Krimml

Das Anton-Wallner-Denkmal in Krimml wurde am 12. September 1909 enthüllt.

Einleitung

Anton Wallner, (* 1758 am Hinterlehen[1] in Oberkrimml; † 16. Februar 1810 in Wien) war einer der Schützenkommandanten und Freiheitskämpfer im Freiheitskampf der Tiroler und Salzburger gegen die Franzosen und Bayern. Sein Geburtshaus liegt auf 1 150 m Höhe in der Nähe der Krimmler Wasserfälle.

Bereits 1903 wurde ihm zu Ehren in Taxenbach wegen seines Einsatzes beim Kampf um die Halbstundenbrücke ein Denkmal errichtet. Doch in seinem Geburtsort gab es noch keines. Dieses wurde erste 1909 enthüllt.

Die Enthüllung des Denkmals 1909

Samstag, der 11. September 1909

Am Vorabend, den 11. September 1909, trafen bereits die auswärtigen Gäste aus der Stadt Salzburg, Hallein, Radstadt, Lofer, St. Martin, Saalfelden, Kitzbühel, Jochberg, Windisch-Matrei, Lend und Taxenbach ein. Alle Gemeinden im Oberpinzgau waren reichlich beflaggt. Fast alle Veteranen und Schützenvereine hatten ihre Musikkapellen mitgebracht und zogen musizierend vom Bahnhof Krimml nach Oberkrimml.

Es waren auch viele Landtagsabgeordnete angereist. Unter ihnen Baron Fuchs, Dr. Artur Stölzel, Alois Fürschnaller, Franz Schoosleitner und Josef Kienpointner (aus Tirol).

Am Abend gab es dann eine großartige Höhenbeleuchtung vom Wildkogel bis zu den Bergen um Krimml. Der Begrüßungsabend fand in Hofer's Saallokalitäten statt. Der Obmann des Anton-Wallner-Vereines, Dr. Josef Müller, begrüßte die Gäste. Von Nachfahren des Anton Wallner waren anwesende die in Absam bei Innsbruck wohnenden Schwestern Eberhart, geb. Renk, und Fräulein Angelika Renk sowie Fräulein Mizzi Ruch aus Kitzbühel. Gemeindevorstand Simon Geisler begrüßte im Namen der Gemeinde und brachte ein 'Hoch' auf die Ausschussmitglieder des Anton-Wallner-Vereins, die Herren Offizial Andreas Mair aus Innsbruck und Kooperator Maximus Ringlschwendtner aus Kitzbühel aus. Diese beiden Herren hatten die Denkmalfrage ins Leben gerufen.

Mit dem Abendzug waren noch der Salzburger Landespräsident des Herzogtums Salzburg Levin Graf Schaffgotsch in Begleitung von Bezirkshauptmann von Zell am See Hofrat Dr. jur. Karl Dückher Freiherr von Haßlau als Stellvertreter Sr. kais. Hoheit Erzherzog Franz Ferdinand und Landeshauptmann Prälat Alois Winkler angekommen. Sie wurden von Dr. Müller begrüßt und gemeinsam fuhren sie noch zu den Krimmler Wasserfällen, deren drei Kaskaden mittels Scheinwerfer elektrisch beleuchtet wurden "...ein Schauspiel von erhebender, überwältigender Natur." (Zitat Quelle)

Samstag, der 12. September 1909

Um 10:30 Uhr begann der Aufmarsch zum Festplatz. Den Vormittag über waren Abordnungen aus dem gesamten Oberpinzgau mit fahrplanmässigen und Sonderzügen der Pinzgaubahn gekommen. Prälat Winkler zelebrierte die Feldmesse, zu der die Musikkapelle Zell am See die Haydn'sche Messe spielte und die Schützen von Gerlos die Generaldecharge abgaben. Die Gerloser Schützen fielen besonders durch ihre prächtige Zillertaler Tracht und "ob ihrer schneidigen, frischen Haltung." (Zitat Quelle)

Nach der Messe gab es eine Ansprache von Prälat Winkler, der die Festrede des Kooperators Ringelschwendtner, dem Verfasser der "Wallner Broschüre", folgte. Seine schwungvolle Rede endete mit einem 'Hoch' auf den Kaiser, in das die vieltausendköpfige Menge begeistert einstimmte (Zitat Quelle). Mittelweile war auch schon das Denkmal enthüllt und es von Dr. Müller der Gemeinde Krimml übergeben worden. Nach einer Dankesrede des Bürgermeisters und dessen Kranzniederlegung wurden die anwesenden Verwandten von Anton Wallner begrüßt.

Verwandte von Anton Wallner waren anwesend

Die beiden in Absam bei Innsbruck wohnenden Schwestern Eberhart, geb. Renk, Fräulein Angelika Renk, die Schriftstellerin Susi Wallner aus Linz, die Kinder Dr. Wallners, Hr. J. Aigner aus Muhr im Lungau und Fräulein Mizzi Ruch aus Kitzbühel, die durch ihre besondere Ähnlichkeit mit Anton Wallner allgemeines Interesse weckte.

Ausklang

Mit der Defilierung des Festzuges - an der Spitze war eine alte Kanone mit Bedienungsmannschaft, die Bürgergarde von Lofer und die Schützenkompanie von Gerlos - endete der offizielle Teil. Es war bereits 13:30 Uhr. Im Waltl's Gasthof Zur Post fand ein Festessen für 50 geladene Gäste statt.[2]

Quellen

  1. Lage siehe AMap
  2. Quelle anno, Österreichische Alpenpost, Ausgabe vom 1909, Seite 307