Johann III. Beckenschlager: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Als Sohn eines Schmieds geboren, war er im geistlichen Stand zunächst Propst von Pécs (Fünfkirchen, Ungarn), dann Bischof von | + | Als Sohn eines Schmieds geboren, war er im geistlichen Stand zunächst Propst von Pécs (Fünfkirchen, [[Ungarn]]), dann Bischof von Großwardein (ungarisch Nagyvárad, heute Oradea Mare), Bischof von Erlau (Ungarn, ungarisch: Eger) und schließlich [[1473]] Erzbischof von Gran (ungarisch: Esztergom) und damit Primas von Ungarn. Nachdem er beim ungarischen König in Ungnade gefallen war, verließ er [[1476]] Ungarn und wurde Berater und Geldgeber [[Kaiser Friedrich III.|Kaiser Friedrichs III.]]. |
| − | Dann wurde Beckenschlager am [[22. März]] [[1477]] Koadjutor für Bischof Leo von Spaur in Wien, ab [[1480]] auch Administrator der Erzdiözese Wien. Doch als ihm der | + | Dann wurde Beckenschlager am [[22. März]] [[1477]] Koadjutor für Bischof Leo von [[Spaur]] in Wien, ab [[1480]] auch Administrator der Erzdiözese Wien. Doch als ihm der Salzburger Erzbischofsstuhl angeboten wurde, verzichtete er. Am [[14. Jänner]] [[1482]] wurde er als ''Johann III.'' zunächst Administrator des nur nominell regierenden Erzbischofs von Salzburg und [[1487]] Erzbischof. |
| − | Da sich Johann gerne als weltlicher Kriegsherr sah, zeigte er sich gerne in voller Rüstung, mit der auch tatsächlich mit ins Feld ausrückte. Er soll über eine außerordentliche körperliche Stärke verfügt und leibliche Genüsse sehr genossen haben. (So benutzte er häufig den Geheimgang seines Vorgängers zu seinen Konkubinen) | + | Da sich Johann gerne als weltlicher Kriegsherr sah, zeigte er sich gerne in voller Rüstung, mit der er auch tatsächlich mit ins Feld ausrückte. Er soll über eine außerordentliche körperliche Stärke verfügt und leibliche Genüsse sehr genossen haben. (So benutzte er häufig den Geheimgang seines Vorgängers zu seinen Konkubinen.) Daher war Beckenschlager bei der Bevölkerung nicht sehr beliebt, die ihm wesentliche Mitschuld an vielen Kriegshandlungen (vgl. "[[Ungarischer Krieg]]") und dem damit verbundenen Elend gab. |
| − | Den größten Teil seiner Regierungszeit war Johann | + | Den größten Teil seiner Regierungszeit war Johann Beckenschlager als Diplomat Kaiser Friedrichs III. im Ausland tätig. Schon vor seiner Ernennung zum Salzburger Erzbischof hatte der Kaiser den Erzbischof [[1483]] zum Statthalter der [[Steiermark]] ernannt, dem folgte am [[21. Juni]] [[1486]] die Ernennung durch den Kaiser zum Statthalter von ([[OÖ|Ober-]] und [[NÖ|Nieder-]])[[Österreich]], [[Kärnten]], der Krain (heute [[Slowenien]]), [[Küstenland#Istrien|Istrien]] und dem Karst (beides heute Slowenien und Kroatien). |
| − | In Salzburg vertrat den Erzbischof während seiner Abwesenheit [[ | + | In Salzburg vertrat den Erzbischof während seiner Abwesenheit [[Salzburger Hofkanzler|Hofkanzler]] Bischof Georg Althaler von Chiemsee. Das letzte Lebensjahr verbrachte der schon kranke Erzbischof auf der [[Festung Hohensalzburg]], die er zielstrebig ausbauen hatte lassen. Vor allem baute er hier den Hohen Stock als Fürstenresidenz aus und errichtete Schüttkasten (zeitweilig als Wohnraum genutzt) und Arbeitshaus. |
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| − | * [http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Beckenschlager | + | * [[Wikipedia]]-Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Beckenschlager "Johann Beckenschlager] |
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Version vom 15. Januar 2012, 22:43 Uhr
Johann III. Beckenschlager (auch Johann Beckensloer, Johann Pfluger oder Johann Peckensloer) (* um 1435 in Breslau, Schlesien, Polen; † 15. Dezember 1489 in Salzburg) war Erzbischof von Salzburg.
Leben
Als Sohn eines Schmieds geboren, war er im geistlichen Stand zunächst Propst von Pécs (Fünfkirchen, Ungarn), dann Bischof von Großwardein (ungarisch Nagyvárad, heute Oradea Mare), Bischof von Erlau (Ungarn, ungarisch: Eger) und schließlich 1473 Erzbischof von Gran (ungarisch: Esztergom) und damit Primas von Ungarn. Nachdem er beim ungarischen König in Ungnade gefallen war, verließ er 1476 Ungarn und wurde Berater und Geldgeber Kaiser Friedrichs III..
Dann wurde Beckenschlager am 22. März 1477 Koadjutor für Bischof Leo von Spaur in Wien, ab 1480 auch Administrator der Erzdiözese Wien. Doch als ihm der Salzburger Erzbischofsstuhl angeboten wurde, verzichtete er. Am 14. Jänner 1482 wurde er als Johann III. zunächst Administrator des nur nominell regierenden Erzbischofs von Salzburg und 1487 Erzbischof.
Da sich Johann gerne als weltlicher Kriegsherr sah, zeigte er sich gerne in voller Rüstung, mit der er auch tatsächlich mit ins Feld ausrückte. Er soll über eine außerordentliche körperliche Stärke verfügt und leibliche Genüsse sehr genossen haben. (So benutzte er häufig den Geheimgang seines Vorgängers zu seinen Konkubinen.) Daher war Beckenschlager bei der Bevölkerung nicht sehr beliebt, die ihm wesentliche Mitschuld an vielen Kriegshandlungen (vgl. "Ungarischer Krieg") und dem damit verbundenen Elend gab.
Den größten Teil seiner Regierungszeit war Johann Beckenschlager als Diplomat Kaiser Friedrichs III. im Ausland tätig. Schon vor seiner Ernennung zum Salzburger Erzbischof hatte der Kaiser den Erzbischof 1483 zum Statthalter der Steiermark ernannt, dem folgte am 21. Juni 1486 die Ernennung durch den Kaiser zum Statthalter von (Ober- und Nieder-)Österreich, Kärnten, der Krain (heute Slowenien), Istrien und dem Karst (beides heute Slowenien und Kroatien).
In Salzburg vertrat den Erzbischof während seiner Abwesenheit Hofkanzler Bischof Georg Althaler von Chiemsee. Das letzte Lebensjahr verbrachte der schon kranke Erzbischof auf der Festung Hohensalzburg, die er zielstrebig ausbauen hatte lassen. Vor allem baute er hier den Hohen Stock als Fürstenresidenz aus und errichtete Schüttkasten (zeitweilig als Wohnraum genutzt) und Arbeitshaus.
Quelle
- Wikipedia-Artikel "Johann Beckenschlager
| Vorgänger |
Salzburger Erzbischöfe 1487 - 1489 |
Nachfolger |
[[Kategorie:Person]