Eiszeitliche Konglomerate: Unterschied zwischen den Versionen

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Konglomerat entsteht durch die [[enns:Diagenese]]<ref>{{ennswiki}}</ref> aus verfestigtem Schotter. Dabei sind gerundete klastische Sedimente, mit mehr als 50 % Kiese und Steine aus oft unterschiedlichen Gesteinsarten durch toniges, kalkiges oder kieseliges Bindemittel miteinander verkittet.<ref>Quelle [[enns:Konglomerat]]</ref>  
 
Konglomerat entsteht durch die [[enns:Diagenese]]<ref>{{ennswiki}}</ref> aus verfestigtem Schotter. Dabei sind gerundete klastische Sedimente, mit mehr als 50 % Kiese und Steine aus oft unterschiedlichen Gesteinsarten durch toniges, kalkiges oder kieseliges Bindemittel miteinander verkittet.<ref>Quelle [[enns:Konglomerat]]</ref>  
  
Die im nördlichen [[Alpenvorland]] vorkommenden geologisch jüngeren Konglomerate werden als "Nagelfluh" (der Ausdruck stammt aus dem [[schweiz]]erischen Volksmund) bezeichnet.  
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Die im nördlichen [[Alpenvorland]] vorkommenden geologisch jüngeren Konglomerate werden als "Nagelfluh" (der Ausdruck stammt aus dem [[schweiz]]erischen Volksmund) bezeichnet. Zitat Quelle ''Natur als Grenzerfahrung'':<blockquote>''[...] werden die Gesteine Salzburg in zwei Arten unterteilt: In den [[Untersberger Marmor]] und in die Salzburger Nagelfluh; letztere ist auch als Salzburger Konglomerat bekannt.[...] da die [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]] nicht ausschließlich aus der Salzburger Nagelfluh, sondern auch aus kalkalpinen Gestein bestehen. [...] Der [[Mönchsberg]] [...] Er setzt sich in erster Linie aus Salzburger Konglomerat zusammen.''</blockquote>
  
 
Vereinzelt kommt Konglomerat auch lokal an anderen Orten im [[Bundesland Salzburg]] vor.
 
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== Weblink ==
 
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* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1905&page=106&size=24 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1905,  ''Das Salzburger Conglomerat.'' von [[Heinrich Prinzinger]], k. k. Oberbergrat  
 
* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=1905&page=106&size=24 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1905,  ''Das Salzburger Conglomerat.'' von [[Heinrich Prinzinger]], k. k. Oberbergrat  
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* [https://www.zobodat.at/pdf/JbGeolReichsanst_88_0195-0205.pdf www.zobodat.at], pdf, [[Eduard Stummer]]: ''Die interglazialen Ablagerungen in den Zungenbecken der diluvialen Salzach- und Saalachgletscher.''
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* [https://www.zobodat.at/pdf/MGSL_68_0127-0138.pdf www.zobodat.at], pdf, Dr. P. [[Damasus Aigner]]: ''Der alte Salzburger See und sein Becken.''
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* [https://books.google.at/books?id=hLd9BwAAQBAJ&pg=PA543&lpg=PA543&dq=salzburger+Nagelfluh&source=bl&ots=5FkBD_q7-Z&sig=ACfU3U1IPwvRN8xmB4nqCFEN3Waso2jwLQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjJmcHG6rzmAhWm-ioKHaQ8AZYQ6AEwCHoECAkQAQ books.google.at]''Der Geologische Aufbau Österreichs''
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* [https://books.google.at/books?id=FzEukMWsE8oC&pg=PA263&lpg=PA263&dq=salzburger+Nagelfluh&source=bl&ots=m1dyHCd5It&sig=ACfU3U3hp-QQhw3izSCIhurC6Acg4vcqYQ&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwi4zsXc7LzmAhXls4sKHWbvCDsQ6AEwCXoECAoQAQ books.google.at] ''Natur als Grenzerfahrung''
 
==Quellen==
 
==Quellen==
 
* [http://www.geodienst.de/konglomerat.htm www.geodienst.at]
 
* [http://www.geodienst.de/konglomerat.htm www.geodienst.at]

Version vom 17. Dezember 2019, 15:11 Uhr

Begriffsklärungshinweis
Dieser Artikel behandelt das Salzburger Konglomerat. Der Artikel Gosau Konglomerat beschreibt eine weiteres Sedimentgestein im Salzburger Becken
Konglomeratblock, entdeckt in Maria Plain.
Datei:Am Hellbrunner Berg 06.jpg
Konglomeratfels am Hellbrunner Berg (Ostseite).
Die Pfarrkirche Wals wurde auf einem Konglomeratfelsen errichtet.

Das Salzburger Konglomerat ist ein regional auftretendes Konglomerat (lat. conglomerare = zusammenballen), Sedimentgestein aus gerundeten detritischen Komponenten, deren Korndurchmesser zwei Millimeter übersteigt (Kies oder Geröll), und einem feineren Bindemittel. Nach der Entstehungszeit (Alter) und dem Fundort können verschiedene Arten von Konglomerat unterschieden werden.

Einleitung

Univ.-Prof. Dipl.-Geograf Dr. Andreas Lang, Fachbereichleiter Geographie und Geologie an der Naturwissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg hat auf Nachfrage des Salzburgwikis[1] das Salzburger Konglomerat wie folgt erklärt:

‚Konglomerat‘ ist ein Überbegriff aus der Sedimentologie und wird global verwendet. Gosau Konglomerat ist eine Ablagerung diesen Typs, das in einer spezifischen Zeit in einem spezifischen Ablagerungsmilieu entstanden ist und nur regional begrenzt vorkommt (wie auch richtig auf der Webpage Gosau Konglomerat beschrieben). Das Salzburg Konglomerat ist auch eine Ablagerung vom Typ Konglomerat und geologisch gesehen sehr jung (aus dem Eiszeitalter) und lediglich lokal im Salzburger Becken verbreitet.

Im Salzburger Becken gibt es mindestens zwei unterschiedliche Konglomeratarten. Die eine wird in den Quellen als Konglomerat (oder auch Nagelfluh bezeichnet und hat ein Alter von etwa 1,6 Mio Jahren, die andere wird als Gosaukonglomerat bezeichnet, da im oberösterreichischen Gosau besonders schöne Funde gemacht wurden.[2]. Gosaukonglomerat hat ein Alter von etwa 80 bis 90 Mio Jahren.

Konglomerat entsteht durch die enns:Diagenese[3] aus verfestigtem Schotter. Dabei sind gerundete klastische Sedimente, mit mehr als 50 % Kiese und Steine aus oft unterschiedlichen Gesteinsarten durch toniges, kalkiges oder kieseliges Bindemittel miteinander verkittet.[4]

Die im nördlichen Alpenvorland vorkommenden geologisch jüngeren Konglomerate werden als "Nagelfluh" (der Ausdruck stammt aus dem schweizerischen Volksmund) bezeichnet. Zitat Quelle Natur als Grenzerfahrung:

[...] werden die Gesteine Salzburg in zwei Arten unterteilt: In den Untersberger Marmor und in die Salzburger Nagelfluh; letztere ist auch als Salzburger Konglomerat bekannt.[...] da die Stadtberge nicht ausschließlich aus der Salzburger Nagelfluh, sondern auch aus kalkalpinen Gestein bestehen. [...] Der Mönchsberg [...] Er setzt sich in erster Linie aus Salzburger Konglomerat zusammen.

Vereinzelt kommt Konglomerat auch lokal an anderen Orten im Bundesland Salzburg vor.

Wirtschaftliche Verwendung

Konglomerat wurde und wird als Baustoff für Fundamentmauerwerk und Tür- und Fenstergesimse verwendet. In Platten geschnitten findet er auch bei Außenwandverkleidungen Anwendung. Salzburger Konglomerat, weitverbreiteter Baustein in Salzburg, Konglomerat der Mindel-Riß-Interglazialzeit (Eiszeit), der in zahlreichen Steinbrüchen am Mönchsberg und bei Hellbrunn abgebaut wurde.[5]

Vorkommen

Bauten aus Konglomerat

Bauwerke in Konglomerat-Gestein

Bildergalerie

weitere Bilder

 Eiszeitliche Konglomerate – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

Quellen

Einzelnachweis

  1. E-Mail an Administrator Peter am 17. Dezember 2019
  2. Quelle ANNO, Salzburger Chronik, Ausgabe vom 29. Juli 1925, Seite 2
  3. Verlinkung(en) mit "enns:" beginnend führ(t)en zu Artikeln, meist mit mehreren Bildern, im EnnstalWiki, einem Schwesterwiki des SALZBURGWIKIs
  4. Quelle enns:Konglomerat
  5. Quelle www.aeiou.at