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| − | Josef | + | Josef Voithofer war der Sohn des [[Mitterberg]]er Bergknappen Martin Voithofer und seiner Frau Maria, geborene Wangler. Nach dem Besuch der [[Volksschule Goldegg|Volksschule]] arbeitete er zunächst in der [[Landwirtschaft]], bevor er [[1911]] als Oberbauarbeiter in den Dienst der [[Österreichische Bundesbahnen|k.k Staatseisenbahnen]] trat. In dieser Zeit trat er der [[SDAP|Sozialdemokratischen Partei]] bei und engagierte sich als Funktionär der Eisenbahnergewerkschaft. [[1917]] wurde er deshalb nach einer Feier zum [[1. Mai]] in [[Lend]] verhaftet und wegen Aufwiegelung angeklagt. |
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Seit 1945 gehörte er der SPÖ-Landesparteivertretung an, war Vorstandsmitglied des Österreichischen Arbeitsbauernbundes und Mitglied des [[Gemeindevertreter|Gemeinderates]] von Schwarzach im Pongau. Außerdem war er Landesobmann der [[Naturfreunde Salzburg]]. | Seit 1945 gehörte er der SPÖ-Landesparteivertretung an, war Vorstandsmitglied des Österreichischen Arbeitsbauernbundes und Mitglied des [[Gemeindevertreter|Gemeinderates]] von Schwarzach im Pongau. Außerdem war er Landesobmann der [[Naturfreunde Salzburg]]. | ||
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Version vom 28. Juli 2019, 16:58 Uhr
Josef Gandolf Voithofer (* 16. März 1895 in Goldegg; † 17. Oktober 1982 in Schwarzach im Pongau) war ein Salzburger SPÖ-Politiker und Nationalratsabgeordneter.
Leben
Josef Voithofer war der Sohn des Mitterberger Bergknappen Martin Voithofer und seiner Frau Maria, geborene Wangler. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er zunächst in der Landwirtschaft, bevor er 1911 als Oberbauarbeiter in den Dienst der k.k Staatseisenbahnen trat. In dieser Zeit trat er der Sozialdemokratischen Partei bei und engagierte sich als Funktionär der Eisenbahnergewerkschaft. 1917 wurde er deshalb nach einer Feier zum 1. Mai in Lend verhaftet und wegen Aufwiegelung angeklagt.
In der Zwischenkriegszeit wurde er technischer Inspektor der Bundesbahnen und war in vielen Funktionen für die Arbeiterbewegung tätig, so
- von 1919 bis 1934 als Vorstandsmitglied der Arbeiterkammer in Salzburg,
- als Mitglied des Aufsichtsrates der Allgemeinen Konsumgenossenschaft Salzburg,
- als Funktionär der Eisenbahnergewerkschaft und
- in der Personalvertretung der Eisenbahner,
- als Funktionär des Republikanischen Schutzbundes und
- als Mitglied des SDAP-Parteirates in Wien.
Daher wurde er in Folge des Februaraufstandes im Februar 1934 verhaftet und aus dem Dienst bei der Bundesbahn entlassen. Nach seiner Entlassung war er als Forstarbeiter tätig und erlitt bei dieser Arbeit mehrere ernste Arbeitsunfälle. Auch nach dem Anschluss wurde er inhaftiert, als er eine Kooperation mit den Nationalsozialsten ablehnte. Als er sich nach seiner Freilassung im Februar 1941 mit mehreren Sozialdemokraten in Embach getroffen hatte, wurde er erneut inhaftiert und zu einer langjährigen Zuchthausstrafe ins Konzentrationslager eingeliefert, aus dem er erst im Mai 1945 zurückkehrte.
Bei der Nationalratswahl 1945 wurde er für die SPÖ als Abgeordneter in den Nationalrat gewählt, dem er vom 19. Dezember 1945 bis zum 5. Jänner 1961 angehörte.
Seit 1945 gehörte er der SPÖ-Landesparteivertretung an, war Vorstandsmitglied des Österreichischen Arbeitsbauernbundes und Mitglied des Gemeinderates von Schwarzach im Pongau. Außerdem war er Landesobmann der Naturfreunde Salzburg.
Josef Voithofer konvertierte 1921 zur Altkatholischen Kirche, aus der er jedoch 1938 wieder austrat.
Quellen
- Homepage des Österreichischen Parlaments
- Kaut, Josef: Der steinige Weg. Geschichte der sozialistischen Arbeiterbewegung im Lande Salzburg. 2. Aufl. Salzburg (Graphia) 1982, S. 233.
- Taufbuch der Pfarre Goldegg, Band V, S. 236