Kardinal-Schwarzenberg-Haus: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Kardinal-Schwarzenberg-Haus''' ist ein Gebäude am [[Kapitelplatz]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]].
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[[Datei:Strassermühle in Salzburg Kapitelplatz, Aufn. ca. um 1930.jpg|thumb|historische Aufnahme]]
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Das '''Kardinal-Schwarzenberg-Haus''' ist ein [[Domherrenhäuser|Domherrenhaus]] am [[Kapitelplatz]] Nr. 3 in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Es steht unter [[Denkmalschutz]].
  
Das ehemalige ''Granarium'', der fürsterzbischöfliche Kornspeicher wurde kürzlich zu einem ''Speicher des Wissens'' umgestaltet und nach dem späteren Kardinal [[Erzbischof]] [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg|Friedrich Fürst zu Schwarzenberg]] ([[1809]] - [[1880]]) benannt. Im Speicher des Wissens befindet sich neben dem Domarchiv und Räumen für das [[Dommuseum]] auch ein großer zeitgemäßer Übe-Raum für die Dommusik.
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== Das Gebäude ==
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Es bildet mit den Häusern Kapitelplatz 4 und 5 einen einheitlichen Baukörper mit Innenhof und Hofgebäude.
  
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== Geschichte ==
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Das [[Wappen]] aus dem Jahr [[1695]] auf der Stirnseite des Gebäudes, sagt, dass es sich bei diesem Gebäude um das ehemalige ''Granarium Metropolitici Capituli Salisburgensis'', kurz ''Granarium'' genannt, den [[Getreidekasten|Kornspeicher]] des [[Domkapitel]]s handelt.
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[[2003]] wurde es zu einem ''Speicher des Wissens'' umgestaltet und nach dem späteren Kardinal (Fürst)[[Erzbischof]] [[Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg|Friedrich Fürst zu Schwarzenberg]] (* 1809; † 1885) benannt. Im ''Speicher des Wissens'' befindet sich neben dem [[Archiv der Erzdiözese Salzburg]] auch ein großer zeitgemäßer Proberaum für die [[Salzburger Dommusik|Dommusik]].
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[[Datei:2018 09 02 Kardinal-Schwarzenberg-Haus Kapitelplatz Salzburg.jpg|thumb|Das Kardinal-Schwarzenberg-Haus mit Kapitelschwemme, 2018.]]
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[[Lorenz Hübner]] nannte die Gebäude Kapitelplatz 4 und 5 im Jahr [[1792]] als Wohngebäude des Kapitelsyndikus und des Kapitelkastners. Remisen (Wagenställe) waren im Erdgeschoss, Wohnräume in den Obergeschossen untergebracht. Im Jahr [[1811]] wurde das [[Domkapitel]] durch die [[Königreich Bayern|bayrische]] Regierung [[Säkularisierung|säkularisiert]] und so wurde das Gebäude als Getreidekasten überflüssig. [[1830]] kaufte Georg Bichler das Kastenverwalterhaus und errichtete darin eine Groß-Fuhrwerkerei. Ihm folgte [[1840]] Johann Blüml und [[1851]] [[Bartholomäus Angelberger]]. In Folge der sich immer mehr ausbreitenden Automobile gingen die Fuhrwerksbetriebe sukzessive zurück. Zuletzt musste auch die Angelberger'sche Lohn-Kutscherei samt dem Postfuhrwerk den Betrieb Anfang der [[1920er]]-Jahre einstellen. Dann befand sich noch die [[Domgarage]] in den Gebäuden.
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In den Jahren [[2005]] und [[2006]] wurde das Gebäude von der [[Heimat Österreich]] generalsaniert. Ein Subunternehmen dabei war das Spezial-Tiefbohrunternehmen [[Insond]]. Am [[12. Mai]] 2006 fand eine feierliche Eröffnung statt, tags darauf ein "Tag der offenen Türe" für die Salzburger Bevölkerung.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=Rqrdc%2FIGyb4Tjb69owiR5DVD6h%2F4Ob2xQcfufSCEPkOiBWwY8PXnz7EfC5ng1vjWDnZBfRp0wltANaKQnne1wy0hO7FVlgMMKG%2B0FzCXuqRhl4fBcZFT4hMtbqX6bs7X&id1=lo20060527_14&q=Insond#slide96 sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten" Ausgabe vom 27. Mai 2006, [[Salzburger Nachrichten Lokalteil|Lokalteil]] Seite 14</ref>
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== Ehemalige Betriebe ==
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Im Gebäude Nr. 5 befand sich einst das k.k. [[Poststallamt der Familie Angelberger]]. Bis zum Umbau des Gebäudes im Jahr 2003 war im Gebäude Nr. 4 die [[Domgarage]].
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== Quellen ==
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* [https://eds.at/archiv/home eds.at Archiv der Erzdiözese Salzburg]
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* kirchen.net/upload/19807_FestschriftKSH.pdf Festschrift anlässlich der Eröffnung 2006, Link war bei einer Überprüfung am 13. November 2025 nicht mehr abrufbar
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* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19330603&query=%22Eder%22&seite=9 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe vom 3. Juni 1930, Seite 9
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== Einzelnachweis ==
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
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[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
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[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Gebäude]]
 
[[Kategorie:Gebäude]]
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[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]

Aktuelle Version vom 13. November 2025, 16:21 Uhr

historische Aufnahme

Das Kardinal-Schwarzenberg-Haus ist ein Domherrenhaus am Kapitelplatz Nr. 3 in der Altstadt der Stadt Salzburg. Es steht unter Denkmalschutz.

Das Gebäude

Es bildet mit den Häusern Kapitelplatz 4 und 5 einen einheitlichen Baukörper mit Innenhof und Hofgebäude.

Geschichte

Das Wappen aus dem Jahr 1695 auf der Stirnseite des Gebäudes, sagt, dass es sich bei diesem Gebäude um das ehemalige Granarium Metropolitici Capituli Salisburgensis, kurz Granarium genannt, den Kornspeicher des Domkapitels handelt.

2003 wurde es zu einem Speicher des Wissens umgestaltet und nach dem späteren Kardinal (Fürst)Erzbischof Friedrich Fürst zu Schwarzenberg (* 1809; † 1885) benannt. Im Speicher des Wissens befindet sich neben dem Archiv der Erzdiözese Salzburg auch ein großer zeitgemäßer Proberaum für die Dommusik.

 
Das Kardinal-Schwarzenberg-Haus mit Kapitelschwemme, 2018.

Lorenz Hübner nannte die Gebäude Kapitelplatz 4 und 5 im Jahr 1792 als Wohngebäude des Kapitelsyndikus und des Kapitelkastners. Remisen (Wagenställe) waren im Erdgeschoss, Wohnräume in den Obergeschossen untergebracht. Im Jahr 1811 wurde das Domkapitel durch die bayrische Regierung säkularisiert und so wurde das Gebäude als Getreidekasten überflüssig. 1830 kaufte Georg Bichler das Kastenverwalterhaus und errichtete darin eine Groß-Fuhrwerkerei. Ihm folgte 1840 Johann Blüml und 1851 Bartholomäus Angelberger. In Folge der sich immer mehr ausbreitenden Automobile gingen die Fuhrwerksbetriebe sukzessive zurück. Zuletzt musste auch die Angelberger'sche Lohn-Kutscherei samt dem Postfuhrwerk den Betrieb Anfang der 1920er-Jahre einstellen. Dann befand sich noch die Domgarage in den Gebäuden.

In den Jahren 2005 und 2006 wurde das Gebäude von der Heimat Österreich generalsaniert. Ein Subunternehmen dabei war das Spezial-Tiefbohrunternehmen Insond. Am 12. Mai 2006 fand eine feierliche Eröffnung statt, tags darauf ein "Tag der offenen Türe" für die Salzburger Bevölkerung.[1]

Ehemalige Betriebe

Im Gebäude Nr. 5 befand sich einst das k.k. Poststallamt der Familie Angelberger. Bis zum Umbau des Gebäudes im Jahr 2003 war im Gebäude Nr. 4 die Domgarage.

Quellen

Einzelnachweis

  1. sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten" Ausgabe vom 27. Mai 2006, Lokalteil Seite 14