Heizkraftwerk Salzburg Mitte: Unterschied zwischen den Versionen
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Im September [[1987]] wurde eine neue Rauchgas-Reinigungsanlage eingesetzt, die den massiven Schwefeldioxid-Ausstoß des Kraftwerks senken sollte. | Im September [[1987]] wurde eine neue Rauchgas-Reinigungsanlage eingesetzt, die den massiven Schwefeldioxid-Ausstoß des Kraftwerks senken sollte. | ||
| − | Kurz vor der Fusion von Stadtwerken und [[SAFE]] zum Landesenergieversorger Salzburg AG planten die Stadtwerke den Neubau der Anlage: Am [[31. März]] [[1999]] wurden die alten Kraftwerksanlagen abgeschaltet. Wenige Wochen später begannen am [[19. April]] die Abbrucharbeiten. 55 | + | Kurz vor der Fusion von Stadtwerken und [[SAFE]] zum Landesenergieversorger Salzburg AG planten die Stadtwerke den Neubau der Anlage: Am [[31. März]] [[1999]] wurden die alten Kraftwerksanlagen abgeschaltet. Wenige Wochen später begannen am [[19. April]] die Abbrucharbeiten. 55 000 Kubikmeter Abfall fielen beim Abriss an. |
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| − | Bereits während der Bauphase kam das vom [[Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg]] genehmigte Projekt wegen seiner architektonischen Ausführung häufig in die Schlagzeilen. Viele sahen in dem Bau einen Schandfleck vor der prächtigen Kulisse der [[Altstadt]]. [[2002]] platzte die Vergabe des [[Landes-Architekturpreis]]es, weil die Jury ein Betriebsgebäude auf dem Gelände des HKW Mitte vorgeschlagen hatte, was [[Landeshauptmann]] [[Franz Schausberger]] nicht | + | Bereits während der Bauphase kam das vom [[Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg]] genehmigte Projekt wegen seiner architektonischen Ausführung häufig in die Schlagzeilen. Viele sahen in dem Bau einen Schandfleck vor der prächtigen Kulisse der [[Altstadt]]. [[2002]] platzte die Vergabe des [[Architekturpreis des Landes Salzburg|Landes-Architekturpreis]]es, weil die Jury ein Betriebsgebäude auf dem Gelände des HKW Mitte vorgeschlagen hatte, was [[Landeshauptmann]] [[Franz Schausberger]] nicht goutierte. Einen alternativen Sieger wollte aber die [[Initiative Architektur]] nicht akzeptieren. |
Der Neubau verschlang insgesamt über 100 Millionen Euro und stellt das bislang größte Investitionsvorhaben der Salzburg AG dar. | Der Neubau verschlang insgesamt über 100 Millionen Euro und stellt das bislang größte Investitionsvorhaben der Salzburg AG dar. | ||
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Aktuelle Version vom 18. Februar 2025, 20:54 Uhr
Das Heizkraftwerk Mitte ist ein Fernwärmeheizkraftwerk der Salzburg AG am Elisabethkai in der Stadt Salzburg.
Geschichte
Mit dem Bau des ersten Heizkraftwerkes der Salzburger Stadtwerke wurde am jetzigen Standort am 24. Jänner 1955 begonnen. Die bautechnische Leitung hatte Dipl.-Ing. Wolfgang Exner senior. Nach weniger als zehn Monaten Bauzeit ging das Heizkraftwerk am 10. Oktober 1955 in Betrieb. Es versorgte 45 Jahre lang zahlreiche Haushalte in der Stadt mit Fernwärme.
Im September 1987 wurde eine neue Rauchgas-Reinigungsanlage eingesetzt, die den massiven Schwefeldioxid-Ausstoß des Kraftwerks senken sollte.
Kurz vor der Fusion von Stadtwerken und SAFE zum Landesenergieversorger Salzburg AG planten die Stadtwerke den Neubau der Anlage: Am 31. März 1999 wurden die alten Kraftwerksanlagen abgeschaltet. Wenige Wochen später begannen am 19. April die Abbrucharbeiten. 55 000 Kubikmeter Abfall fielen beim Abriss an.
Die Arbeiten am Kraftwerk dauerten bis zur vollständigen Fertigstellung vier Jahre. Am 25. April 2003 fand die offizielle Eröffnung des von Marie-Claude Bétrix und Eraldo Consolascio geplanten Gebäudes statt.
Bereits während der Bauphase kam das vom Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg genehmigte Projekt wegen seiner architektonischen Ausführung häufig in die Schlagzeilen. Viele sahen in dem Bau einen Schandfleck vor der prächtigen Kulisse der Altstadt. 2002 platzte die Vergabe des Landes-Architekturpreises, weil die Jury ein Betriebsgebäude auf dem Gelände des HKW Mitte vorgeschlagen hatte, was Landeshauptmann Franz Schausberger nicht goutierte. Einen alternativen Sieger wollte aber die Initiative Architektur nicht akzeptieren.
Der Neubau verschlang insgesamt über 100 Millionen Euro und stellt das bislang größte Investitionsvorhaben der Salzburg AG dar.
HKW Mitte heute
Der 120 Meter lange anthrazitfarbene Betonblock des Heizkraftwerks Mitte ist als der Salzach zugewandter Teil das auffälligste Element des mit zwei Betriebsgebäuden, einem 70 Meter hohen Turm und weiteren Elementen zwischen Elisabethkai, Westbahnstrecke und Gebirgsjägerplatz eingebetteten Gesamtareals. Er wird in der Nacht blau erleuchtet.
Das Heizkraftwerk Mitte versorgt 34 000 Haushalte mit Strom und 27 000 weitere mit Wärme. Zur Kühlung bedient sich das Kraftwerk mit Salzachwasser. Rund 3000 Kubikmeter werden stündlich entnommen. Eine gesetzliche Bestimmung schreibt vor, dass die Temperatur des Wassers, wenn es wieder in den Fluss gelangt, höchstens um 10 Grad mehr haben darf als bei der Entnahme.
Technische Daten
- Kraftwerkstype: Heizkraftwerk mit GUD-Anlage
- Jahreserzeugung:
- elektrisch 314 430 MWh
- thermisch 322 485 MWh
- Engpassleistung
- elektrisch Gasturbine 54 700 kW
- elektrisch Dampfturbine 28 960 kW
- thermisch 127 000 kW
Bilder
- Heizkraftwerk Salzburg Mitte – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblink
- Lage auf www.openstreetmap.org
Quellen
- Salzburg AG
- Salzburger Nachrichten