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| + | Johann Wolfgang Hagenauer wurde am [[15. August]] [[1781]] als Sohn des Salzburger hochfürstlichen Hofbauverwalters und Architekten [[Wolfgang Hagenauer]] (Wolfgang IV. Hagenauer von Hagenau) und seiner Frau Elisabeth Gasser in Salzburg geboren. Sein Taufpate war [[Johann Lorenz Hagenauer]], ein enger Freund und Hausherr der Familie [[Mozart]]. Johann Wolfgang hielt sich in seiner Jugend oft bei seinem Vater in dessen Hofkanzlei sowie in dessen privater Zeichenschule auf, wo er die Grundkenntnisse des Zeichnens und der Wasserverbauung erlernte. Sein Onkel [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Dominikus Hagenauer|Dominikus von Hagenauer]] war voll des Lobes für das junge Talent und förderte ihn und seine Karriere. | ||
| − | + | Im Gefolge der Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen beim Wiener Kongress 1816 wurde das "weltliche" Fürsterzbistum Salzburg aufgeteilt, die Tiroler Teile der Erzdiözese - Brixen- und Zillertal kamen politisch zu Tirol, der [[Rupertiwinkel]] wurde zur Gänze bayrisch, Restsalzburg (etwa die Hälfte des ehemaligen Fürsterzbistums) kam endgültig zu Österreich. Es wurde allerdings kein eigenes Kronland sondern als Salzachkreis zum Großteil zum fünften Kreis des Erzherzogtums "Österreich ob der Enns" (heute kurz Oberösterreich genannt) degradiert. Kleinere Teile Salzburgs gingen damals an Tirol ([[Defereggental]], [[Zillertal]]). Linz war die Hauptstadt, Salzburg nur mehr eine unbedeutende Kreishauptort. Johann Wolfgang hatte die "Wasserbaukunst" unter anderem bei Carl Friedrich von Wiebeking studiert, einem bekannten deutschen Architekten und Wasserbau-Ingenieur, der von 1805 bis 1817 Königlicher Generaldirektor des gesamten bayerischen Wasser-, Brücken- und Straßenbauwesens war. Dort leitete er die Regulierung vieler südbayerischen Flüsse. Vorerst hatte Hagenauer den Posten eines K.K. Amts- und Kreis-Ingenieur im K.K. Kreis Bau Comissariat Salzburg inne. Danach wurde er zum k.k. Wasserbau-Directors befördert. 1816 übersiedelte Johann Wolfgang, wie viele der ehemaligen Salzburger, in die neue Hauptstadt Linz und wurde schließlich kaiserlich königlicher Landes-Baudirektor zu Linz. Nach Linz sollte ihm 1825 auch sein Cousin Franz de Paula II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors [[Johann Georg von Hagenauer]], folgen. | |
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| + | * Carl Friedrich von Wiebeking: Theoretisch-practische Wasserbaukunde (3 Band), München 1814 | ||
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Aktuelle Version vom 25. November 2021, 04:20 Uhr
Johann Wolfgang Hagenauer (* 15. August 1781 in der Stadt Salzburg; † 18. November 1850 in Linz) war k. k. Wasserbaudirektor, später k. k. Landes-Baudirektor in Linz. Er stammte aus dem Geschlecht der Hagenauer.
Leben
Johann Wolfgang Hagenauer wurde am 15. August 1781 als Sohn des Salzburger hochfürstlichen Hofbauverwalters und Architekten Wolfgang Hagenauer (Wolfgang IV. Hagenauer von Hagenau) und seiner Frau Elisabeth Gasser in Salzburg geboren. Sein Taufpate war Johann Lorenz Hagenauer, ein enger Freund und Hausherr der Familie Mozart. Johann Wolfgang hielt sich in seiner Jugend oft bei seinem Vater in dessen Hofkanzlei sowie in dessen privater Zeichenschule auf, wo er die Grundkenntnisse des Zeichnens und der Wasserverbauung erlernte. Sein Onkel Abt Dominikus von Hagenauer war voll des Lobes für das junge Talent und förderte ihn und seine Karriere.
Im Gefolge der Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen beim Wiener Kongress 1816 wurde das "weltliche" Fürsterzbistum Salzburg aufgeteilt, die Tiroler Teile der Erzdiözese - Brixen- und Zillertal kamen politisch zu Tirol, der Rupertiwinkel wurde zur Gänze bayrisch, Restsalzburg (etwa die Hälfte des ehemaligen Fürsterzbistums) kam endgültig zu Österreich. Es wurde allerdings kein eigenes Kronland sondern als Salzachkreis zum Großteil zum fünften Kreis des Erzherzogtums "Österreich ob der Enns" (heute kurz Oberösterreich genannt) degradiert. Kleinere Teile Salzburgs gingen damals an Tirol (Defereggental, Zillertal). Linz war die Hauptstadt, Salzburg nur mehr eine unbedeutende Kreishauptort. Johann Wolfgang hatte die "Wasserbaukunst" unter anderem bei Carl Friedrich von Wiebeking studiert, einem bekannten deutschen Architekten und Wasserbau-Ingenieur, der von 1805 bis 1817 Königlicher Generaldirektor des gesamten bayerischen Wasser-, Brücken- und Straßenbauwesens war. Dort leitete er die Regulierung vieler südbayerischen Flüsse. Vorerst hatte Hagenauer den Posten eines K.K. Amts- und Kreis-Ingenieur im K.K. Kreis Bau Comissariat Salzburg inne. Danach wurde er zum k.k. Wasserbau-Directors befördert. 1816 übersiedelte Johann Wolfgang, wie viele der ehemaligen Salzburger, in die neue Hauptstadt Linz und wurde schließlich kaiserlich königlicher Landes-Baudirektor zu Linz. Nach Linz sollte ihm 1825 auch sein Cousin Franz de Paula II., Sohn des hochfürstlichen Baudirektors Johann Georg von Hagenauer, folgen.
Am 29. September 1812 hatte Johann Wolfgang Hagenauer in der Wallfahrtskirche Maria Plain Leopoldine Enk von der Burg (* 1792; † 1852), die Tochter des Hofkammerrates Leopold Enk von der Burg und der Therese (geborene Straßer) geheiratet. Johann Wolfgang Hagenauer verstarb am 18. November 1850 kinderlos in Linz (St. Matthias), worauf seine Frau Landschafts-Gemälde des letzten Salzburger Hofmalers, Andreas Nesselthaler, dem Salzburger Museum Carolinum-Augusteum vermachte.
Quellen
- Franz Martin: Hundert Salzburger Familien. Verlag der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1946
- Hagenauer - der Wiener Zweig
- Carl Friedrich von Wiebeking: Theoretisch-practische Wasserbaukunde (3 Band), München 1814