Franz Tiefenbacher (Elsbethen): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Franz Tiefenbacher Sebastian Haslauer Wilfried Haslauer junior.jpg|thumb|Mit dem [[Verdienstzeichen des Landes Salzburg#Großes Verdienstzeichen|großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg]] würdigte [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] am [[8. Juli]] [[2023]] den langjährigen [[Bürgermeister der Gemeinde Elsbethen]] Franz Tiefenbacher. Im Bild die Verabschiedung Bürgermeister a. D. Franz Tiefenbacher (2. von links) neben Gattin Maria und links Bürgermeister [[Sebastian Haslauer]] mit Landeshauptmann Haslauer.]] | |||
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''' | Dipl.-Ing. '''Franz Tiefenbacher''' (* [[6. November]] [[1955]]) ist ein ehemaliger [[Bürgermeister der Gemeinde Elsbethen|Bürgermeister]] ([[ÖVP]]) der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Elsbethen]]. | ||
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Franz Tiefenbacher | === Wahlerfolge === | ||
Franz Tiefenbacher wurde im Jahr [[1994]] erstmals zum Bürgermeister gewählt. Schon bei seinem ersten Antritt hatte seine Partei mit einer Abspaltung, der [[Unabhängige Liste Elsbethen|Unabhängigen Liste für Elsbethen]], zu kämpfen, und büßte gegenüber den [[Gemeindevertretungswahlen_1989_(Flachgau)#Elsbethen|Gemeindevertretungswahlen 1989]] stattliche 12 % an Stimmen ein. Er selbst schrammte in der Bürgermeisterwahl nur recht knapp an der Stichwahl vorbei, baute aber über die Jahre einen bequemen Stimmenvorsprung auf: [[Gemeindevertretungs-_und_Bürgermeisterwahlen_1994_(Flachgau)#Elsbethen.2C_B.C3.BCrgermeisterwahl 1994|1994]]: 50,8 % (ÖVP: 48,1 %), [[Gemeindevertretungs-_und_Bürgermeisterwahlen_1999_(Flachgau)#Elsbethen.2C_B.C3.BCrgermeisterwahl 1999|1999]]: 56,2 % (ÖVP: 43,0 %), [[Gemeindevertretungs-_und_Bürgermeisterwahlen_2004_(Flachgau)#Elsbethen.2C_B.C3.BCrgermeisterwahl 2004|2004]]: 68,3 % (ÖVP: 50,1 %), [[Gemeindevertretungs-_und_Bürgermeisterwahlen_2009_(Flachgau)#Elsbethen.2C_B.C3.BCrgermeisterwahl_2009|2009]]: 64,6 % (ÖVP: 52,0 %), [[Gemeindevertretungs-_und_Bürgermeisterwahlen_2014_(Flachgau)#Elsbethen.2C_B.C3.BCrgermeisterwahl_2014|2014]]: 60,2 % (ÖVP: 50,7 %). | |||
Tiefenbacher trat vehement gegen den Bau eines neuen [[Red Bull Arena|Fußballstadions]] in Elsbethens Nachbargemeinde [[Puch]] auf, einen Plan, der Ende der [[1990er]]-Jahre kursierte. Ebenso hartnäckig setzte er sich für den Erhalt der [[Rainerkaserne]] in [[Glasenbach]] | Einen Dämpfer setzte es dann im Jahr 2019: Tiefenbacher erreichte im [[Gemeindevertretungs-_und_Bürgermeisterwahlen_2019_(Flachgau)#Elsbethen.2C_B.C3.BCrgermeisterwahl|ersten Wahlgang]] bei vier Gegenkandidaten nur 47,8 % der Stimmen, wurde aber schließlich in der der [[Bürgermeisterwahlen 2019|Stichwahl]] mit 55,4 % der Stimmen wiedergewählt. Seine Partei sackte auf 43,5 % ab und verlor damit wieder die absolute Mehrheit in der [[Gemeindevertretung]]. | ||
Die Vorgeschichte dieses Rückschlags begann mit der Listenerstellung für die Gemeindevertretungswahl, in deren Zuge Tiefenbacher einige ihm als "unloyal" erscheinende Mitstreiter von der Liste strich, die daraufhin mit der Konkurrenzliste "[[Wählergemeinschaft für Elsbethen]]" einen Wahlerfolg landeten. Vor der Stichwahl erhielt Tiefenbacher von Bundeskanzler Kurz mit einem Kurzvideo (38 Sekunden) Wahlhilfe. | |||
Im Juli [[2023]] übergab Tiefenbacher nach 29 Jahren das Amt des Bürgermeisters an den bisherigen Vizebürgermeister [[Sebastian Haslauer]] (ÖVP). | |||
Tiefenbacher trat vehement gegen den Bau eines neuen [[Red Bull Arena|Fußballstadions]] in Elsbethens Nachbargemeinde [[Puch bei Hallein]] auf, einen Plan, der Ende der [[1990er]]-Jahre kursierte. Ebenso hartnäckig setzte er sich für den Erhalt der [[Rainerkaserne]] in [[Glasenbach]], und als sie sie ab [[2008]] doch zum Verkauf anstand, erfolgreich dafür ein, dass Teile des Baubestandes unter [[Denkmalschutz]] gestellt wurden. Tiefenbacher grenzte seine Gemeinde deutlich von der angrenzenden [[Stadt Salzburg]] und deren Interessen ab. | |||
In Tiefenbachers "Regentschaft" fallen unter anderem der Gemeindezentrumsbau mit Seniorenwohnhaus und Bibliothek, der Neubau von Bau- und Recyclinghof, die Übernahme des [[Museum zum Pulvermacher|Museums zum Pulvermacher]] durch die Gemeinde, die [[Gaisberg (Berg)|Gaisberg]]-[[Trinkwasser]]leitung, die Errichtung des Kindergartens und der Neubau mehrerer Sportanlagen. Noch 2023 wurden in seiner Amtszeit Wildbachverbauungsprojekte und ein neues [[räumliches Entwicklungskonzept]] auf den Weg gebracht. | |||
== Auszeichnung == | |||
Mit dem [[Verdienstzeichen des Landes Salzburg#Großes Verdienstzeichen|Großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg]] würdigte [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] am [[8. Juli]] 2023 Franz Tiefenbacher. | |||
== Weblink == | |||
*[https://www.facebook.com/oevpelsbethen/ Facebook-Auftritt der ÖVP Elsbethen] > [https://www.facebook.com/oevpelsbethen/videos/2255107224510902/ Kurz‑Video (38 sec)] | |||
== Quellen == | |||
* [[Salzburger Nachrichten]] | |||
* SALZBURGWIKI-Artikel | |||
* [[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom 8. Juli 2023: [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=68696 Großes Verdienstzeichen für Franz Tiefenbacher] | |||
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Aktuelle Version vom 16. September 2024, 17:39 Uhr


Dipl.-Ing. Franz Tiefenbacher (* 6. November 1955) ist ein ehemaliger Bürgermeister (ÖVP) der Flachgauer Gemeinde Elsbethen.
Politik
Wahlerfolge
Franz Tiefenbacher wurde im Jahr 1994 erstmals zum Bürgermeister gewählt. Schon bei seinem ersten Antritt hatte seine Partei mit einer Abspaltung, der Unabhängigen Liste für Elsbethen, zu kämpfen, und büßte gegenüber den Gemeindevertretungswahlen 1989 stattliche 12 % an Stimmen ein. Er selbst schrammte in der Bürgermeisterwahl nur recht knapp an der Stichwahl vorbei, baute aber über die Jahre einen bequemen Stimmenvorsprung auf: 1994: 50,8 % (ÖVP: 48,1 %), 1999: 56,2 % (ÖVP: 43,0 %), 2004: 68,3 % (ÖVP: 50,1 %), 2009: 64,6 % (ÖVP: 52,0 %), 2014: 60,2 % (ÖVP: 50,7 %).
Einen Dämpfer setzte es dann im Jahr 2019: Tiefenbacher erreichte im ersten Wahlgang bei vier Gegenkandidaten nur 47,8 % der Stimmen, wurde aber schließlich in der der Stichwahl mit 55,4 % der Stimmen wiedergewählt. Seine Partei sackte auf 43,5 % ab und verlor damit wieder die absolute Mehrheit in der Gemeindevertretung.
Die Vorgeschichte dieses Rückschlags begann mit der Listenerstellung für die Gemeindevertretungswahl, in deren Zuge Tiefenbacher einige ihm als "unloyal" erscheinende Mitstreiter von der Liste strich, die daraufhin mit der Konkurrenzliste "Wählergemeinschaft für Elsbethen" einen Wahlerfolg landeten. Vor der Stichwahl erhielt Tiefenbacher von Bundeskanzler Kurz mit einem Kurzvideo (38 Sekunden) Wahlhilfe.
Im Juli 2023 übergab Tiefenbacher nach 29 Jahren das Amt des Bürgermeisters an den bisherigen Vizebürgermeister Sebastian Haslauer (ÖVP).
Tiefenbacher trat vehement gegen den Bau eines neuen Fußballstadions in Elsbethens Nachbargemeinde Puch bei Hallein auf, einen Plan, der Ende der 1990er-Jahre kursierte. Ebenso hartnäckig setzte er sich für den Erhalt der Rainerkaserne in Glasenbach, und als sie sie ab 2008 doch zum Verkauf anstand, erfolgreich dafür ein, dass Teile des Baubestandes unter Denkmalschutz gestellt wurden. Tiefenbacher grenzte seine Gemeinde deutlich von der angrenzenden Stadt Salzburg und deren Interessen ab.
In Tiefenbachers "Regentschaft" fallen unter anderem der Gemeindezentrumsbau mit Seniorenwohnhaus und Bibliothek, der Neubau von Bau- und Recyclinghof, die Übernahme des Museums zum Pulvermacher durch die Gemeinde, die Gaisberg-Trinkwasserleitung, die Errichtung des Kindergartens und der Neubau mehrerer Sportanlagen. Noch 2023 wurden in seiner Amtszeit Wildbachverbauungsprojekte und ein neues räumliches Entwicklungskonzept auf den Weg gebracht.
Auszeichnung
Mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg würdigte Landeshauptmann Wilfried Haslauer junior am 8. Juli 2023 Franz Tiefenbacher.
Weblink
Quellen
- Salzburger Nachrichten
- SALZBURGWIKI-Artikel
- Salzburger Landeskorrespondenz vom 8. Juli 2023: Großes Verdienstzeichen für Franz Tiefenbacher
| Vorgänger |
Bürgermeister von Elsbethen 1994–2023 |
Nachfolger |