Schloss Frohnburg: Unterschied zwischen den Versionen

K (Linkfix, typo, Bilder neu geordnet, + Bild, + Kat., - Kat. Salzburg)
K (Linkfix)
 
(42 dazwischenliegende Versionen von 4 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Schloss Frohnburg, mit Nebengebäude.jpg|thumb|Frohnburg mit Nebengebäude]]
+
[[Datei:Schloss Frohnburg Luftbild.jpg|thumb|Luftbild der Gesamtanlage von Schloss Frohnburg, links die [[Hellbrunner Allee]].]]
[[Bild:Frohnburg_01.jpg|thumb|Vorplatz zur Hellbrunner Allee]]
+
'''Schloss Frohnburg''', auch Fronburg oder Schloss Kuenburg, ist ein historisches Gebäude im Süden der [[Stadt Salzburg]]. Es zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.
[[Bild:Frohnburg_03.jpg|thumb|Detail über Eingang von der Hellbrunner Allee]]
 
[[Datei:Schloss Frohnburg, mit Park.jpg|thumb|Frohnburg mit Park, Ostansicht]]
 
[[Datei:Fronburg Meierhof.jpg|thumb|der Meierhof neben der Fronburg]]
 
Die '''Frohnburg''', die als ein landschaftliches und kulturhistorisches Kleinod idyllisch am Stadtrand von [[Salzburg]] an der  [[Hellbrunner Allee]] liegt, wurde [[2003]] renoviert. Der Ausbau nach Norden im gleichen Jahr war ist kulturhistorisch problematisch, da er die historische Einheit entfremdet.  
 
  
==Geschichte==
+
== Einleitung ==
Um 1620 als kleinerer Bau (bestehend aus dem Schlösschen, dem Lustgarten und der Meierei) erbaut, war es anfangs im Besitz des Freiherrn Kuenburg,  dann des Freiherrn Froberg und zwischen 1670 und 1960 wieder ununterbrochen der Grafen von [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Kuenburg]]. In der Bausubstanz stammt das Schloss aus der Zeit 1670/80, als [[Johann Josef Graf von Kuenburg]] das Schloss neu gestaltete und erweiterte.
+
Schloss Frohnburg befindet sich als ein kulturhistorisches Kleinod östlich der [[Hellbrunner Allee]] im Osten des Stadtteils [[Morzg]]. Es wurde zuletzt [[2003]] renoviert. Ein Erweiterungsbau im Norden des Gebäudes im selben Jahr ist kulturhistorisch problematisch, da er die historische Einheit entfremdet.
  
1960 erwarb die Republik Österreich das Schloss um die Räumlichkeiten für das [[Carl-Orff-Institut]] zu adaptieren. Später kam hier ein Studentenheim dazu. Bis heute ist das Schloss Teil der [[Universität Mozarteum]].
+
[[Datei:Schloss Frohnburg, mit Nebengebäude.jpg|thumb|Frohnburg mit Nebengebäude.]]
  
Die Wappenkartusche über dem Eingangsportal im Osten erinnert auch  heute an die Zeit der Kuenburger. Das Schloss ist allseitig von einer hohen Mauer umgeben.
+
== Geschichte ==
 +
Um [[1620]] als kleinerer Bau (bestehend aus dem Schlösschen, dem Lustgarten und der [[Meierhof der Frohnburg]]) erbaut, war es anfangs im Besitz des Freiherrn Kuenburg, dann des Freiherrn Froberg und zwischen [[1670]] und [[1960]] wieder ununterbrochen der Grafen von [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Kuenburg]]. In der Bausubstanz stammt das Schloss aus der Zeit 1670/[[1680]], als Johann Josef Graf von [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Kuenburg]] das Schloss neu gestaltete und erweiterte.
  
==Schlossgarten und Schlosshof==
+
[[1960]] erwarb die [[Republik Österreich]] das Schloss um die Räumlichkeiten für das [[Carl Orff Institut Salzburg]] zu adaptieren. Später kam noch ein Studentenheim dazu. Bis heute beherbergt es Teile der [[Universität Mozarteum]].
Der Schlosshof ist an der Westseite des Schlosses (Alleeseite) ausgeführt. Das schmiedeeiserne Einfahrtstor an der Hellbrunner Allee  von beiderseitigen Pförtner- und Gärtnerhäuschen flankiert, stammt aus  dem [[17. Jahrhundert]].
 
  
Das Schloss mit dem einst prachtvollen [[Barock|barocken]] Schlossgarten blickt nach Osten zur [[Salzach]] hin. Vom barocken Schlossgarten sind vor allem  zwei geometrische Gartenweiher, die zentrale Brunnenschale (um 1954 wohl von Besatzungssoldaten eingegraben, im Jahr 2000 ausgegraben und  wiederhergestellt) erhalten. Bemerkenswert ist auch der Wandbrunnen mit der Darstellung eines Delphins, ein Mädchen umschlingend.
+
[[1965]] war das Schloss einer der Drehorte für den Film ''[[The Sound of Music (Film)|The Sound of Music]]''. Dabei stellte die Vorderseite des Schlosses die [[Villa Trapp|Villa]] der [[Trapp-Familie|Familie Trapp]] dar, die sich real aber im [[Salzburger Stadtteil]] [[Aigen]] befindet.
  
Die einst landschaftsprägende baumbestandene Schlossachse in die Grafenau (auch [[Herrenau]] oder [[Josefiau]] genannt), ist teilweise erkennbar, und heute als asymmetrische Zuckerahornallee ausgeführt. Die einstige Brücke in der Schlossachse über den einstigen [[Eschenbach]] ist heute nur mehr ansatzweise zu erkennen und von einem Parkplatz landschaftlich stark beeinträchtigt.
+
Die [[Wappen]]kartusche über dem Eingangsportal im Osten erinnert an die Zeit der [[Kuenburg]]er. Das Schloss ist von einer hohen Mauer umgeben.  
  
Über eine Wiederbelebung des Eschenbaches wurde ebenso wie über eine Wiederanlage des Barockgartens mehrfach nachgedacht. Sie würden das  Schlossensemble der Fronburg entscheidend aufwerten.
+
Bemerkenswert ist auch der Wandbrunnen mit der Darstellung der Najade Arethusa, die von einem Delphins umschlungen wird. Siehe dazu [[Delphinbrunnen Frohnburg]].
  
==Der Meierhof==  
+
== Schlossgarten und Schlosshof ==
Der alte Hof der Fronburg-Meierei, östlich des Schlossparkes gelegen, ist vorbildlich erhalten und wird jüngst als Montessori-Kindergarten genutzt.
+
Der Schlosshof befindet sich an der Westseite des Schlosses (Alleeseite). Das schmiedeeiserne Einfahrtstor an der Hellbrunner Allee, von Pförtner- und Gärtnerhäuschen auf beiden Seiten flankiert, stammt aus dem [[17. Jahrhundert]].
  
==Die Frohnburg heute==
+
[[Datei:Frohnburg-Garten.jpg|thumb|Grundriss des barocken Lustgartens.]]
Das Schloss beherbergt heute das Studentenheim der Universität Mozarteum sowie einen Konzertsaal und einen Sitzungssaal, die für Veranstaltungen angemietet werden können.
 
  
Die Renovierung des Schlosses in den Jahren [[2002]] und 2003 ist dem [[Verein der Freunde der Universität Mozarteum Salzburg]], insbesondere dessen Präsidenten, Dr. Martin Brenner, zu verdanken. Es sind so mehr als 50 Einzel- und Doppelzimmer für Studierende entstanden, die mit modernster Einrichtung sehr gute Wohn- und Studienmöglichkeiten bieten.
+
Die Hauptfront des Schlosses mit dem davor einst prachtvollen [[barock]]en Schlossgarten<ref>[http://www.ubs.sbg.ac.at/sosa/flora/diesel05.jpg [[Universitätsbibliothek Salzburg]] - Abteilung für Sondersammlungen, [[Matthias Diesel]], 1717, Schloss Kuenburg]</ref> ist nach nach Osten zur [[Salzach]] hin ausgerichtet. Vom barocken Schlossgarten sind vor allem zwei geometrische Gartenweiher, der zentrale [[Barock-Springbrunnen Frohnburg|Barock-Springbrunnen]] (um 1954 wohl von Besatzungssoldaten eingegraben, im Jahr 2000 ausgegraben und wiederhergestellt) erhalten. Bemerkenswert ist auch der [[Delphinbrunnen Frohnburg|Wandbrunnen]] mit der Darstellung eines Delphins, ein Mädchen umschlingend.
  
==Quellen==
+
Die einst landschaftsprägende baumbestandene Schlossachse in die Grafenau (heute [[Herrenau]] und [[Josefiau]] genannt), ist teilweise erkennbar, und heute als asymmetrische Zuckerahornallee ausgeführt. Die einstige Brücke in der Schlossachse über den den heute verlandeten [[Eschenbach]] ist nur mehr ansatzweise zu erkennen und von einem Parkplatz stark beeinträchtigt. Es handelt sich um die einzige erhaltene barocke Brücke Salzburgs (!).
 +
 
 +
Über eine Wiederbelebung des [[Eschenbach]]es wurde ebenso wie über eine Wiederanlage des Barockgartens mehrfach nachgedacht. Sie würden das Schlossensemble der Frohnburg entscheidend aufwerten.
 +
 
 +
== Der Meierhof ==
 +
: ''Hauptartikel [[Meierhof der Frohnburg]]
 +
Der alte Meierhof der Frohnburg, östlich des Schlossparks, ist vorbildlich erhalten und wird jüngst als Montessori-Kindergarten genutzt.
 +
 
 +
==Schloss Frohnburg heute==
 +
Das Schloss beherbergt heute das Studentenheim der Universität Mozarteum sowie einen Konzertsaal und einen Sitzungssaal, die für Veranstaltungen angemietet werden können. Die Renovierung des Schlosses in den Jahren [[2002]] und 2003 ist dem [[Verein der Freunde der Universität Mozarteum Salzburg]], insbesondere dessen Präsidenten, Dr. [[Martin Brenner]], zu verdanken. Es sind so mehr als 50 Einzel- und Doppelzimmer für Studierende entstanden, die mit moderner Einrichtung sehr gute Wohn- und Studienmöglichkeiten bieten.
 +
 
 +
== Bilder ==
 +
{{Bildkat}}
 +
== Weblinks ==
 +
* Lage auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=2&lat=47.77727&lon=13.06102&layers=0&marker=1 digitalen Stadtplan von Salzburg]
 +
 
 +
== Quellen ==
 
* [http://www.salzburg.com/sn/sonderbeilagen/artikel/498435.html www.salzburg.com]
 
* [http://www.salzburg.com/sn/sonderbeilagen/artikel/498435.html www.salzburg.com]
* [[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus| Reinhard Medicus]]
+
* [[Benutzer:Dr. Reinhard Medicus|Dr. Reinhard Medicus]]
 +
* [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg]]
 +
* [[digitaler Stadtplan von Salzburg]]
 +
* {{wikipedia-de}}
 +
== Einzelnachweis ==
 +
<references/>
  
 +
{{SORTIERUNG: Frohnburg}}
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Salzburg Süd]]
+
[[Kategorie:Morzg]]
[[Kategorie:Herrnau]]
+
[[Kategorie:Architektur]]
 +
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 +
[[Kategorie:Gebäude]]
 +
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
 
[[Kategorie:Schloss]]
 
[[Kategorie:Schloss]]
[[Kategorie:historische Gebäude]]
+
[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Musik]]
+
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
 +
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]

Aktuelle Version vom 30. August 2025, 13:41 Uhr

Luftbild der Gesamtanlage von Schloss Frohnburg, links die Hellbrunner Allee.

Schloss Frohnburg, auch Fronburg oder Schloss Kuenburg, ist ein historisches Gebäude im Süden der Stadt Salzburg. Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Stadt.

Einleitung

Schloss Frohnburg befindet sich als ein kulturhistorisches Kleinod östlich der Hellbrunner Allee im Osten des Stadtteils Morzg. Es wurde zuletzt 2003 renoviert. Ein Erweiterungsbau im Norden des Gebäudes im selben Jahr ist kulturhistorisch problematisch, da er die historische Einheit entfremdet.

 
Frohnburg mit Nebengebäude.

Geschichte

Um 1620 als kleinerer Bau (bestehend aus dem Schlösschen, dem Lustgarten und der Meierhof der Frohnburg) erbaut, war es anfangs im Besitz des Freiherrn Kuenburg, dann des Freiherrn Froberg und zwischen 1670 und 1960 wieder ununterbrochen der Grafen von Kuenburg. In der Bausubstanz stammt das Schloss aus der Zeit 1670/1680, als Johann Josef Graf von Kuenburg das Schloss neu gestaltete und erweiterte.

1960 erwarb die Republik Österreich das Schloss um die Räumlichkeiten für das Carl Orff Institut Salzburg zu adaptieren. Später kam noch ein Studentenheim dazu. Bis heute beherbergt es Teile der Universität Mozarteum.

1965 war das Schloss einer der Drehorte für den Film The Sound of Music. Dabei stellte die Vorderseite des Schlosses die Villa der Familie Trapp dar, die sich real aber im Salzburger Stadtteil Aigen befindet.

Die Wappenkartusche über dem Eingangsportal im Osten erinnert an die Zeit der Kuenburger. Das Schloss ist von einer hohen Mauer umgeben.

Bemerkenswert ist auch der Wandbrunnen mit der Darstellung der Najade Arethusa, die von einem Delphins umschlungen wird. Siehe dazu Delphinbrunnen Frohnburg.

Schlossgarten und Schlosshof

Der Schlosshof befindet sich an der Westseite des Schlosses (Alleeseite). Das schmiedeeiserne Einfahrtstor an der Hellbrunner Allee, von Pförtner- und Gärtnerhäuschen auf beiden Seiten flankiert, stammt aus dem 17. Jahrhundert.

 
Grundriss des barocken Lustgartens.

Die Hauptfront des Schlosses mit dem davor einst prachtvollen barocken Schlossgarten[1] ist nach nach Osten zur Salzach hin ausgerichtet. Vom barocken Schlossgarten sind vor allem zwei geometrische Gartenweiher, der zentrale Barock-Springbrunnen (um 1954 wohl von Besatzungssoldaten eingegraben, im Jahr 2000 ausgegraben und wiederhergestellt) erhalten. Bemerkenswert ist auch der Wandbrunnen mit der Darstellung eines Delphins, ein Mädchen umschlingend.

Die einst landschaftsprägende baumbestandene Schlossachse in die Grafenau (heute Herrenau und Josefiau genannt), ist teilweise erkennbar, und heute als asymmetrische Zuckerahornallee ausgeführt. Die einstige Brücke in der Schlossachse über den den heute verlandeten Eschenbach ist nur mehr ansatzweise zu erkennen und von einem Parkplatz stark beeinträchtigt. Es handelt sich um die einzige erhaltene barocke Brücke Salzburgs (!).

Über eine Wiederbelebung des Eschenbaches wurde ebenso wie über eine Wiederanlage des Barockgartens mehrfach nachgedacht. Sie würden das Schlossensemble der Frohnburg entscheidend aufwerten.

Der Meierhof

Hauptartikel Meierhof der Frohnburg

Der alte Meierhof der Frohnburg, östlich des Schlossparks, ist vorbildlich erhalten und wird jüngst als Montessori-Kindergarten genutzt.

Schloss Frohnburg heute

Das Schloss beherbergt heute das Studentenheim der Universität Mozarteum sowie einen Konzertsaal und einen Sitzungssaal, die für Veranstaltungen angemietet werden können. Die Renovierung des Schlosses in den Jahren 2002 und 2003 ist dem Verein der Freunde der Universität Mozarteum Salzburg, insbesondere dessen Präsidenten, Dr. Martin Brenner, zu verdanken. Es sind so mehr als 50 Einzel- und Doppelzimmer für Studierende entstanden, die mit moderner Einrichtung sehr gute Wohn- und Studienmöglichkeiten bieten.

Bilder

  Schloss Frohnburg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblinks

Quellen

Einzelnachweis

  1. Universitätsbibliothek Salzburg - Abteilung für Sondersammlungen, Matthias Diesel, 1717, Schloss Kuenburg