Gedenkbrunnen Kaigasse: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 17. Dezember 2018, 18:48 Uhr

der Gedenkbrunnen
Karte

Der Gedenkbrunnen Kaigasse ist einer der Trinkwasserbrunnen in der Stadt Salzburg.

Lage

Er befindet sich in der Salzburger Altstadt am Anfang der Kaigasse, an der Ostseite der Neuen Residenz stehend.

Name

Der Grund seiner Stiftung, wie auch sein Schöpfer sind unbekannt. Im Laufe der Jahre erhielt der Brunnen auf Grund der angebrachten Inschrift den Namen: Gedenkbrunnen. Die lateinische Inschrift lautet: "Memorabili anno MDCCCVI" oder "Im Gedenken an das Jahr 1806"

Geschichte

1806 endete das Salzburger Kurfürstentum und Salzburg kam zum ersten Mal kurzzeitig zu Österreich. Der Jubiläumsbrunnen wurde im Jahr 1806 in der Pfeifergasse, am heutigen Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz, errichtet und von dort im Jahr 1873 in die Kaigasse verlegt [1].

Kunsthistorische Beschreibung

Eine Beschreibung von Benutzer:Thomas Schmiedbauer:

Auf einem quadratischen, in drei Stufen aufsteigenden steinernen Podest steht mittig senkrecht aufragend, der Brunnen, aufgebaut aus vier Ebenen:

Unten, ein rechteckiger Sockel mit einer halbrunden Brunnenschale; darüber ein konisch geknickter Aufsatz, gestuft und leicht breiter werdend, mit dem Halbrelief eines Mannes, einen Vollbart und Lorbeerkranz tragend und das Wasser aus seinem Munde speiend; darüber ein rechteckiger Aufsatz mit dem Wappen der Stadt Salzburg in der Mitte, seitlich flankiert von zwei Delphinen; ganz oben, eine Vase mit Deckel und umlaufenden Mäandermuster.

In seiner schlichteren, gradlinigen Formgebung markiert dieser Brunnen leicht erkennbar auch kunsthistorisch die eintretende Zeitenwende und weist sich dem Stil des Empire zugehörig aus.

Eine Beschreibung von Hans Tietze:

Der Brunnen besteht aus rosa Marmor auf zweistufigem Unterbau mit einem ungegliederten blockförmigen Sockel als Wandbrunnen gestaltet. Auf dem angebautem prismatischem Sockel zwischen profilierten Deckplatten mit rechteckigen Feldern befindet sich eine gebuckelte abgerundete Schale. Dahinter schlanker Wandaufbau von rechteckiger Grundform mit abgeschrägten Kanten. Der zweistufiger Unterbau ist mit schräg über Tropfen gestellten kannelierten Bändern gestaltet, die oben in einen Mäander enden und mit breiter Deckplatte abgedeckt sind. Im vertieften Mittelfeld bekränzte sieht man eine bärtige Maske als Wasserspeier, darüber und darunter Inschrift: Memorabili anno MDCCCV I. Der leicht geschweifte und verjüngte Aufsatz ist von Delphinen eingefasst mit vorn angeheftetem Stadtwappen in Kartusche mit Löwenmaske.

Bildergalerie

Quellen

Fußnote