Krimmler Wasserfälle: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Krimmler Wasserfälle''' der [[Krimmler Ache]] sind mit 380 m die höchsten Wasserfälle Europas und die fünft höchsten Wasserfälle der Welt. Als einziges [[Naturdenkmal]] Österreichs wurden die Krimmler Wasserfälle bereits [[1967]] mit dem [[Naturschutzdiplom]] des Europarates ausgezeichnet.  
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Die '''Krimmler Wasserfälle''' der [[Krimmler Ache]] in der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Krimml]] sind mit 380 m die höchsten Wasserfälle Europas und die fünft höchsten Wasserfälle der Welt. Als einziges [[Naturdenkmal]] Österreichs wurden die Krimmler Wasserfälle bereits [[1967]] mit dem [[Naturschutzdiplom]] des Europarates ausgezeichnet.  
  
 
== Die Wasserfälle ==
 
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== Der Wasserfallweg ==
 
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Das Naturschauspiel ist entlang des vier Kilometer langen Wasserfallwegs zu erleben. In zehn Minuten erreicht man vom Parkplatz an der [[Gerlos Alpenstraße]] den untersten Wasserfall, in 30 Minuten den mittleren Fall und nach etwa einer weiteren dreiviertel Stunde den obersten Achenfall. Insgesamt gibt zehn Aussichtskanzeln.
 
Das Naturschauspiel ist entlang des vier Kilometer langen Wasserfallwegs zu erleben. In zehn Minuten erreicht man vom Parkplatz an der [[Gerlos Alpenstraße]] den untersten Wasserfall, in 30 Minuten den mittleren Fall und nach etwa einer weiteren dreiviertel Stunde den obersten Achenfall. Insgesamt gibt zehn Aussichtskanzeln.
  
Der erste unter der Leitung von [[Albert Schett]] errichtete Weg wurde [[1879]] eröffnet, [[1900]] von der [[Österreichischer Alpenverein Sektion Warnsdorf/Krimml|Sektion Warnsdorf]] des [[Alpenverein]]s dann der heutige Weg. Aus den Einnahmen der Eintrittspreise finanziert die Sektion heute unter anderem die Instandhaltung des stark frequentierten Weges.
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==Krimmler Wasserfälle als Therapie==
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Die [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität]] Salzburg hatte in einer Untersuchung 2008 nachgewiesen, dass die Wirkung der feinen Wasserteilchen in der Luft in der Umgebung der Fälle, sog. Nano-Ionen, sich positiv auf die Heilung bei Asthma und Allergien auswirkt. Dabei hielten sich an Asthma erkrankte Kinder während eines Ferienaufenthaltes täglich eine bestimmte Zeit in der Nähe der Wasserfälle auf. Bereits ein 20minütiger Aufenthalt hat Auswirkungen auf die menschliche Lunge.
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Ein am Fuße der Krimmler Wasserfälle örtlich näher bestimmter Bereich, der als ''Ionenarena'' bezeichnet wird sowie die [[Krimmler Wasserfalltherapie]] wurden im Jahr 2015 vom [[Amt der Salzburger Landesregierung]] als ''natürliches ortgebundenes Heilvorkommen'' nach dem [[Salzburger Heilvorkommen- und Kurortegesetz]] mit Bescheid anerkannt <ref>[http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=54786 Salzburger Landeskorrespondenz], 9. Juni 2015 </ref>.  
  
Die Weggebühr betrug 2013 € 3 pro Erwachsener, Kinder von sechs bis 15 Jahre einen Euro (Mai bis Oktober). Im Sommer 2010 wurden 366&nbsp;000 Besucher gezählt.
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Eine zweite Untersuchung, die beim Gartl-Wasserfall im Gebiet der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] im Mölltal in [[Kärnten]] ebenfalls im Sommer 2008 durchgeführt wurde, bestätigte die Krimmler Erkenntnisse.
  
Im Sommer 2009 wurden erstmals seitdem vor über 100 Jahren die Wege errichtet wurden, Sitzgelegenheiten im Nahbereich des Naturdenkmals errichtet. Diese Entscheidung traf der Alpenverein aufgrund der Forschungsergebnisse, dass der Aufenthalt bei den Wasserfällen Asthma und Allergien lindert. Aufgestellt durften aber nur Bänke aus Naturstein aus der unmittelbaren Umgebung der Wasserfälle, die sozusagen mit der natürlichen Umgebung verschmelzen.
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==Fauna und Flora==
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Die ''Krimmler Wasserfälle'' sind Heimat für 62 zum Teil seltener Vogel- und 327 verschiedener Moosarten.
  
==Krimmler Wasserfälle als Therapie==
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=== Die Vegetation ===
Die [[Paracelsus Medizinische Privatuniversität]] Salzburg hatte in einer Untersuchung 2008 nachgewiesen, dass die Wirkung der feinen Wasserteilchen in der Luft in der Umgebung der Fälle, sog. Nano-Ionen, sich positiv auf die Heilung bei Asthma und Allergien auswirkt. Dabei hielten sich an Asthma erkrankte Kinder während eines Ferienaufenthaltes täglich eine bestimmte Zeit in der Nähe der Wasserfälle auf. Bereits ein 20minütiger Aufenthalt hat Auswirkungen auf die menschliche Lunge.  
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Die Krimmler Wasserfälle liegen im westlichen Wuchsgebiet des inneralpinen [[Fichte]]n- und [[Tanne]]<nowiki>nwaldgebietes</nowiki>. Da die Tanne durch [[Forstwirtschaft]] und Wildbiss weitgehend verdrängt wurde, findet man heute hauptsächlich Fichtenwälder mit verschiedenen Pflanzen im Unterwuchs. So wachsen hier
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[[Straußfarn]] (''Matteuccia struthiopteris''), [[Eberesche]] (''Sorbus aucuparia''), [[Frauenmantel]] (''Alchemilla vulgaris agg.''), [[Goldfingerkraut]] (''Potentilla aurea''), [[Studentenröschen]] (''Parnassia palustris''), u.v.m..
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Der Sprühnebel im Bereich der Wasserfälle bewirkt geringere Temperaturunterschiede im Jahresverlauf. In dieser Zone findet man besonders feuchtigkeitsliebende
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Pflanzen,wie zum Beispiel [[Farne]], [[Flechten]] und vor allem [[Moose]].
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327 verschiedene Moosarten konnten im Bereich der Krimmler Wasserfälle bestimmt werden. Davon ein Klaffmoos, 17 Torfmoose, 88 Lebermoose und 221 Laubmoose. Auf kleinstem Raum findet man also ein großes Artenspektrum mit einigen ökologischen Besonderheiten: Waldbodenmoose treten in der Sprühzone auf. Die weitere Umgebung der Krimmler Wasserfälle ist auffällig arm an Epiphyten.
  
Die Krimmler Wasserfälle bzw. ein am Fuße der Wasserfälle örtlich näher bestimmter Bereich, der als ''Ionenarena'' bezeichnet wird sowie die [[Krimmler Wasserfalltherapie]] wurden im Jahr 2015 vom [[Amt der Salzburger Landesregierung]] als ''natürliches ortgebundenes Heilvorkommen'' nach dem [[Salzburger Heilvorkommen- und Kurortegesetz]] mit Bescheid anerkannt <ref>http://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=54786|Salzburger Landeskorrespondenz, 9. Juni 2015 </ref>.  
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Im Sprühbereich kommen zahlreiche Kalkmoose vor. Die Moosvegetation ist mit zunehmendem Abstand vom Sprühbereich der Wasserfälle in charakteristischer Weise zoniert. Es konnten einige, in den Zentralalpen seltene, atlantische Moose nachgewiesen werden. Auf Silikatfelsen im extremen Sprühnebel wächst das Moos ''Blindia ascuta''. Dieses reicht am weitesten zu den Wasserfällen und bildet dort teilweise Reinbestände.
  
Eine zweite Untersuchung, die beim Gartl-Wasserfall im Gebiet der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] im Mölltal in [[Kärnten]] ebenfalls im Sommer 2008 durchgeführt wurde, bestätigte die Krimmler Erkenntnisse.
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=== Die Vogelwelt ===
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Das Gebiet um die Krimmler Wasserfälle ist aus ornithologischer Sicht besonders interessant. 62 Vogelarten, wovon neun auf der roten Liste stehen, leben in der Umgebung der Wasserfälle. Vor allem hochmontane und submontane Vogelarten,wie zum Beispiel Weidenmeise, Fichtenkreuzschnabel, Ringdrossel, Tannenhäher, Birk- und
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Auerhuhn,aber auch Waldvogelarten,die weniger an bestimmte Höhenlagen gebunden sind, z.B.: Buntspecht, Schwarzspecht, Gimpel, Tannenmeise und Rotkehlchen, sind
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hier beheimatet.
  
== WasserWelten Krimml ==
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Die KrimmlerWasserfälle bringen auch ideale Bedingungen für Spezies mit besonderen Ansprüchen. So kann man zum Beispiel die gewässergebundene Wasseramsel und die
: ''Hauptartikel: [[WasserWelten Krimml]]''
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Gebirgsstelze bewundern.
  
Die WasserWelten Krimml am Eingang zu den Krimmler Wasserfällen, präsentieren das Lebenselexier Wasser im Rahmen einer unterhaltsamen, informativen und spannenden Schau, als faszinierendes Element.
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Das gemeinsame Vorkommen verschiedener Arten wie Specht, Greife, [[Eule]] und Rauhfußhuhn,während der Brutzeit, lässt auf einen weitgehend ungestörten und naturnahen
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Zustand der Natur um die Wasserfälle schließen.
  
Dementsprechend bilden im ''Haus des Wasser'', dem Aqua-Centrum, Phänomene rund um das Wasser den thematischen Schwerpunkt. Der ''Aqua-Park'' hält für Besucher zahlreiche Wasserattraktionen und eine Kneippanlage bereit.  
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Das Vorkommen von Höhlenbrütern und Stammläufern, wie zum Beispiel dem Waldbaumläufer, weist auf einen hohen Alt- und Todholzanteil hin.  
  
==Fauna und Flora==
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== Erreichbarkeit ==
Die ''Krimmler Wasserfälle'' sind Heimat für 62 zum Teil seltener Vogel- und 327 verschiedener Moosarten.
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Von Osten aus dem Gemeindezentrum kommend erreicht man vom über die [[Krimmler Landesstraße]] noch vor der Mautstelle der [[Gerlos Alpenstraße]] und den [[WasserWelten Krimml]] zum gebührenpflichtigen Parkplatz.
  
 
==Bildergalerie==
 
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*[http://www.hohetauern.at Nationalpark Hohe Tauern]
 
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*[http://www.salzburgerland.com/tid_krimmler_wasserfaelle_17691/direktlink.html Website Salzburger Land Tourismus GmbH]
 
*[http://www.salzburgerland.com/tid_krimmler_wasserfaelle_17691/direktlink.html Website Salzburger Land Tourismus GmbH]
 
== Quellen ==
 
* Website Krimmler Wasserfälle
 
* Webiste WasserWunderWelt Krimml
 
* Website Salzburger Land Tourismus GmbH
 
*{{Quelle PiN|9. Dezember 2010}}
 
 
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[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]
 
[[Kategorie:Sehenswürdigkeit]]

Version vom 24. August 2018, 14:19 Uhr

WasserWelten Krimml und die Krimmler Wasserfälle, zwei-Minuten-Video
Krimmler Wasserfall - unterer Teil
Karte
Blick hinunter nach Krimml
Der obere Teil des Hauptfalls
oberster Fall, Senkrechtpanorama
Blick von der Gerlos Alpenstraße von einem der Parkplätze Richtung Krimmler Achental mit den Krimmler Wasserfällen

Die Krimmler Wasserfälle der Krimmler Ache in der Pinzgauer Gemeinde Krimml sind mit 380 m die höchsten Wasserfälle Europas und die fünft höchsten Wasserfälle der Welt. Als einziges Naturdenkmal Österreichs wurden die Krimmler Wasserfälle bereits 1967 mit dem Naturschutzdiplom des Europarates ausgezeichnet.

Die Wasserfälle

Die Fallhöhe der ersten Stufe, dem Oberen Fall, beträgt 140 m. Darauf folgt ein kurzes flaches Teilstück, das Schönangerl. Die zweite, 100 m hohe, Stufe bezeichnet den Mittleren Achenfall. Das Naturschauspiel schließt mit der dritten und letzten Stufe im Unteren Achenfall, mit einer Fallhöhe von mehr als 140 m.

Die Krimmler Wasserfälle werden dem Wasser der Krimmler Ache gespeist, die ein Einzugsgebiet von 110 km² mit 23 Gletschern hat. Je nach Jahreszeit fließen zwischen zehn und 83 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ins Tal. Die Wasserfracht eines durchschnittlichen Tages in der Gletscher-Schmelzperiode zwischen Mai und August, beträgt daher rund 20 000 Kubikmeter pro Stunde, im Februar kaum 500 Kubikmeter pro Stunde.

Die größte Wassermenge befördern die Wasserfälle am Abend zu Tal, da das Schmelzwasser vom Mittag dann eine Flut erzeugt. Zu Mittag liegt der Wasserfall in der Sonne, wodurch ein Niedrigwasserstand herrscht. Am wenigsten Gletscherwasser fließt in den kalten Morgenstunden.

Jährlich stürzen etwa 177 Milliarden Liter Wasser zu Tal. Das entspricht etwa der Wassermenge des Zeller Sees. Der bisher größte Abfluss wurde am 25. August 1987 während eines Hochwassers mit bis zu 600 000 Kubikmeter pro Stunde gemessen.

Der Wasserfallweg

Hauptartikel Krimmler Wasserfallweg

Das Naturschauspiel ist entlang des vier Kilometer langen Wasserfallwegs zu erleben. In zehn Minuten erreicht man vom Parkplatz an der Gerlos Alpenstraße den untersten Wasserfall, in 30 Minuten den mittleren Fall und nach etwa einer weiteren dreiviertel Stunde den obersten Achenfall. Insgesamt gibt zehn Aussichtskanzeln.

Krimmler Wasserfälle als Therapie

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg hatte in einer Untersuchung 2008 nachgewiesen, dass die Wirkung der feinen Wasserteilchen in der Luft in der Umgebung der Fälle, sog. Nano-Ionen, sich positiv auf die Heilung bei Asthma und Allergien auswirkt. Dabei hielten sich an Asthma erkrankte Kinder während eines Ferienaufenthaltes täglich eine bestimmte Zeit in der Nähe der Wasserfälle auf. Bereits ein 20minütiger Aufenthalt hat Auswirkungen auf die menschliche Lunge.

Ein am Fuße der Krimmler Wasserfälle örtlich näher bestimmter Bereich, der als Ionenarena bezeichnet wird sowie die Krimmler Wasserfalltherapie wurden im Jahr 2015 vom Amt der Salzburger Landesregierung als natürliches ortgebundenes Heilvorkommen nach dem Salzburger Heilvorkommen- und Kurortegesetz mit Bescheid anerkannt [1].

Eine zweite Untersuchung, die beim Gartl-Wasserfall im Gebiet der Hohen Tauern im Mölltal in Kärnten ebenfalls im Sommer 2008 durchgeführt wurde, bestätigte die Krimmler Erkenntnisse.

Fauna und Flora

Die Krimmler Wasserfälle sind Heimat für 62 zum Teil seltener Vogel- und 327 verschiedener Moosarten.

Die Vegetation

Die Krimmler Wasserfälle liegen im westlichen Wuchsgebiet des inneralpinen Fichten- und Tannenwaldgebietes. Da die Tanne durch Forstwirtschaft und Wildbiss weitgehend verdrängt wurde, findet man heute hauptsächlich Fichtenwälder mit verschiedenen Pflanzen im Unterwuchs. So wachsen hier Straußfarn (Matteuccia struthiopteris), Eberesche (Sorbus aucuparia), Frauenmantel (Alchemilla vulgaris agg.), Goldfingerkraut (Potentilla aurea), Studentenröschen (Parnassia palustris), u.v.m..

Der Sprühnebel im Bereich der Wasserfälle bewirkt geringere Temperaturunterschiede im Jahresverlauf. In dieser Zone findet man besonders feuchtigkeitsliebende Pflanzen,wie zum Beispiel Farne, Flechten und vor allem Moose.

327 verschiedene Moosarten konnten im Bereich der Krimmler Wasserfälle bestimmt werden. Davon ein Klaffmoos, 17 Torfmoose, 88 Lebermoose und 221 Laubmoose. Auf kleinstem Raum findet man also ein großes Artenspektrum mit einigen ökologischen Besonderheiten: Waldbodenmoose treten in der Sprühzone auf. Die weitere Umgebung der Krimmler Wasserfälle ist auffällig arm an Epiphyten.

Im Sprühbereich kommen zahlreiche Kalkmoose vor. Die Moosvegetation ist mit zunehmendem Abstand vom Sprühbereich der Wasserfälle in charakteristischer Weise zoniert. Es konnten einige, in den Zentralalpen seltene, atlantische Moose nachgewiesen werden. Auf Silikatfelsen im extremen Sprühnebel wächst das Moos Blindia ascuta. Dieses reicht am weitesten zu den Wasserfällen und bildet dort teilweise Reinbestände.

Die Vogelwelt

Das Gebiet um die Krimmler Wasserfälle ist aus ornithologischer Sicht besonders interessant. 62 Vogelarten, wovon neun auf der roten Liste stehen, leben in der Umgebung der Wasserfälle. Vor allem hochmontane und submontane Vogelarten,wie zum Beispiel Weidenmeise, Fichtenkreuzschnabel, Ringdrossel, Tannenhäher, Birk- und Auerhuhn,aber auch Waldvogelarten,die weniger an bestimmte Höhenlagen gebunden sind, z.B.: Buntspecht, Schwarzspecht, Gimpel, Tannenmeise und Rotkehlchen, sind hier beheimatet.

Die KrimmlerWasserfälle bringen auch ideale Bedingungen für Spezies mit besonderen Ansprüchen. So kann man zum Beispiel die gewässergebundene Wasseramsel und die Gebirgsstelze bewundern.

Das gemeinsame Vorkommen verschiedener Arten wie Specht, Greife, Eule und Rauhfußhuhn,während der Brutzeit, lässt auf einen weitgehend ungestörten und naturnahen Zustand der Natur um die Wasserfälle schließen.

Das Vorkommen von Höhlenbrütern und Stammläufern, wie zum Beispiel dem Waldbaumläufer, weist auf einen hohen Alt- und Todholzanteil hin.

Erreichbarkeit

Von Osten aus dem Gemeindezentrum kommend erreicht man vom über die Krimmler Landesstraße noch vor der Mautstelle der Gerlos Alpenstraße und den WasserWelten Krimml zum gebührenpflichtigen Parkplatz.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Krimmler Wasserfälle – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
 Krimmler Wasserfälle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Weblinks

Fußnoten