Verein zur Förderung der Regional Stadt Bahn Salzburg-Bayern-Oberösterreich: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Das Hauptprojekt Regionalstadtbahn Salzburg–Bayern–Oberösterreich (RSB 5) zielt auf die Errichtung einer Regionalstadtbahnlinie ab, die vom [[Königssee]] bei [[Berchtesgaden]] über die [[Stadt Salzburg]] und [[Mondsee]] bis nach [[Bad Ischl]] verlaufen soll. Die Trasse der alten [[ | + | Das Hauptprojekt Regionalstadtbahn Salzburg–Bayern–Oberösterreich (RSB 5) zielt auf die Errichtung einer Regionalstadtbahnlinie ab, die vom [[Königssee]] bei [[Berchtesgaden]] über die [[Stadt Salzburg]] und [[Mondsee]] bis nach [[Bad Ischl]] verlaufen soll. Die Trasse der alten [[Salzkammergut-Lokalbahn]] soll nur in geringem Maß genutzt werden. In der Stadt soll die Bahn entweder, wie bisher geplant, unterirdisch, oder oberirdisch als Straßenbahn geführt werden. Entscheidungshilfe soll ein Gutachten unabhängiger Fachleute sein. Weiters sollen die bestehenden Bahnstrecken durch neue Taktfahrpläne besser genutzt werden. Durch verlängerte und neue [[S-Bahn|S-Bahn-Linien]] soll auch der angrenzende Großraum zwischen [[Braunau am Inn]], [[Vöcklabruck]], Bad Ischl, Schladming, Kitzbühel, Traunstein und [[Mühldorf am Inn]] angebunden werden. Als Querverbindungen zu den Bahnen sollen Busse dienen. |
Vereins-Vizechef Gottfried Mayer hat das Detailkonzept entwickelt und verweist auf die 1,6 Millionen Menschen, die im Großraum leben. Mayers Ziel ist, allein mit der RSB 5 binnen vier Jahren auf acht Millionen Fahrgäste jährlich zu kommen. Mayer: "Das wären pro Werktag 20 000 Pkw-Fahrten weniger. Das werden alle spüren." | Vereins-Vizechef Gottfried Mayer hat das Detailkonzept entwickelt und verweist auf die 1,6 Millionen Menschen, die im Großraum leben. Mayers Ziel ist, allein mit der RSB 5 binnen vier Jahren auf acht Millionen Fahrgäste jährlich zu kommen. Mayer: "Das wären pro Werktag 20 000 Pkw-Fahrten weniger. Das werden alle spüren." | ||
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* [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=54337 Machbarkeitsstudie für eine Regionalstadtbahn in Salzburg, Ausgabe 16.3.2015]] | * [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/Index?cmd=detail_ind&nachrid=54337 Machbarkeitsstudie für eine Regionalstadtbahn in Salzburg, Ausgabe 16.3.2015]] | ||
Version vom 5. November 2016, 12:11 Uhr
Der Verein zur Förderung der Regional Stadt Bahn Salzburg-Bayern-Oberösterreich will ein Gesamtverkehrskonzept für den öffentlichen Schienenverkehr in der EuRegio erstellen. Die Bahnbefürworter orientieren sich am Verkehrskonzept der Stadt Karlsruhe.
Allgemeines
Der Verein wurde am 19. Mai 2010 vom Bürgermeister der Gemeinde Thalgau, Martin Greisberger, und dem Salzburger Unternehmer und Bahnkenner Gottfried Mayer gegründet. Mitglieder können Körperschaften und physische Einzelpersonen werden. In Salzburg sind derzeit die Gemeinden Anif, Bergheim, Eugendorf, Mattsee, Thalgau und Wals im Verein vertreten, aber auch die Bürgermeister von Elixhausen, Obertrum am See, Grödig und St. Gilgen. Weiters gehören dem Verein Stadtrat Johann Padutsch und der Vizepräsident der Arbeiterkammer Salzburg, Walter Androschin, an. Die oberösterreichischen Gemeinden St. Wolfgang und Bad Ischl sind durch ihre Bürgermeister vertreten. Auch elf bayerische Gemeinden gehören bereits dem Verein an.
Das Hauptprojekt Regionalstadtbahn Salzburg–Bayern–Oberösterreich (RSB 5) zielt auf die Errichtung einer Regionalstadtbahnlinie ab, die vom Königssee bei Berchtesgaden über die Stadt Salzburg und Mondsee bis nach Bad Ischl verlaufen soll. Die Trasse der alten Salzkammergut-Lokalbahn soll nur in geringem Maß genutzt werden. In der Stadt soll die Bahn entweder, wie bisher geplant, unterirdisch, oder oberirdisch als Straßenbahn geführt werden. Entscheidungshilfe soll ein Gutachten unabhängiger Fachleute sein. Weiters sollen die bestehenden Bahnstrecken durch neue Taktfahrpläne besser genutzt werden. Durch verlängerte und neue S-Bahn-Linien soll auch der angrenzende Großraum zwischen Braunau am Inn, Vöcklabruck, Bad Ischl, Schladming, Kitzbühel, Traunstein und Mühldorf am Inn angebunden werden. Als Querverbindungen zu den Bahnen sollen Busse dienen.
Vereins-Vizechef Gottfried Mayer hat das Detailkonzept entwickelt und verweist auf die 1,6 Millionen Menschen, die im Großraum leben. Mayers Ziel ist, allein mit der RSB 5 binnen vier Jahren auf acht Millionen Fahrgäste jährlich zu kommen. Mayer: "Das wären pro Werktag 20 000 Pkw-Fahrten weniger. Das werden alle spüren."
Die Kosten des Jahrhundertprojekts belaufen sich auf eine Milliarde Euro, eine unterirdische Variante käme etwas teurer. Greisberger relativiert: "Was ist das schon, gerechnet auf 30 oder 40 Jahre?" Erster Schritt zur Umsetzung ist eine Machbarkeitsstudie, die noch im März 2011 bei der EU eingereicht wird. Finanziert wird die Studie großteils von EU, Stadt und Land Salzburg, Freistaat Bayern und Land Oberösterreich. Einzig der Bund ziert sich noch, die fehlenden 270.000 Euro beizusteuern.
Ab Herbst 2012 sollen dann die notwendigen Trassen reserviert werden. Mayer: "Die Hälfte der neuen Schienen können auf Flächen errichtet werden, die bereits der öffentlichen Hand gehören." Seiner Rechnung nach kann der erste Zug auf der neuen Strecke ab 2021 fahren.
Linien
RSB 5
- Hauptartikel RSB 5
Neue Linie (100 km lang) von Bad Ischl über St. Gilgen, Mondsee, Thalgau und Eugendorf zum Hauptbahnhof. Von dort entweder unter- oder oberirdisch durch die Stadt (via Zentrum, Nonntal, Alpenstraße und Salzburg Süd) und weiter über Anif und Grödig bis zum Königssee.
RSB 6
Neue Linie (26 km neue Gleise) von Mattsee über Obertrum, Elixhausen, Bergheim (Lokalbahn-Einbindung) bis Salzburg-Süd.
RSB 7
Neue Linie (8 km lang) vom Hauptbahnhof nach Hagenau und ab dort als Hochbahn bzw. auf Stelzen weiter zu Messezentrum, Europark, EM-Stadion, Outlet-Center und Flughafen Salzburg.
RSB 8
Neue Linie vom Hauptbahnhof über Koppl nach Hof. Sie soll auch eine eventuelle Bahn auf den Gaisberg (RSB 81) einbinden.
Weiters sieht der Plan der Vereins auch die bessere Nutzung bestehender Gleise vor. So könnte eine S4 vom bayerischen Mühldorf bis Stainach-Irdning fahren, die Verlängerung der S2 nach Attnang-Puchheim erfolgen, Orte wie Simbach (S21) und Ruhpolding (S23) angebunden werden und die S3 bis Kitzbühel verlängert werden. Die RSB 6 könnte auch bis ins Gasteinertal weiterfahren.
Positive Machbarkeitsstudie
Am 16. März 2015 wurde von der Salzburger Landeskorrespondenz das positive Ergebnis einer umfassenden Machbarkeitsstudie für die Schaffung einer Stadt-Regionalbahn vorgestellt (siehe Weblink).
Vorstand
- Obmann: Martin Greisberger
- Obmann Stellvertreter: Gottfried Mayer
Quellen
- Salzburger Nachrichten
- Homepage