Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Pfarrkirche zum hl. Vitus in Morzg wird urkundlich erstmals im Jahr [[1139]] erwähnt. Das Gotteshaus, so wie es sich heute darstellt, ist im Wesentlichen ein Neubau. Er wurde um 1680 begonnen. Von dem alten [[Gotik|gotischen]] Kirchenbau ist nur der polygonale Chorabschluss erhalten und es blieb der Turm bestehen. [[1683]] wurde diese Kirche zu einer [[barock]]en Staffelkirche mit  etwas niedrigeren Seitenschiffen umgebaut. Der Zwiebelturm stammt von [[1764]].   
 
Die Pfarrkirche zum hl. Vitus in Morzg wird urkundlich erstmals im Jahr [[1139]] erwähnt. Das Gotteshaus, so wie es sich heute darstellt, ist im Wesentlichen ein Neubau. Er wurde um 1680 begonnen. Von dem alten [[Gotik|gotischen]] Kirchenbau ist nur der polygonale Chorabschluss erhalten und es blieb der Turm bestehen. [[1683]] wurde diese Kirche zu einer [[barock]]en Staffelkirche mit  etwas niedrigeren Seitenschiffen umgebaut. Der Zwiebelturm stammt von [[1764]].   
  
Sehenswert sind in der Kirche die Fresken, die [[Anton Faistauer]] [[1922]]/[[1923]] − teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch [[Wilhelm Kaufmann]] − schuf und die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen, weil Morzg als einziges Gotteshaus in Salzburg ein herausragendes Werk der zeitgenössischen Kunst aus der Zwischenkriegsepoche besitzt.  
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Sehenswert sind in der Kirche die Fresken, die [[Anton Faistauer]] [[1922]]/[[1923]] − teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch [[Wilhelm Kaufmann]] − schuf und die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen, weil Morzg als einziges Gotteshaus in Salzburg ein herausragendes Werk der zeitgenössischen Kunst aus der [[Zwischenkriegszeit|Zwischenkriegsepoche]] besitzt.  
  
Der gotische Hochaltar stammt von [[1480]]. Er zeigt den Heiligen Vitus als Hauptpatron der Kirche in der Mitte, den Heiligen Georg mit Drachen zu seiner Linken und den Heiligen Leonhard, der Abt mit Kette und Buch, zur Rechten. Die Außenflügel zeigen im geöffneten Zustand vier Szenen aus der Vitus-Legende.   
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Der gotische Hochaltar stammt von [[1480]]. Er zeigt den heiligen Vitus als Hauptpatron der Kirche in der Mitte, den heiligen Georg mit Drachen zu seiner Linken und den heiligen Leonhard, der Abt mit Kette und Buch, zur Rechten. Die Außenflügel zeigen im geöffneten Zustand vier Szenen aus der Vitus-Legende.   
  
 
Die Außenwand der Kirche schmückt ein [[Römer|römischer]] Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, der aus dem [[2. Jahrhundert|2.]]/[[3. Jahrhundert]] stammt.
 
Die Außenwand der Kirche schmückt ein [[Römer|römischer]] Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, der aus dem [[2. Jahrhundert|2.]]/[[3. Jahrhundert]] stammt.
  
 
== Friedhof ==
 
== Friedhof ==
Der Friedhof liegt rund um die Pfarrkirche Morzg und wird von einer schönen unregelmäßigen Steinmauer begrenzt. Unter den vielen Menschen, die hier ihre letzte Ruhe fanden, sind besonders bekannt gewesen: Landeshauptmann Dr. [[Franz Rehrl]] († 1947), Wirkl. Hofrat Landeshauptmann Dr. [[Josef Rehrl]], Direktor der [[Landeszentrum für Hör- und Sehbildung|Landestaubstummenanstalt]] († 1960), [[Tobias Reiser d. Ä.]](† 1974), Univ.-Prof. Dr. [[Hans Sedlmayr]] († 1984), Prof. [[Nora Watteck]] († 1993), Dr. [[Johannes Graf von Moy]] († 1995).
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Der Friedhof liegt rund um die Pfarrkirche Morzg und wird von einer schönen unregelmäßigen Steinmauer begrenzt. Unter den vielen Menschen, die hier ihre letzte Ruhe fanden, sind besonders bekannt gewesen:  
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* [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] († 1947),  
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* Wirkl. Hofrat Landeshauptmann Dr. [[Josef Rehrl]], Direktor der [[Landeszentrum für Hör- und Sehbildung|Landestaubstummenanstalt]] († 1960),  
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* [[Tobias Reiser d. Ä.]](† 1974),  
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* Univ.-Prof. Dr. [[Hans Sedlmayr]] († 1984),  
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* Prof. [[Nora Watteck]] († 1993),  
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* Dr. [[Johannes Graf von Moy]] († 1995);
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weitere Persönlichkeiten (Auswahl):
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* kaiserlicher Rath [[Sylvester Ritter von Paumgartten]], pensionierte Hilfsämterdirektor des Wr. k.k. Oberlandesgerichtes und Realitätenbesitzer (* 7. Mai 1821, † 9. Mai 1896)
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* Marie Gräfin Kuenburg, geborene Gräfin Saint Julien von Wallsee (* 3. Mai 1847, † 13. Juli 1908) ∞
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** Gandolf Graf Kuenburg (* 12. Mai 1841, † 2. März 1921), Geheimer Rat und Minister a. D.
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* Ida Gräfin Kuenburg (* 6. Juni 1870, † 2. Mai 1952)
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* Elisabeth Gräfin Kuenburg (* 6. Juli 1873, † 21. Jänner 1946)
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* Martha Gräfin Kuenburg (* 17. Juli 1876, † 15. Jänner 1966)
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* [[Johann Lang]] (* 1853, † 30. Juli 1913), Gastwirt "[[Gasthof zur Hölle|zur Hölle]]" und zwölf Jahr 1. Gemeinderat der Gemeinde Morzg ∞
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** Cäcilia Lang (* 1896, † 25. März 1951)
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* Elise Haubentratz, geborene Lang (* 1892, † 1968) ∞
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** Johann Huabentratz (* 1893, † 1975)
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* Dorothea Gräfin Kuenburg (22. März 1875, † 28. August 1953)
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* Freifrau Margarete Gemmell Flischbach, geborene Gräfin Kuenburg (2. August 1876, † 3. Dezember 1957)
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* Manfred Graf Clary und Aldringen (* 6. Juni 1950, † 15. Februar 2001)
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* Edmund Graf Clary und Aldringen (* 9. August 1918, † 28. Juni 1996) ∞
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** Marie-Agnes Gräfin Clary und Aldringen, geborene Freifrau von Ledeburg (* 21. November 1920, † 30. Jänner 2008)
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* Sita Gräfin Clary und Aldringen, geborene Gräfin Seilern und Aspang (* 4. August 1921, † 30. Oktober 1985) ∞
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** Carl Anton Graf Clary und Aldringen (* 15. Oktober 1919, † 27. März 1993)
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*** Maria Mühlenberg, geborene Gräfin Clary und Aldringen (* 11. November 1911, † 20. Juli 1999)
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* Dr. [[Franz Kläring]] (* 10. September 1916 in Wien; † 3. Oktober 2007 in Salzburg)
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* Josef [[Knoll]] (* 4. März ?, † 12. Februar ?)
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* Martin Knoll (* 27. Juli 1904, † 30. Aüril 1982), Bauer und Fuhrunternehmer am [[Hocheggergut]] ∞
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** Katharina Knoll (8. Jänner 1909, † 5. Jänner 1993), Bäuerin
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*** Martin Knoll (* 11. November 1931, † 5. Juli 2006)
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**** Martin Knoll (* 23. August 1958, † 18. März 1964)
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* [http://www.kirchen.net/upload/29353_Morzg.pdf ''Offizieller Kirchenführer'', Verlag St.Peter, Erzabtei St.Peter A-5010 Salzburg]
 
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* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] eigene Wahrnehmung und Besichtigung vor Ort
 
* [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]] eigene Wahrnehmung und Besichtigung vor Ort
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* Daten der Personen von den Grabsteinen (lt. Archiv [[Peter Krackowizer]])
 
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Version vom 8. November 2015, 16:17 Uhr

Pfarrkirche Morzg außen
Der Altar

Die Stadtpfarrkirche zum hl. Vitus ist eine römisch-katholische Kirche im Salzburger Stadtteil Morzg.

Geschichte

Die Pfarrkirche zum hl. Vitus in Morzg wird urkundlich erstmals im Jahr 1139 erwähnt. Das Gotteshaus, so wie es sich heute darstellt, ist im Wesentlichen ein Neubau. Er wurde um 1680 begonnen. Von dem alten gotischen Kirchenbau ist nur der polygonale Chorabschluss erhalten und es blieb der Turm bestehen. 1683 wurde diese Kirche zu einer barocken Staffelkirche mit etwas niedrigeren Seitenschiffen umgebaut. Der Zwiebelturm stammt von 1764.

Sehenswert sind in der Kirche die Fresken, die Anton Faistauer 1922/1923 − teilweise mit Hilfe von Mitarbeitern, darunter auch Wilhelm Kaufmann − schuf und die heute einen besonderen Anziehungspunkt darstellen, weil Morzg als einziges Gotteshaus in Salzburg ein herausragendes Werk der zeitgenössischen Kunst aus der Zwischenkriegsepoche besitzt.

Der gotische Hochaltar stammt von 1480. Er zeigt den heiligen Vitus als Hauptpatron der Kirche in der Mitte, den heiligen Georg mit Drachen zu seiner Linken und den heiligen Leonhard, der Abt mit Kette und Buch, zur Rechten. Die Außenflügel zeigen im geöffneten Zustand vier Szenen aus der Vitus-Legende.

Die Außenwand der Kirche schmückt ein römischer Grabstein mit der Skulptur eines Delphins, der aus dem 2./3. Jahrhundert stammt.

Friedhof

Der Friedhof liegt rund um die Pfarrkirche Morzg und wird von einer schönen unregelmäßigen Steinmauer begrenzt. Unter den vielen Menschen, die hier ihre letzte Ruhe fanden, sind besonders bekannt gewesen:

weitere Persönlichkeiten (Auswahl):

  • kaiserlicher Rath Sylvester Ritter von Paumgartten, pensionierte Hilfsämterdirektor des Wr. k.k. Oberlandesgerichtes und Realitätenbesitzer (* 7. Mai 1821, † 9. Mai 1896)
  • Marie Gräfin Kuenburg, geborene Gräfin Saint Julien von Wallsee (* 3. Mai 1847, † 13. Juli 1908) ∞
    • Gandolf Graf Kuenburg (* 12. Mai 1841, † 2. März 1921), Geheimer Rat und Minister a. D.
  • Ida Gräfin Kuenburg (* 6. Juni 1870, † 2. Mai 1952)
  • Elisabeth Gräfin Kuenburg (* 6. Juli 1873, † 21. Jänner 1946)
  • Martha Gräfin Kuenburg (* 17. Juli 1876, † 15. Jänner 1966)
  • Johann Lang (* 1853, † 30. Juli 1913), Gastwirt "zur Hölle" und zwölf Jahr 1. Gemeinderat der Gemeinde Morzg ∞
    • Cäcilia Lang (* 1896, † 25. März 1951)
  • Elise Haubentratz, geborene Lang (* 1892, † 1968) ∞
    • Johann Huabentratz (* 1893, † 1975)
  • Dorothea Gräfin Kuenburg (22. März 1875, † 28. August 1953)
  • Freifrau Margarete Gemmell Flischbach, geborene Gräfin Kuenburg (2. August 1876, † 3. Dezember 1957)
  • Manfred Graf Clary und Aldringen (* 6. Juni 1950, † 15. Februar 2001)
  • Edmund Graf Clary und Aldringen (* 9. August 1918, † 28. Juni 1996) ∞
    • Marie-Agnes Gräfin Clary und Aldringen, geborene Freifrau von Ledeburg (* 21. November 1920, † 30. Jänner 2008)
  • Sita Gräfin Clary und Aldringen, geborene Gräfin Seilern und Aspang (* 4. August 1921, † 30. Oktober 1985) ∞
    • Carl Anton Graf Clary und Aldringen (* 15. Oktober 1919, † 27. März 1993)
      • Maria Mühlenberg, geborene Gräfin Clary und Aldringen (* 11. November 1911, † 20. Juli 1999)
  • Dr. Franz Kläring (* 10. September 1916 in Wien; † 3. Oktober 2007 in Salzburg)
  • Josef Knoll (* 4. März ?, † 12. Februar ?)
  • Martin Knoll (* 27. Juli 1904, † 30. Aüril 1982), Bauer und Fuhrunternehmer am Hocheggergut
    • Katharina Knoll (8. Jänner 1909, † 5. Jänner 1993), Bäuerin
      • Martin Knoll (* 11. November 1931, † 5. Juli 2006)
        • Martin Knoll (* 23. August 1958, † 18. März 1964)

Bildergalerie

Weblinks

Quellen