Dienten am Hochkönig: Unterschied zwischen den Versionen
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Nachdem der [[Eisenerz]]<nowiki>abbau</nowiki> bereits im ausgehenden [[19. Jahrhundert]] immer unrentabler wurde, folgte [[1864]] die endgültige Einstellung des Bergbaus in Dienten. Die Bevölkerung war bis in der Folge auf die kargen Erträge aus der alpinen [[Landwirtschaft]] angewiesen. Einen Aufschwung erlebte Dienten erst wieder mit dem Einsetzen des [[Fremdenverkehr]]s. | Nachdem der [[Eisenerz]]<nowiki>abbau</nowiki> bereits im ausgehenden [[19. Jahrhundert]] immer unrentabler wurde, folgte [[1864]] die endgültige Einstellung des Bergbaus in Dienten. Die Bevölkerung war bis in der Folge auf die kargen Erträge aus der alpinen [[Landwirtschaft]] angewiesen. Einen Aufschwung erlebte Dienten erst wieder mit dem Einsetzen des [[Fremdenverkehr]]s. | ||
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Für Fremdenverkehrseinrichtungen investierte die Gemeinde immer wieder große Summen (siehe [[Investitionen der Gemeinde Dienten am Hochkönig]]). | Für Fremdenverkehrseinrichtungen investierte die Gemeinde immer wieder große Summen (siehe [[Investitionen der Gemeinde Dienten am Hochkönig]]). | ||
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Das Wappen der Gemeinde ist: „In geteiltem Schild oben in Schwarz ein wachsender rotbewehrter goldener Löwe, in seiner Rechten einen, oben links mit einer schräglinken Pfeilspitze besetzten, silbernen Ring haltend; unten von Rot und Silber geschacht.“ | Das Wappen der Gemeinde ist: „In geteiltem Schild oben in Schwarz ein wachsender rotbewehrter goldener Löwe, in seiner Rechten einen, oben links mit einer schräglinken Pfeilspitze besetzten, silbernen Ring haltend; unten von Rot und Silber geschacht.“ | ||
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==Persönlichkeiten== | ==Persönlichkeiten== | ||
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Version vom 22. Januar 2013, 21:17 Uhr
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Zell am See (ZE) |
| Fläche: | 49,74 km² |
| Geografische Koordinaten: | Koordinaten: 47° 22' N, 13° 0' O |
| Höhe: | 1071 m ü. A. |
| Einwohner: | 758 (1. Jänner 2011) |
| Postleitzahl(en): | 5652 |
| Vorwahl: | 0 64 61 |
| Gemeindekennziffer: | 50 603 |
| Gliederung Gemeindegebiet: | 3 Katastralgemeinden |
| Gemeindeamt: | 5652 Dienten am Hochkönig Dorf 22 |
| Offizielle Website: | www.dienten.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Jakob Bürgler (SPÖ) |
| Gemeinderat (2009): | 9 Mitglieder: 4 SPÖ 4 ÖVP, 1 FPÖ |
| Bevölkerungs- entwicklung | |
|---|---|
| Datum | Einwohner |
| 1869 | (ANZAHL) |
| 1880 | |
| 1890 | |
| 1900 | |
| 1910 | |
| 1923 | |
| 1934 | |
| 1939 | |
| 1951 | |
| 1961 | |
| 1971 | |
| 1991 | 862 |
| 2005 | 805 |
| 2010 | 765 |
Dienten am Hochkönig ist eine Gemeinde im Osten des Pinzgaus.
Geografie
Geografische Lage
Dienten am Hochkönig liegt am südlichen Fuße des Hochkönigs zwischen dem Saalachtal im Osten und dem Saalachtal im Westen.
Gliederung
Dienten am Hochkönig besteht aus den Katastralgemeinden Dienten (1 849,92 ha), Dientenbach (2 242,00 ha) und Schwarzenbach (882,52 ha).
Weiters wird die Gemeinde in folgende Ortsteile unterteilt:
- Berg Dienten 96
- Bodenberg 3
- Dorf Dienten 158
- Schattberg Dienten 135
- Schwarzenbach 61
- Sonnberg Dienten 347
Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.
Nachbargemeinden
Im Westen Maria Alm am Steinernen Meer, im Norden Werfen, im Osten Mühlbach am Hochkönig und Goldegg und im Süden Taxenbach.
Geschichte
Der Ort wurde erstmals 963 genannt. Der Name Dienten entwickelte sich aus dem offenbar keltischen "Tuenta" und leitet sich vom "Rivulus torrens Tuontina", dem Fluss der die alte Grenzlinie zwischen dem Pinzgau und dem Pongau markiert, ab. Bis ins 16. Jahrhundert findet sich noch die Namensform "Tuenten".
Die Besiedlung des obersten Diententales erfolgte vermutlich ab dem 8. Jahrhundert. Die ersten Aufzeichnungen über den Bergbau stammen aus der Zeit um 1200. Im 16. Jahrhundert wurde das Eisen aus Dienten aufgrund der großen Nachfrage nach Innsbruck, Vorarlberg und Berchtesgaden geliefert. Die 1732 erfolgte Ausweisung der Lutherischen durch Fürsterzbischof Leopold Freiherr von Firmian zwang auch viele Dientner Familien ihre Heimat zu verlassen. Viele dieser Exulanten siedelten sich im damals deutschen Ostpreußen an.
Nachdem der Eisenerzabbau bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert immer unrentabler wurde, folgte 1864 die endgültige Einstellung des Bergbaus in Dienten. Die Bevölkerung war bis in der Folge auf die kargen Erträge aus der alpinen Landwirtschaft angewiesen. Einen Aufschwung erlebte Dienten erst wieder mit dem Einsetzen des Fremdenverkehrs.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Berghofmuseum und Schaumühle
- Bergkirche
Wirtschaft und Infrastruktur
Fremdenverkehr
Zahlen 2011: 1 714 Gästebetten in 120 Beherbergungsbetrieben (drei Hotels 5/4 Stern, drei Hotels Dreistern, ein Hotel 2/1 Stern, elf Ferienwohnung gewerblich, 25 Privatquartier nicht auf Bauernhof, sieben Privatquartier auf Bauernhof, 53 Ferienwohnung nicht auf Bauernhof, 15 Ferienwohnung auf Bauernhof, eine sonstige Unterkunft und eine bewirtschaftete Schutzhütte).
Für Fremdenverkehrseinrichtungen investierte die Gemeinde immer wieder große Summen (siehe Investitionen der Gemeinde Dienten am Hochkönig).
Hotels in Dienten am Hochkönig
Bürgermeister
- Hauptartikel: Bürgermeister der Gemeinde Dienten am Hochkönig
Wappen
Das Wappen der Gemeinde ist: „In geteiltem Schild oben in Schwarz ein wachsender rotbewehrter goldener Löwe, in seiner Rechten einen, oben links mit einer schräglinken Pfeilspitze besetzten, silbernen Ring haltend; unten von Rot und Silber geschacht.“
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Johanna Kral (* 1913, † 2011), Med. Rat Dr., Ärztin für Allgemeinmedizin
Quellen
- Website der Gemeinde Dienten am Hochkönig
- Österreichische Ortsdatenbank
- Statistik Austria
Weblinks
| Städte und Gemeinden im Pinzgau | |
|
Stadtgemeinden:
Mittersill ∙
Saalfelden am Steinernen Meer ∙
Zell am See
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