Erzdiözese Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Erzdiözese Salzburg''' (lat. ''Archidioecesis Salisburgensis'') umfasst die [[Salzburg|Stadt]] und das [[Bundesland Salzburg]] sowie den Nordosten [[Tirol]]s.  
 
Die '''Erzdiözese Salzburg''' (lat. ''Archidioecesis Salisburgensis'') umfasst die [[Salzburg|Stadt]] und das [[Bundesland Salzburg]] sowie den Nordosten [[Tirol]]s.  
  
Als Diözese ist sie einer von neun kirchlichen Verwaltungsbezirken der Römisch-Katholischen Kirche in Österreich. Als Erzdiözese eine von zwei (neben Wien). Ihr unterstehen als [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] die Diözese Innsbruck, die Diözese Feldkirch, die Diözese Gurk-Klagenfurt und die Diözese Graz-Seckau.
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Als Diözese ist sie einer von neun kirchlichen Verwaltungsbezirken der Römisch-Katholischen Kirche in Österreich. Als Erzdiözese eine von zweien (neben Wien). Ihrem Oberhaupt unterstehen als [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] die Diözese Innsbruck, die Diözese Feldkirch, die Diözese Gurk-Klagenfurt und die Diözese Graz-Seckau.
  
 
== Leitung ==
 
== Leitung ==
Die Erzdiözese wird vom [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] geleitet. Ihm zur Seite stehen ein [[Weihbischof]], ein [[Generalvikar]] und derzeit zwei [[Bischofsvikar]]e. Ernannt wird der Bischof vom Papst, das [[Salzburger Domkapitel]] hat aber das Recht, dem Papst einen Dreiervorschlag zu unterbreiten, aus dem dieser dann auswählt.
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Die Erzdiözese wird vom [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] geleitet. Ihm zur Seite stehen ein [[Weihbischof]], ein [[Generalvikar]] und derzeit zwei [[Bischofsvikar]]e.
  
Aktuell wird die Diözese von [[Alois Kothgasser]] geleitet, Weihbischof ist [[Andreas Laun]], Generalvikar [[Hansjörg Hofer]],  Bischofsvikare sind [[Matthäus Appesbacher]] und [[Johann Reißmeier]].
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Der Erzbischof wird vom [[Salzburger Domkapitel]] (seit 1933) aus einem vom Papst vorgelegten Dreiervorschlag gewählt.
  
== Bezirke ==
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Derzeit (2012) wird die Erzdiözese noch vom aus Altersgründen scheidenden [[Alois Kothgasser]] geleitet, Weihbischof ist [[Andreas Laun]], Generalvikar [[Hansjörg Hofer]], Bischofsvikare sind [[Matthäus Appesbacher]] und [[Johann Reißmeier]].
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== Gliederung==
 
Die Erzdiözese Salzburg besteht aus 20 Dekanaten mit 210 Pfarreien, acht Seelsorgestellen und vier Wallfahrtskirchen mit eigenem Seelsorger. Von den 20 Dekanaten befinden sich 15 im Bundesland Salzburg, von diesen 15 wiederum vier in der Landeshauptstadt.  
 
Die Erzdiözese Salzburg besteht aus 20 Dekanaten mit 210 Pfarreien, acht Seelsorgestellen und vier Wallfahrtskirchen mit eigenem Seelsorger. Von den 20 Dekanaten befinden sich 15 im Bundesland Salzburg, von diesen 15 wiederum vier in der Landeshauptstadt.  
  
 
===== Stadt Salzburg =====
 
===== Stadt Salzburg =====
* [[Dekanat Salzburg-Nord ]]
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* [[Dekanat Salzburg-Nord]]
 
* [[Dekanat Salzburg-Ost]]
 
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== Zahlen ==
 
== Zahlen ==
In der Erzdiözese Salzburg gab es 2009  4916&nbsp;685 Katholiken (- 1,12 Prozent zu 2008). Das entspricht einem Anteil von 75% an der Gesamtbevölkerung des Gebiets. Knapp 300 Diözesan- und Ordenspriester versehen hier ihren Dienst, davon sind 150 Weltpriester sowie 33 Ordenspriester. 21 von ihnen kommen aus anderen Ländern, von Polen, Rumänien, Kroatien über Tansania, Kongo bis Indien und der [[Bundesrepublik Deutschland]]. Unterstützt werden die Pfarrer von 40 Diakonen und 105 Pastoralassistentinnen und -assistenten<ref>{{Quelle SN|15. Juni 2011}}</ref>.
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In der Erzdiözese Salzburg gab es 2009  4916&nbsp;685 Katholiken (-1,12 Prozent zu 2008). Das entspricht einem Anteil von 75% an der Gesamtbevölkerung des Gebiets. Knapp 300 Diözesan- und Ordenspriester versehen hier ihren Dienst, davon sind 150 Weltpriester sowie 33 Ordenspriester. 21 von ihnen kommen aus anderen Ländern, von Polen, Rumänien, Kroatien über Tansania, Kongo bis Indien und der [[Bundesrepublik Deutschland]]. Unterstützt werden die Pfarrer von 40 Diakonen und 105 Pastoralassistentinnen und -assistenten<ref>{{Quelle SN|15. Juni 2011}}</ref>.
  
 
Pastoralassistentinnen und -assistenten dürfen keine Sakramente spenden, halten aber Wortgottesdienste, leiten Begräbnisse und sind in der Erstkommunions- und Firmvorbereitung sowie in der Altenseelsorge tätig.
 
Pastoralassistentinnen und -assistenten dürfen keine Sakramente spenden, halten aber Wortgottesdienste, leiten Begräbnisse und sind in der Erstkommunions- und Firmvorbereitung sowie in der Altenseelsorge tätig.
  
 
=== Kirchenaustritte ===
 
=== Kirchenaustritte ===
Gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s setzte eine immer stärker werdende Austrittswelle ein. Verschärft durch verschiedene Skandale (sexuelle Übergriffe an Jugendliche u.a.) erreichte 2009 die Austrittswelle einen neuen Höhepunkt. Österreichweit traten 87&nbsp;393 Personen im Jahr 2009 aus der katholischen Kirche aus. Das waren um 64 Prozent mehr als 2008. Insgesamt zählt Österreich 2009 somit 5,45 Mill. Katholiken.
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Gegen Ende des [[20. Jahrhundert]]s setzte eine immer stärker werdende Austrittswelle ein. Verschärft durch verschiedene Skandale (sexuelle Übergriffe auf Jugendliche u.a.) erreichte 2009 die Austrittswelle einen neuen Höhepunkt. In Salzburg traten 2009 insgesamt 46nbsp;441 Personen der Kirche aus. Davon in den Tiroler Pfarren 16&nbsp;010 Personen. 2008 waren es 7.163, in Tirol 1&nbsp;867, somit um 2&nbsp;722 Personen mehr als 2009. Keinen einzigen Kirchenaustritt verzeichneten vier der 210 Pfarren: [[Hüttschlag]], [[Muhr]], sowie Brandberg und Thierbach im Tiroler Teil.  
 
 
In Salzburg traten 2009 insgesamt 46nbsp;441 Personen der Kirche aus. Davon in den Tiroler Pfarren 16&nbsp;010 Personen. 2008 waren es 7.163, in Tirol 1&nbsp;867, somit um 2&nbsp;722 Personen mehr als 2009. Keinen einzigen Kirchenaustritt verzeichneten vier der 210 Pfarren: [[Hüttschlag]], [[Muhr]], sowie Brandberg und Thierbach im Tiroler Teil.  
 
  
 
==== Die Austritte 2010 in Salzburg im Detail<ref>Quelle [[Salzburger Woche]] 21.Jänner 2011</ref> ====
 
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
''Hauptartikel: [[Erzbistum (Überblick)]]''
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[[Datei:Kirchenprovinz Salzburg um 798.jpg|thumb|Bayerische Kirchenprovinz und Erzbistum Salzburg im Mittelalter]]
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:''Hauptartikel: [[Erzbistum (Überblick)]]''
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Die Anfänge der Erzdiözese Salzburg liegen im späten [[7. Jahrhundert]] mit dem Auftreten des [[Rupert von Worms|hl. Rupert]]. Knapp 100 Jahre später erhob Papst Leo III. [[798]] auf Wunsch [[Karl der Große|Kaiser Karls des Großen]] den Bischof von Salzburg, [[Arno]], zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Damit ist das Erzbistum Salzburg das älteste Erzbistum des deutschsprachigen Raumes. Als Suffraganbistümer wurden Arno damals [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]] (alle in [[Bayern]]), Säben ([[Brixen]], [[Südtirol]]) und Neuburg an der Donau (Bayern) unterstellt.
  
Die Anfänge der Erzdiözese Salzburg liegen im späten [[7. Jahrhundert]] und dem Auftreten des [[Rupert von Worms|hl. Rupert]]. Knapp 100 Jahre später erhob Papst Leo III. [[798]] auf Anordnung Karls des Großen den Bischof von Salzburg, [[Arno]], zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Damit ist das Erzbistum Salzburg das älteste Erzbistum des deutschsprachigen Raumes. Als Suffraganbistümer wurden Arno damals Regensburg, Passau, Freising (alle in [[Bayern]]), Säben (Brixen, [[Südtirol]]) und Neuburg an der Donau (Bayern) unterstellt.  
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Zu unterscheiden ist die Erzdiözese vom ehemalige [[Erzstift Salzburg]], dem weltlichen Herrschaftsbereich des Erzbischofs; im 13. Jahrhundert errang der Erzbischof die Landeshoheit in einem Gebiet, das zwar etwas größer war als das heutige Landesgebiet, aber nur einen kleinen Teil der Erzdiözese umfasste.
  
Das Erzbistum Salzburg erlebte seine größte flächenmäßig Ausbreitung unter Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] ([[1365]] - [[1396]]).  
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Wesentlich verkleinert wurde die Erzdiözese, die sich zuvor bis an die [[Ungarn|ungarische]] Grenze erstreckte, im Jahr [[1786]] durch die Kirchenpolitik [[Joseph II.|Kaiser Josephs II.]], der die Diözesangrenzen in seinem Herrschaftsbereich mit den Landesgrenzen in Einklang zu bringen trachtete. So wurde die Salzburger Landesgrenze gegen [[Steiermark]] und [[Kärnten]] auch Diözesangrenze.  
  
In seiner heutigen Ausdehnung wurde die Erzdiözese Salzburg [[1818]] eingerichtet.
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In ihrer heutigen Ausdehnung wurde die Erzdiözese Salzburg [[1818]] eingerichtet.
 
   
 
   
Die Salzburger Erzbischöfe tragen bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (Legati nati) in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit [[1026]] den "[[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|Legatenpurpur]]", der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im [[17. Jahrhundert]] den Titel des [[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|''Primas Germaniae'']], des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.
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Die Salzburger Erzbischöfe tragen bis heute zwei besondere Ehrentitel: Als ständige Vertreter des Papstes (''Legati nati'') in ihrer Kirchenprovinz tragen sie seit [[1026]] den "[[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|Legatenpurpur]]", der älter ist, als das Purpurgewand der Kardinäle. Nach langen Auseinandersetzungen mit dem Erzbistum Magdeburg sicherten sich die Erzbischöfe im [[17. Jahrhundert]] den Titel des [[Privilegien der Salzburger Erzbischöfe|''Primas Germaniae'']], des ersten Kirchenfürsten in Deutschland.
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== Bildergalerie der Kirchen im Tiroler Bereich der Erzdiözese Salzburg ==
 
== Bildergalerie der Kirchen im Tiroler Bereich der Erzdiözese Salzburg ==
 
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Datei:Pfarrkirche Hopfgarten in Tirol, Erzdiözese Salzburg Kirche in Hopfgarten 23.5.08 022.jpg|Pfarrkirche Hopfgarten im Brixental
 
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Datei:Pfarrkirche Thierbach im Wildschönautal.JPG|Pfarrkirche Thierbach im Wildschönautal
 
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Datei:Pfarrkirche Thierbach, Innenansicht mit der Erntekrone.JPG|Pfarrkirche Thierbach, Innenansicht mit der Erntekrone
 
Datei:Pfarrkirche Thierbach, Innenansicht mit der Erntekrone.JPG|Pfarrkirche Thierbach, Innenansicht mit der Erntekrone

Version vom 24. November 2012, 19:03 Uhr

Überblick über die Erzdiözese Salzburg, Stand März 2011, im Beispiel der aktuellen Pfarrgemeinderäte

Die Erzdiözese Salzburg (lat. Archidioecesis Salisburgensis) umfasst die Stadt und das Bundesland Salzburg sowie den Nordosten Tirols.

Als Diözese ist sie einer von neun kirchlichen Verwaltungsbezirken der Römisch-Katholischen Kirche in Österreich. Als Erzdiözese eine von zweien (neben Wien). Ihrem Oberhaupt unterstehen als Suffraganbistümer die Diözese Innsbruck, die Diözese Feldkirch, die Diözese Gurk-Klagenfurt und die Diözese Graz-Seckau.

Leitung

Die Erzdiözese wird vom Salzburger Erzbischof geleitet. Ihm zur Seite stehen ein Weihbischof, ein Generalvikar und derzeit zwei Bischofsvikare.

Der Erzbischof wird vom Salzburger Domkapitel (seit 1933) aus einem vom Papst vorgelegten Dreiervorschlag gewählt.

Derzeit (2012) wird die Erzdiözese noch vom aus Altersgründen scheidenden Alois Kothgasser geleitet, Weihbischof ist Andreas Laun, Generalvikar Hansjörg Hofer, Bischofsvikare sind Matthäus Appesbacher und Johann Reißmeier.

Gliederung

Die Erzdiözese Salzburg besteht aus 20 Dekanaten mit 210 Pfarreien, acht Seelsorgestellen und vier Wallfahrtskirchen mit eigenem Seelsorger. Von den 20 Dekanaten befinden sich 15 im Bundesland Salzburg, von diesen 15 wiederum vier in der Landeshauptstadt.

Stadt Salzburg
Land Salzburg
Tirol

Zahlen

In der Erzdiözese Salzburg gab es 2009 4916 685 Katholiken (-1,12 Prozent zu 2008). Das entspricht einem Anteil von 75% an der Gesamtbevölkerung des Gebiets. Knapp 300 Diözesan- und Ordenspriester versehen hier ihren Dienst, davon sind 150 Weltpriester sowie 33 Ordenspriester. 21 von ihnen kommen aus anderen Ländern, von Polen, Rumänien, Kroatien über Tansania, Kongo bis Indien und der Bundesrepublik Deutschland. Unterstützt werden die Pfarrer von 40 Diakonen und 105 Pastoralassistentinnen und -assistenten[1].

Pastoralassistentinnen und -assistenten dürfen keine Sakramente spenden, halten aber Wortgottesdienste, leiten Begräbnisse und sind in der Erstkommunions- und Firmvorbereitung sowie in der Altenseelsorge tätig.

Kirchenaustritte

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts setzte eine immer stärker werdende Austrittswelle ein. Verschärft durch verschiedene Skandale (sexuelle Übergriffe auf Jugendliche u.a.) erreichte 2009 die Austrittswelle einen neuen Höhepunkt. In Salzburg traten 2009 insgesamt 46nbsp;441 Personen der Kirche aus. Davon in den Tiroler Pfarren 16 010 Personen. 2008 waren es 7.163, in Tirol 1 867, somit um 2 722 Personen mehr als 2009. Keinen einzigen Kirchenaustritt verzeichneten vier der 210 Pfarren: Hüttschlag, Muhr, sowie Brandberg und Thierbach im Tiroler Teil.

Die Austritte 2010 in Salzburg im Detail[2]

Stadt Salzburg Flachgau Tennengau Pongau Lungau Pinzgau
1749 1372 580 626 119

Wolfgang Kumpfmüller, Leiter der Presseabteilung der Erzdiözese Salzburg, erklärt, dass der durchschnittliche Kirchenbeitrag pro Person rund 120 Euro pro Jahr betrage. Das Salzburger Kirchenbudget betrug für 2011 rund 42,4 Millionen Euro, 860 000 Euro weniger aufgrund der Kirchenaustritte 2009. Die Erzdiöseze, die 700 Personen beschäftigt, davon 235 Geistliche, musste 2011 bei den Sachausgaben um fünf Prozent das Budget kürzen; nicht gespart wurde beim Personal und Bauinvestitionen.

Austritte 2011 in Salzburg[3]

Nachdem 2010 7 163 Katholiken ausgetreten waren, waren es 2011 nur 4 441.

Mit 31. Dezember 2011 gab es in der Erzdiözese 147 Pfarren in Salzburg und 63 in Tirol mit 487 691 Katholiken.

Zahl der Kirchenaustritte Österreichweit

1981 1986 1991 1995 1998 2004 2009 2010
26.380
33.088
33.914
44.304
43.629
51.177
53.269
87.393
Berufung Groers zum Wiener Erzbischof Berufung Krenns zum Bischof von St. Pölten Rücktritt Groers nach Missbrauchsvorwürfen Sexskandal im Priesterseminar St. Pölten Wagner wird Linzer Weihbischof Bekanntwerden neuer Missbrauchsfälle

Kirchenaustritte nach Diözesen 2010 (Stand vorläufig)

Erklärung Wien Graz-Seckau Linz St. Pölten Salzburg Innsbruck Gurk-Klagenfurt Feldkirch Eisenstadt
Personen
25.314
15.103
13.492
7.720
7.163
5.832
5.639
4.708
1.971
in % zu 2009
53
70
49
76
61
81
94
87
91

Geschichte

Bayerische Kirchenprovinz und Erzbistum Salzburg im Mittelalter
Hauptartikel: Erzbistum (Überblick)

Die Anfänge der Erzdiözese Salzburg liegen im späten 7. Jahrhundert mit dem Auftreten des hl. Rupert. Knapp 100 Jahre später erhob Papst Leo III. 798 auf Wunsch Kaiser Karls des Großen den Bischof von Salzburg, Arno, zum Erzbischof und Metropoliten der bayerischen Kirchenprovinz. Damit ist das Erzbistum Salzburg das älteste Erzbistum des deutschsprachigen Raumes. Als Suffraganbistümer wurden Arno damals Regensburg, Passau, Freising (alle in Bayern), Säben (Brixen, Südtirol) und Neuburg an der Donau (Bayern) unterstellt.

Zu unterscheiden ist die Erzdiözese vom ehemalige Erzstift Salzburg, dem weltlichen Herrschaftsbereich des Erzbischofs; im 13. Jahrhundert errang der Erzbischof die Landeshoheit in einem Gebiet, das zwar etwas größer war als das heutige Landesgebiet, aber nur einen kleinen Teil der Erzdiözese umfasste.

Wesentlich verkleinert wurde die Erzdiözese, die sich zuvor bis an die ungarische Grenze erstreckte, im Jahr 1786 durch die Kirchenpolitik Kaiser Josephs II., der die Diözesangrenzen in seinem Herrschaftsbereich mit den Landesgrenzen in Einklang zu bringen trachtete. So wurde die Salzburger Landesgrenze gegen Steiermark und Kärnten auch Diözesangrenze.

In ihrer heutigen Ausdehnung wurde die Erzdiözese Salzburg 1818 eingerichtet.

Bildergalerie der Kirchen im Tiroler Bereich der Erzdiözese Salzburg

Quellen

  1. "Salzburger Nachrichten", 15. Juni 2011
  2. Quelle Salzburger Woche 21.Jänner 2011
  3. "Salzburger Nachrichten", 11. Jänner 2012

Weblinks