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| − | [[Datei:Leube vom Almerberg.JPG|thumb|Zementwerk Leube, Aufnahme vom [[Oberalmberg]] aus]] | + | [[Datei:Firma Leube in Gartenau.jpg|thumb|Zementwerk Leube in [[Gartenau]] in [[Hallein]] </br> Aufnahme vom [[Oberalmberg]] aus]] |
| − | [[Datei:Leube_Gesamtansicht_2010.jpg|thumb|Zementwerk Leube, Gesamtansicht 2010]]
| + | [[Datei:Zementofen der Gebrüder Leube.jpg|thumb|Zementwerk Leube </br> Ansicht: Ost nach West]] |
| − | [[Datei:Zementofen der Gebrüder Leube.jpg|thumb|Zementwerk der Gebrüder Leube in [[Gartenau]]/[[Grödig]], östliche Ansicht ]] | |
| | [[Datei:Leube Waermetauscherturm.jpg|thumb|Zementwerk Leube, der neue Wärmetauscherturm]] | | [[Datei:Leube Waermetauscherturm.jpg|thumb|Zementwerk Leube, der neue Wärmetauscherturm]] |
| | [[Datei:Gesteinsabbau der Fa. Leube am Guetratsberg.jpg|thumb|Gesteinsabbau der Fa. Leube am Guetratsberg und Werksansicht; Aufnahme vom Untersberg aus]] | | [[Datei:Gesteinsabbau der Fa. Leube am Guetratsberg.jpg|thumb|Gesteinsabbau der Fa. Leube am Guetratsberg und Werksansicht; Aufnahme vom Untersberg aus]] |
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| | Die '''Zementwerk Leube GmbH''' ist ein Unternehmen in der [[Tennengau]]er Stadt [[Hallein]] im Stadtteil [[Taxach]]. Es feierte im Mai [[2008]] den 200. Geburtstag des Firmengründers Ernst Gustav Leube. | | Die '''Zementwerk Leube GmbH''' ist ein Unternehmen in der [[Tennengau]]er Stadt [[Hallein]] im Stadtteil [[Taxach]]. Es feierte im Mai [[2008]] den 200. Geburtstag des Firmengründers Ernst Gustav Leube. |
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| − | ==Geschichte== | + | == Geschichte == |
| − | Der Abbau von Kalkmergel am [[Gutratberg]] ist seit Mitte des [[19. Jahrhundert]]s dokumentiert. [[1848]] kaufte [[Evelyn Freiin von Hammer-Purgstall]] [[Schloss Gartenau]]. Ihr Gatte, [[Adolf von Berndt]], begann mit der Zementgewinnung. Mit sechs Arbeitskräften wurden ab dem Jahr [[1854]] zwölf Tonnen Zement gewonnen. Durch die stark steigende Nachfrage erhöhten sich [[1859]] die Anzahl der Arbeitskräfte auf 55 und die Produktionsmenge auf 2 000 Tonnen. [[1864]] brach der Absatz stark ein und das gesamte Gebiet musste verkauft werden. Dr. [[Ernst Gustav Leube]] erwarb das Schloss, den Mergelsteinbruch und die Werksanlagen in [[Gartenau]], das heute zur Stadtgemeinde [[Hallein]] gehört. Dieser ließ, für die damalige Zeit einzigartig, Wohnhäuser für seine Arbeiter und eine Arztpraxis, das ''Doktorhaus'', errichten. | + | Der Abbau von Kalkmergel am [[Gutratberg]] ist seit Mitte des [[19. Jahrhundert]]s dokumentiert. [[1848]] kaufte [[Evelyn Freiin von Hammer-Purgstall]] [[Schloss Gartenau]]. Ihr Gatte, [[Adolf von Berndt]], begann mit der Zementgewinnung. Mit sechs Arbeitskräften wurden ab dem Jahr [[1854]] zwölf Tonnen Zement gewonnen. Durch die stark steigende Nachfrage erhöhten sich [[1859]] die Anzahl der Arbeitskräfte auf 55 und die Produktionsmenge auf 2 000 Tonnen. [[1864]] brach der Absatz stark ein und das gesamte Gebiet musste verkauft werden. Dr. [[Ernst Gustav Leube]] (* [[23. Mai]] [[1808]] in Ulm, [[Württemberg]]; † [[15. November]] [[1881]] ebenda) erwarb das Schloss, den Mergelsteinbruch und die Werksanlagen in [[Gartenau]], das heute zur Stadtgemeinde [[Hallein]] gehört. Dieser ließ, für die damalige Zeit einzigartig, Wohnhäuser für seine Arbeiter und eine Arztpraxis, das ''Doktorhaus'', errichten. |
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| | Die Besiedelung des Plateaus am Gutratberg entwickelte sich bis in die erste Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s zu einem kleinen [[Dorf Gutratberg]]. Durch die Ausweitung des Steinbruchs mussten die Höfe aber nach und nach aufgegeben werden. | | Die Besiedelung des Plateaus am Gutratberg entwickelte sich bis in die erste Hälfte des [[20. Jahrhundert]]s zu einem kleinen [[Dorf Gutratberg]]. Durch die Ausweitung des Steinbruchs mussten die Höfe aber nach und nach aufgegeben werden. |
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| | In den [[1980er]]-Jahren beschoss die Geschäftsführung die Restaurierung der [[Gutratkapelle]]. | | In den [[1980er]]-Jahren beschoss die Geschäftsführung die Restaurierung der [[Gutratkapelle]]. |
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| − | Heute gilt das Unternehmen als ältestes Zementunternehmen der Welt, das noch immer von der Gründerfamilie geführt wird. Denn der Geschäftsführer, [[Rudolf Zrost]], ist der Urururenkel des Gründers. | + | Heute gilt das Unternehmen als ältestes Zementunternehmen der Welt, das noch immer von der Gründerfamilie geführt wird. Denn der Geschäftsführer (bis [[2022]]), [[Rudolf Zrost (Industriellenvereinigung)|Rudolf Zrost]], ist ein Urururenkel des Gründers. |
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| | ==Unternehmensgruppe== | | ==Unternehmensgruppe== |
| − | Zur Unternehmensgruppe gehören neben dem Zementwerk Leube in Gartenau auch das Kalkwerk Tagger in [[Golling]], die Vertriebsgesellschaft Leube Baustoffe Nfg<ref>Nfg = Nachfolgegesellschaft, eine neue Rechtsform eines Unternehmens</ref> Gmbh & Co KG und die Ebenseer Betonwerke GmbH & Co KG in St. Leonhard sowie die Lusit Betonelemente GmbH & Co KG in St. Martin im [[Innviertel|Innkreis]] in [[Oberösterreich]]. | + | Zur Unternehmensgruppe gehören neben dem Zementwerk Leube in Gartenau auch das [[Kalkwerk Tagger Zementwerk Leube|Kalkwerk Tagger]] in [[Golling]], die Vertriebsgesellschaft Leube Baustoffe Nfg<ref>Nfg = Nachfolgegesellschaft, eine neue Rechtsform eines Unternehmens</ref> Gmbh & Co KG und die Ebenseer Betonwerke GmbH & Co KG in St. Leonhard sowie die Lusit Betonelemente GmbH & Co KG in St. Martin im [[Innviertel|Innkreis]] in [[Oberösterreich]]. |
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| | [[2007]] erwirtschaftete die Unternehmensgruppe rund 96 Mill. Euro, um fünf Millionen mehr als [[2006]] und beschäftigt 370 Mitarbeiter. | | [[2007]] erwirtschaftete die Unternehmensgruppe rund 96 Mill. Euro, um fünf Millionen mehr als [[2006]] und beschäftigt 370 Mitarbeiter. |
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| − | ==Beitrag zum Klimaschutz== | + | == Effiziente und kostensparende Energienutzung (zudem Beitrag zum Klimaschutz)== |
| | Im Oktober 2010 nahm das Unternehmen die neue Klinkerproduktionsanlage in Betrieb. Voran gegangen waren Investitionen in der Höhe von 31 Millionen Euro, die größten des Unternehmens in den letzten 50 Jahren. Neben zahlreichen Erneuerungen wurde auch ein Klinkerkühler samt Entstaubungsanlage und ein fünfstufiger Wärmetauscherturm von einhundert Meter Höhe errichtet. Das Gebläse wurde in den Keller des Turms verlegt, um den Lärm für die Anrainer zu reduzieren. | | Im Oktober 2010 nahm das Unternehmen die neue Klinkerproduktionsanlage in Betrieb. Voran gegangen waren Investitionen in der Höhe von 31 Millionen Euro, die größten des Unternehmens in den letzten 50 Jahren. Neben zahlreichen Erneuerungen wurde auch ein Klinkerkühler samt Entstaubungsanlage und ein fünfstufiger Wärmetauscherturm von einhundert Meter Höhe errichtet. Das Gebläse wurde in den Keller des Turms verlegt, um den Lärm für die Anrainer zu reduzieren. |
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| | Zusätzlich wurde an der [[Königsseeache]] ein betriebseigenes Kleinkraftwerk und eine Stromtankstelle errichtet. Da die Fließgeschwindigkeit der Königsseeache nicht für die Stromerzeugung mit herkömmlichen Turbinen ausreicht, kommt die spezielle [[Hamann-Turbine]] zum Einsatz. Diese Turbine hat einen Durchmesser von 2,5 Meter und ist sechs Meter lang. Sie versorgt die Stromtankstelle und bis zu 100 000 Kilometer pro Jahr können mit dem erzeugten Strom dann zurück gelegt werden. | | Zusätzlich wurde an der [[Königsseeache]] ein betriebseigenes Kleinkraftwerk und eine Stromtankstelle errichtet. Da die Fließgeschwindigkeit der Königsseeache nicht für die Stromerzeugung mit herkömmlichen Turbinen ausreicht, kommt die spezielle [[Hamann-Turbine]] zum Einsatz. Diese Turbine hat einen Durchmesser von 2,5 Meter und ist sechs Meter lang. Sie versorgt die Stromtankstelle und bis zu 100 000 Kilometer pro Jahr können mit dem erzeugten Strom dann zurück gelegt werden. |
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| − | == Brand == | + | == Brände == |
| − | Am [[8. Februar]] [[2011]] kam es am späten Nachmittag zu einem Glimmbrand im Kohlestaubsilo. Nach Eintreffen der Feuerwehr kommt es zu einer Staubexplosion und es wird Großalarm ausgelöst. Gegen 19:30 Uhr war dann der Brand unter Kontrolle. Es waren dann Löschmannschaften der [[Freiwillige Feuerwehr Hallein|Freiwilligen Feuerwehr Hallein]], [[Freiwillige Feuerwehr Bad Dürrnberg|Freiwilligen Feuerwehr Bad Dürrnberg]], [[Freiwillige Feuerwehr Niederalm|Freiwilligen Feuerwehr Niederalm]], [[Freiwillige Feuerwehr Anif|Freiwilligen Feuerwehr Anif]], [[Freiwillige Feuerwehr Golling|Freiwilligen Feuerwehr Golling]] und [[Freiwillige Feuerwehr Eugendorf|Freiwilligen Feuerwehr Eugendorf]] bis 2:30 Uhr des [[10. Februar]]s mit dem Löschen beschäftigt. Allein die Freiwilligen Feuerwehr Hallein hatte 59 Personen im Einsatz. Zwei Feuerwehrleute und ein Arbeiter des Unternehmens wurden bei der Staubexplosion verletzt. | + | Am [[8. Februar]] [[2011]] kam es am späten Nachmittag zu einem Glimmbrand im Kohlestaubsilo. Nach Eintreffen der Feuerwehr kommt es zu einer Staubexplosion und es wird Großalarm ausgelöst. Gegen 19:30 Uhr war dann der Brand unter Kontrolle. Es waren dann Löschmannschaften der [[Freiwillige Feuerwehr Hallein|Freiwilligen Feuerwehr Hallein]] und des [[Freiwillige Feuerwehr Hallein Löschzug Bad Dürrnberg|Löschzugs Bad Dürrnberg]], [[Freiwillige Feuerwehr Anif Löschzug Niederalm|Freiwilligen Feuerwehr Niederalm]], [[Freiwillige Feuerwehr Anif|Freiwilligen Feuerwehr Anif]], [[Freiwillige Feuerwehr Golling|Freiwilligen Feuerwehr Golling]] und [[Freiwillige Feuerwehr Eugendorf|Freiwilligen Feuerwehr Eugendorf]] bis 2:30 Uhr des [[10. Februar]]s mit dem Löschen beschäftigt. Allein die Freiwilligen Feuerwehr Hallein hatte 59 Personen im Einsatz. Zwei Feuerwehrleute und ein Arbeiter des Unternehmens wurden bei der Staubexplosion verletzt. Ausgebrochen war der Brand bei Reinigungsarbeiten in einem Brennstoffsilo. |
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| − | Ausgebrochen war der Brand bei Reinigungsarbeiten in einem Brennstoffsilo.
| + | Auf dem Werksgelände der Firma Leube brach am Freitagabend, [[26. September]] [[2025]] ein Brand bei einer Filteranlage aus. Nachdem Rauch festgestellt worden war, rückten 57 Mitglieder der [[Freiwillige Feuerwehr Hallein|Feuerwehr Hallein]] und des Löschzugs Bad Dürrnberg mit insgesamt 18 Fahrzeugen aus. Letztlich habe es sich jedoch nur um einen "Kleinbrand" gehandelt, teilte die Feuerwehr mit. Verletzt wurde niemand.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/brand-leube-hallein-185091064 www.sn.at], 26. September 2025</ref> |
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| | == Bilder == | | == Bilder == |
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| − | ==Weblink==
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| − | {{homepage|http://www.leube.at}}
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | {{homepage|http://www.leube.at}} | + | {{homepage|https://www.leube.eu}} |
| − | * [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)]], 30. Mai 2008 und 5. November 2010 | + | * "[[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)|Salzburger Wirtschaft]]", 30. Mai 2008 und 5. November 2010 |
| − | * [[Salzburger Nachrichten]], 9. und 10. Februar 2011 | + | * "[[Salzburger Nachrichten]]", 9. und 10. Februar 2011 |
| | * Leube News 2/2011 und dort Kraihamer ''Chronik Rif/Taxach'' | | * Leube News 2/2011 und dort Kraihamer ''Chronik Rif/Taxach'' |
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| − | ==Fußnote== | + | ==Einzelnachweise== |
| | <references/> | | <references/> |
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| | {{SORTIERUNG: Leube GmbH, Zementwerk}} | | {{SORTIERUNG: Leube GmbH, Zementwerk}} |
| | [[Kategorie:Wirtschaft]] | | [[Kategorie:Wirtschaft]] |
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