Cornel Schwarz (Landrichter): Unterschied zwischen den Versionen

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Große Verdienste erwarb sich Schwarz durch seinen tatkräftigen Einsatz für die Saalfeldner Bevölkerung nach der Brandkatastrophe von [[1811]], der nahezu alle Gebäude der Gemeinde zum Opfer gefallen waren. Während des Brandes zog er sich durch einen Sturz vom Pferdewagen so schwere innere Verletzungen zu, dass er sich nicht mehr gänzlich erholte und elf Jahre darauf verstarb.
 
Große Verdienste erwarb sich Schwarz durch seinen tatkräftigen Einsatz für die Saalfeldner Bevölkerung nach der Brandkatastrophe von [[1811]], der nahezu alle Gebäude der Gemeinde zum Opfer gefallen waren. Während des Brandes zog er sich durch einen Sturz vom Pferdewagen so schwere innere Verletzungen zu, dass er sich nicht mehr gänzlich erholte und elf Jahre darauf verstarb.
  
Seit [[1805]] war er verheiratet<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1628041569086_40 Trauungsbuch der Pfarre Fügen, Band III, S. 232.]</ref> mit Theresia, geborene Fellensteiner (* [[25. August]] [[1787]] in [[Dorfbeuern]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/dorfbeuern/TFBIV/?pg=96 Taufbuch der Pfarre Dorfbeuern, Band IV, S. 82.]</ref>; † [[27. Februar]] [[1864]]), mit der er dreizehn Kinder hatte:
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Seit [[1805]] war er verheiratet<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1628041569086_40 Trauungsbuch der Pfarre Fügen, Band III, S. 232.]</ref> mit Theresia, geborene Fellensteiner (* [[25. August]] [[1787]] in [[Michaelbeuern]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/dorfbeuern/TFBIV/?pg=96 Taufbuch der Pfarre Dorfbeuern, Band IV, S. 82.]</ref>; † [[27. Februar]] [[1864]]), mit der er dreizehn Kinder hatte:
 
* [[Ludwig Schwarz|Ludwig Cornel]] (* [[10. Juni]] [[1807]]; † [[19. April]] [[1838]] in [[Wien]])<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1628029207626_31 Taufbuch der Pfarre Fügen, Band VII, S. 706.]</ref>
 
* [[Ludwig Schwarz|Ludwig Cornel]] (* [[10. Juni]] [[1807]]; † [[19. April]] [[1838]] in [[Wien]])<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1628029207626_31 Taufbuch der Pfarre Fügen, Band VII, S. 706.]</ref>
 
* Antonia Theresia (* 22. Juni 1808)<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1630220725010_54 Taufbuch der Pfarre Fügen, Band VII, S. 719.]</ref>, 1829–1853 im Dienst der Freifrau [[Franziska Lesniowska von Zimnawoda]]
 
* Antonia Theresia (* 22. Juni 1808)<ref>[https://matriken.tirol.gv.at/#1630220725010_54 Taufbuch der Pfarre Fügen, Band VII, S. 719.]</ref>, 1829–1853 im Dienst der Freifrau [[Franziska Lesniowska von Zimnawoda]]

Version vom 20. April 2022, 15:58 Uhr

Cornel Schwarz (* 24. Mai 1774 in Wangen im Allgäu, Württemberg; † 22. November 1822 in Saalfelden)[1] war ein Salzburger Beamter, insbesondere Landrichter in Saalfelden.

Leben

Cornel Schwarz war Sohn des gleichnamigen Leinenwebers Cornel Schwarz und seiner Frau Klara, geborene Roth.

Nach Abschluss seiner Studien im oberschwäbischen Benediktinerordenkloster Ottobeuren sowie an der Benediktineruniversität Salzburg war Cornel Schwarz von 1793 bis 1799 Hauslehrer im Kapellhaus.

Während dieser Zeit betrieben er ein Studium der Rechtswissenschaft. Dies erleichterte ihm den Eintritt in die Beamtenlaufbahn, die er 1799 als Gerichtsschreiber (Aktuar) in Golling begann und 1801 in Teisendorf, 1803 in Neumarkt, 1805 erneut in Teisendorf und in demselben Jahr als Oberschreiber (Adjunkt) in Fügen im Zillertal fortsetzte.

1809 stand er während des Aufstandes der Tiroler auf der Seite der bayerischen Obrigkeit und musste für drei Monate nach Teisendorf fliehen. Von den Ereignissen berichtet sein „Tagebuch aus dem Tiroler Krieg 1809“.

Als bayerischer Beamter wurde er Anfang 1810 Oberschreiber in Thalgau und im April 1811 Landrichter in Saalfelden, was er auch nach der Rückgabe des Landes Salzburg (1816) an das Kaisertum Österreich blieb. Schwarz gehörte der Waldkommission für die Saalachforste an.

Große Verdienste erwarb sich Schwarz durch seinen tatkräftigen Einsatz für die Saalfeldner Bevölkerung nach der Brandkatastrophe von 1811, der nahezu alle Gebäude der Gemeinde zum Opfer gefallen waren. Während des Brandes zog er sich durch einen Sturz vom Pferdewagen so schwere innere Verletzungen zu, dass er sich nicht mehr gänzlich erholte und elf Jahre darauf verstarb.

Seit 1805 war er verheiratet[2] mit Theresia, geborene Fellensteiner (* 25. August 1787 in Michaelbeuern[3]; † 27. Februar 1864), mit der er dreizehn Kinder hatte:

  • Ludwig Cornel (* 10. Juni 1807; † 19. April 1838 in Wien)[4]
  • Antonia Theresia (* 22. Juni 1808)[5], 1829–1853 im Dienst der Freifrau Franziska Lesniowska von Zimnawoda
  • Maria Theresia Euphemia (* 15. September 1809)[6]
  • Cornelia Appolonia (* 9. März 1811)[7], seit 1835 verheiratet mit dem Innsbrucker Normalschul-Hauptlehrer Johann Nepomuk Haller († 15. Juni 1858)
  • Maria Carolina Appolonia (* 29. April 1812)[8], ab 1844 Köchin bei Freifrau Franziska Lesniowska von Zimnawoda, seit 1852 verheiratet mit Georg Richter, k.k. Wegmeister in Neumarkt am Wallersee
  • Cornel Maximilian (* 13. Juni 1813; † 24. Juni 1860 in Salzburg)[9]
  • Maximilian Franz (* 19. April 1815[10]; † 16. September 1870 in Berndorf[11])
  • Alois Cajetan (* 12. April 1816; † 2. Juni 1833)[12]
  • Viktoria (*/† 23. Dezember 1816)[13]
  • Maria Josefa (* 29. Jänner 1818; † 24. Juni 1825 in Salzburg)[14]
  • Joseph Fidelis (* 24. April 1819; † 20. Februar 1894 in Michaelbeuern)[15], als Ordensangehöriger: P. Heinrich OSB
  • Maria Anna (* 18. September 1820; † 15. Oktober 1830)[16]
  • Anna (* 13. Februar 1822[17]; † 7. Mai 1890 in Berndorf[18])

Nach seinem frühen Tod wurden die noch lebenden zwölf minderjährigen Kinder von seiner Witwe, die sich daneben auch durch karitative Tätigkeit einen Namen machte, allein groß gezogen. Die Famlie übersiedelte am 28. Dezember 1822 in die Stadt Salzburg.

Quellen

Einzelnachweise