Johann Baptist Mayr (Buchdrucker): Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
K (Linkfix)
Zeile 7: Zeile 7:
 
In erster Ehe heiratete er Anna Ursula († 2. April 1675 Salzburg), Witwe nach dem Buchdrucker [[Christoph Katzenperger]], eine geborene Somating, [[Tirol|oberösterreichische]] Landschreiberstochter, und übernahm deren Offizin.
 
In erster Ehe heiratete er Anna Ursula († 2. April 1675 Salzburg), Witwe nach dem Buchdrucker [[Christoph Katzenperger]], eine geborene Somating, [[Tirol|oberösterreichische]] Landschreiberstochter, und übernahm deren Offizin.
  
[[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg|Max Gandolf]], Stifter der berühmten Bibliothek in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]], verlieh Johann Baptist Mayr [[1668]] das Privileg eines Hof- und akademischen Buchdruckers und erhob ihn sogar in den Adelsstand. Mayr durfte als Erster in Salzburg eine Zeitung drucken. Am [[16. Juli]] [[1669]] wurde die Druckerei durch einen [[Bergstürze|Bergsturz]] zerstört. Der Erzbischof unterstützte Mayr beim Neubau am [[Gries]]. Mayr erbaute 1671/85 ein Gewölbe mit Haus im „Hofholzgarten“ ([[Griesgasse]] 25).
+
[[Salzburger Erzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg|Max Gandolf]], Stifter der berühmten Bibliothek in der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]], verlieh Johann Baptist Mayr [[1668]] das Privileg eines Hof- und akademischen Buchdruckers. Mayr durfte als Erster in Salzburg eine Zeitung drucken. Am [[16. Juli]] [[1669]] wurde die Druckerei durch einen [[Bergstürze|Bergsturz]] zerstört. Der Erzbischof unterstützte Mayr beim Neubau am [[Gries]]. Mayr erbaute 1671/85 ein Gewölbe mit Haus im „Hofholzgarten“ ([[Griesgasse]] 25).
  
 
1678 wurde er von den [[Slowenien|Krainischen]] Ständen nach Laibach gerufen, wo er eine Buchdruckerei einrichtete, die bis 1730 bestand und lateinische, deutsche sowie slowenische Werke druckte.
 
1678 wurde er von den [[Slowenien|Krainischen]] Ständen nach Laibach gerufen, wo er eine Buchdruckerei einrichtete, die bis 1730 bestand und lateinische, deutsche sowie slowenische Werke druckte.
Zeile 15: Zeile 15:
 
In dritter Ehe heiratete er  am 17. August 1683 Anna Elisabeth von und zu Blawen (aus [[Schweiz|Graubünden]]) (* um 1641, † 24. August 1707).
 
In dritter Ehe heiratete er  am 17. August 1683 Anna Elisabeth von und zu Blawen (aus [[Schweiz|Graubünden]]) (* um 1641, † 24. August 1707).
  
Am 20. Dezember 1696 erhob ihn Kaiser Leopold I. ihn in Ansehung seiner und seines Vaters Nicodemus sowie der Familie von Plawen Verdienste in den Reichsadelsstand mit dem Prädikat „[[Mayr von Mayregg|von Mayregg]]“.
+
Am [[20. Dezember]] [[1696]] erhob ihn Kaiser Leopold I. ihn in Ansehung seiner und seines Vaters Nicodemus sowie der Familie von Plawen Verdienste in den Reichsadelsstand mit dem Prädikat „[[Mayr von Mayregg|von Mayregg]]“.
  
 
Johann Baptist Mayr  hatte die Kinder
 
Johann Baptist Mayr  hatte die Kinder

Version vom 9. Februar 2011, 08:58 Uhr

Johann Baptist Mayr (* 20. Februar 1634, † 12. August 1703 Salzburg) war hochfürstlich salzburgischer Kammerdiener, Hof- und Universitätsbuchdrucker sowie öffentlicher Notar in Salzburg.

Leben

Johann Baptist Mayr war Sohn des Nikodemus Mayr († 1648), Hofmarkswirts auf Frauenchiemsee.

In erster Ehe heiratete er Anna Ursula († 2. April 1675 Salzburg), Witwe nach dem Buchdrucker Christoph Katzenperger, eine geborene Somating, oberösterreichische Landschreiberstochter, und übernahm deren Offizin.

Fürsterzbischof Max Gandolf, Stifter der berühmten Bibliothek in der Neuen Residenz, verlieh Johann Baptist Mayr 1668 das Privileg eines Hof- und akademischen Buchdruckers. Mayr durfte als Erster in Salzburg eine Zeitung drucken. Am 16. Juli 1669 wurde die Druckerei durch einen Bergsturz zerstört. Der Erzbischof unterstützte Mayr beim Neubau am Gries. Mayr erbaute 1671/85 ein Gewölbe mit Haus im „Hofholzgarten“ (Griesgasse 25).

1678 wurde er von den Krainischen Ständen nach Laibach gerufen, wo er eine Buchdruckerei einrichtete, die bis 1730 bestand und lateinische, deutsche sowie slowenische Werke druckte.

In zweiter Ehe heiratete er Johanna Ludmayer.

In dritter Ehe heiratete er am 17. August 1683 Anna Elisabeth von und zu Blawen (aus Graubünden) (* um 1641, † 24. August 1707).

Am 20. Dezember 1696 erhob ihn Kaiser Leopold I. ihn in Ansehung seiner und seines Vaters Nicodemus sowie der Familie von Plawen Verdienste in den Reichsadelsstand mit dem Prädikat „von Mayregg“.

Johann Baptist Mayr hatte die Kinder

  • Josef Thaddä (* um 1655, † 14. März 1695 Laibach), Buchdrucker in Laibach, und
  • Johann Josef (* 1. Mai 1689, † 25. März 1724), Hof- und Universitätsbuchdrucker in Salzburg.

Seine Mayr'sche Buchdruckerei bestand unter diesem Namen mehr als ein Jahrhundert lang, ging in der Folge an Franz Xaver Duyle über und lebt noch heute im Verlag Anton Pustet fort.

Quellen

Fußnoten