Köstendorf: Unterschied zwischen den Versionen

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Die erste Kirche des Ortes dürfte bereits im [[8. Jahrhundert]] entstanden sein. Die heutige [[Dekanatskirche "Zu unserer lieben Frau Geburt"]] stammt aus dem Jahr [[1500]], sie besaß einen Hochaltar des Salzburger Bildhauers [[Jakob Gerold]] und war bis in das [[18. Jahrhundert]] eine vielbesuchte Wallfahrtskirche. Im selben Jahrhundert folgte eine Barockisierung der im Kern gotischen Kirche. Teile der Innenausstattung stammen u. a. von den bekannten Salzburger Bildhauern [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang]] und [[Johann Baptist Hagenauer]].  
 
Die erste Kirche des Ortes dürfte bereits im [[8. Jahrhundert]] entstanden sein. Die heutige [[Dekanatskirche "Zu unserer lieben Frau Geburt"]] stammt aus dem Jahr [[1500]], sie besaß einen Hochaltar des Salzburger Bildhauers [[Jakob Gerold]] und war bis in das [[18. Jahrhundert]] eine vielbesuchte Wallfahrtskirche. Im selben Jahrhundert folgte eine Barockisierung der im Kern gotischen Kirche. Teile der Innenausstattung stammen u. a. von den bekannten Salzburger Bildhauern [[Wolfgang Hagenauer|Wolfgang]] und [[Johann Baptist Hagenauer]].  
 
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Version vom 14. November 2010, 19:16 Uhr

Karte
Karte 5203.png
Basisdaten
Politischer Bezirk: Salzburg-Land (SL)
Fläche: 23,1 km²
Geografische Koordinaten: 47° 57' N, 13° 12' O
Höhe: 561 m ü. A.
Einwohner: 2.515 ((31. Dezember 2005)
Postleitzahl(en): 5203
Vorwahl: 0 62 16
Gemeindekennziffer: 50 320
Gliederung Gemeindegebiet: 2 Katastralgemeinden
Gemeindeamt: 5203 Köstendorf
Kirchenstraße 5
Offizielle Website: www.koestendorf.at
Politik
Bürgermeister: Josef Krois (ÖVP)
Gemeinderat (2009): 19 Mitglieder:
13 ÖVP,
4 SPÖ,
2 FPÖ
Karte

Köstendorf ist eine Ortsgemeinde im nördlichen Flachgau.

Geographische Lage

Die Gemeinde Köstendorf liegt 23 km nördlich der Landeshauptstadt Salzburg im Salzburger Alpenvorland.

Sie ist eingebettet in die sanft hügelige Landschaft des Salzburger Seenland, zwischen dem Trumer Seengebiet und dem Salzkammergut und verfügt über einen schmalen Zugang zum Wallersee.

Nachbargemeinden sind Seekirchen am Wallersee, Mattsee, Straßwalchen, Neumarkt am Wallersee, Henndorf und im Nordosten die oberösterreichische Gemeinde Lochen.

Köstendorf-Panorama, westliche Ansicht aus Spanswag
Köstendorf in der Winterlandschaft, aus westlicher Ansicht

Gliederung

Die Ortsgemeinde besteht aus den beiden Katastralgemeinden Köstendorf und Tödtleinsdorf. Weiters unterteilt sich Köstendorf in folgende Ortschaften:

  • Enharting 60
  • Gramling 30
  • Helming 229
  • Hilgertsheim 109
  • Köstendorf 1.007
  • Kleinköstendorf 335
  • Spanswag 303
  • Tödtleinsdorf 151
  • Tannham 69
  • Weng 160

Anmerkung: In kursiver Schrift wird die Einwohnerzahl der Ortschaften nach dem Stand der Volkszählung aus dem Jahr 2001 angegeben.

Geschichte

Die erste Erwähnung Köstendorfs stammt aus dem Jahr 784, allerings noch unter dem Namen Chesindorf.

Wappen

Der rechte Teil des Wappens erinnert an den Tannberg, der zugleich das Wahrzeichen der Gemeinde darstellt, sowie an die Herren von Tann, die bis in das 14. Jahrhundert Lehenbesitzer des Gerichts und Grundherren im Ort waren. Die linke Hälfte zeigt das Wappen der Herren von Puchheim, die im Mittelalter das Gebiet des Ortsteils Weng besaßen und sich zeitweise auch Herren von Weng nannten.

Beschreibung: „In einem gespaltenen Schild rechts innerhalb eines von Silber und Rot gestückten Bordes in Silber auf grünem Dreiberg eine grüne Tanne, links in Silber ein roter Balken“.

Die Verleihung des Wappens durch die Salzburger Landesregierung fand am 5. April 1951 statt.

Religion und Kirche

Dekanatspfarrkirche Köstendorf "Zu unserer lieben Frau Geburt", Innenansicht

Die erste Kirche des Ortes dürfte bereits im 8. Jahrhundert entstanden sein. Die heutige Dekanatskirche "Zu unserer lieben Frau Geburt" stammt aus dem Jahr 1500, sie besaß einen Hochaltar des Salzburger Bildhauers Jakob Gerold und war bis in das 18. Jahrhundert eine vielbesuchte Wallfahrtskirche. Im selben Jahrhundert folgte eine Barockisierung der im Kern gotischen Kirche. Teile der Innenausstattung stammen u. a. von den bekannten Salzburger Bildhauern Wolfgang und Johann Baptist Hagenauer.

Dechanthof mit Kirche

Die Filialkirche St. Johann am Berg wurde 1447 erstmals erwähnt. Die im Kern gotische und später barockisierte Kirche beherbergt drei barocke Altäre der Neumarkter Meister Matthias Wichlhamer und Josef Andrä Eisl.

Im Ortsteil Weng befindet sich die Filialkirche St. Leonhard. Wie die beiden anderen Kirchen des Ortes handelt es sich auch bei ihr um eine ursprünglich aus dem 8. Jahrhundert stammende gotische, später barockisierte Anlage. Der Altar von Simon Fries stammt aus dem Jahr 1689. Das Altarbild stellt den Kirchenpatron St. Leonhard dar, flankiert vom hl. Wolfgang und dem hl. Bartholomäus, der im Hochmittelalter hier Kirchenpatron war.

Sehenswertes

In diesem Weiler im Nordosten der Gemeinde kultivierte der Bauer Roland Maislinger mit seinem Weggefährten Christof Prossinger das einst stark bewaldete Gebiet für die Landwirtschaft. Die beiden ersten dort erbauten Häuser stammen aus dem 18. Jahrhundert und sind heute aufgrund ihres Alters und ihrer einfachen Bauweise eine gern besuchte Sehenswürdigkeit.
Das Heimatmuseum zeigt alte Kulturgüter aus der Gemeinde und bietet Dichterlesungen und Diskussionsrunden. Fallweise werden auch Sonderausstellungen geboten.
Die durch den Tiefsteinbach gespeiste Klamm liegt an der Gemeindegrenze zu Schleedorf

Verkehr

Die Gemeinde wird durch den im im Ortsteil Kleinköstendorf an der Gemeindegrenze zu Neumarkt gelegenen Bahnhof Neumarkt-Köstendorf an das Schienennetz der von Salzburg nach Wien führenden Westbahn angebunden.

Verlauf der ÖBB in Neumarkt-Köstendorf

Auf der Straße ist Köstendorf über die Autobahn A1 (Abfahrt Eugendorf) und weiter über die Bundesstraße B1 in Richtung Straßwalchen zu erreichen.

Sport und Freizeit

Mit dem Freizeitcenter Köstendorf verfügt die Gemeinde über eine moderne und attraktive Freizeitanlage, in der Tennis, Squash und vielen Fitness-Programme angeboten werden.

Vereine

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Bildergalerie der Gemeinde Köstendorf

Quellen

  • Website der Gemeinde Köstendorf
  • Statistik Austria
  • Friederike Zaisberger, Nikolaus Pfeiffer: Salzburger Gemeindewappen. Verlag Alfred Winter. Salzburg 1985. ISBN 3-85380-048-3

Weblinks