Harald Lettner (Bürgermeister): Unterschied zwischen den Versionen

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Dr. '''Harald Lettner''' (* [[21. April]] [[1945]]) ist Rechtsanwalt und ein ehemaliger [[SPÖ]]-[[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] der [[Stadt Salzburg]].
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Dr. iur. '''Harald Lettner''' (* [[21. April]] [[1945]] in [[Salzburg]]) ist Rechtsanwalt und ein ehemaliger [[SPÖ]]-[[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] der [[Stadt Salzburg]].
  
 
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Harald Lettner besuchte das [[Akademisches Gymnasium Salzburg|Akademische Gymnasium Salzburg]] und maturierte dort im Jahr [[1964]].
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Harald Lettner besuchte die [[Volksschule Maxglan I|Volksschule]] in Maxglan und das [[Akademisches Gymnasium Salzburg|Akademische Gymnasium Salzburg]] und maturierte dort im Jahr [[1964]]. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und promovierte [[1969]] zum Doktor der Rechtswissenschaft. Nach der Gerichtspraxis und Tätigkeit als Rechtsanwaltskonzipient lebte er [[1974]] die Rechtsanwaltsprüfung ab und arbeitete [[1975]] bis [[2001]] als selbstständiger Rechtsanwalt.
  
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Lettner übernahm das Amt des Salzburger Bürgermeisters nach dem Rücktritt von [[Josef Reschen]] am [[7. März]] [[1990]]. Reschen hatte [[1987]] noch die absolute Mehrheit im [[Salzburger Gemeinderat]] errungen. Im Zuge des WEB-Skandals kam es zu Anschuldigungen gegen ihn: Es soll in Reschens Umfeld Geschäftsverbindungen zum WEB-Imperium gegeben haben, die dem eigens installierten Untersuchungsausschuss verschwiegen worden waren. Reschen trat zurück.  
 
Lettner übernahm das Amt des Salzburger Bürgermeisters nach dem Rücktritt von [[Josef Reschen]] am [[7. März]] [[1990]]. Reschen hatte [[1987]] noch die absolute Mehrheit im [[Salzburger Gemeinderat]] errungen. Im Zuge des WEB-Skandals kam es zu Anschuldigungen gegen ihn: Es soll in Reschens Umfeld Geschäftsverbindungen zum WEB-Imperium gegeben haben, die dem eigens installierten Untersuchungsausschuss verschwiegen worden waren. Reschen trat zurück.  
  
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Version vom 3. März 2021, 14:19 Uhr

Dr. iur. Harald Lettner (* 21. April 1945 in Salzburg) ist Rechtsanwalt und ein ehemaliger SPÖ-Bürgermeister der Stadt Salzburg.

Leben

Harald Lettner besuchte die Volksschule in Maxglan und das Akademische Gymnasium Salzburg und maturierte dort im Jahr 1964. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck und promovierte 1969 zum Doktor der Rechtswissenschaft. Nach der Gerichtspraxis und Tätigkeit als Rechtsanwaltskonzipient lebte er 1974 die Rechtsanwaltsprüfung ab und arbeitete 1975 bis 2001 als selbstständiger Rechtsanwalt.

Als Bürgermeister

Lettner übernahm das Amt des Salzburger Bürgermeisters nach dem Rücktritt von Josef Reschen am 7. März 1990. Reschen hatte 1987 noch die absolute Mehrheit im Salzburger Gemeinderat errungen. Im Zuge des WEB-Skandals kam es zu Anschuldigungen gegen ihn: Es soll in Reschens Umfeld Geschäftsverbindungen zum WEB-Imperium gegeben haben, die dem eigens installierten Untersuchungsausschuss verschwiegen worden waren. Reschen trat zurück.

Sein Vize Harald Lettner übernahm sein Amt und einige "offene Baustellen": Dauerthema Bahnhofsvorplatz und der Umbau des Kongresshauses wurden vor allem in Lettners Amtszeit virulent.

Auch parteiintern kam es nun vermehrt zu Reibereien: Lettners Kurs missfiel den Linken der SPÖ, allen voran Herbert Fartacek, dem nächsten in der Thronfolge der Salzburger Stadt-SPÖ. Die SPÖ begann sich selbst zu bekämpfen − das Wahlergebnis war dementsprechend: Mit einem Minus von mehr als elf Prozent am 4. Oktober 1992 verlor die SPÖ die absolute Mehrheit, Lettner trat von der Polittanzfläche ab, die ÖVP nutzte die Schwäche des Gegners und hievte ihren Kandidaten Josef Dechant auf den Bürgermeistersessel. Nicht nur Lettner, auch Fartacek musste Federn lassen: Heinz Schaden wurde statt ihm SPÖ-Nummer eins und somit Bürgermeister-Stellvertreter.

Quellen

  • Voithofer, Richard: Politische Eliten in Salzburg. Ein biografisches Handbuch. 1918 bis zur Gegenwart. Wien (Verlag Böhlau) 2007. Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Band 32. ISBN 978-3-205-77680-2. S. 127.
  • Salzburger Nachrichten
  • SPÖ
  • Verzeichnis Maturantinnen und Maturanten 1900-1969 auf der Homepage der Schule, abgerufen am 4.9.2008 abgerufen am
Zeitfolge