Stadttore in Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Von den zahlreichen '''Stadtoren in Salzburg''' sind noch einige erhalten geblieben. | Von den zahlreichen '''Stadtoren in Salzburg''' sind noch einige erhalten geblieben. | ||
Version vom 7. November 2009, 20:24 Uhr
Von den zahlreichen Stadtoren in Salzburg sind noch einige erhalten geblieben.
Allgemeines
Stadttore hatten in früheren Zeiten wichtige Funktionen. Man konnte genau kontrollieren, wer in die Stadt wollte oder sie verließ. Diese Tore wurden während der Nacht verschlossen und kam jemand nach der Schließzeit, so musste er entweder bis zum nächsten Morgen warten oder gegen Bezahlung eines Torgeldes, eine Art Strafsteuer, eingelassen.
Auch konnte man so einfach Zölle von durchreisenden Händlern erheben. Und in Kriegszeiten dienten manche von ihnen auch als Teil der Stadtbefestigung.
Alle Stadttoren waren rund um die Uhr von Wächtern oder Wärtern bewohnt. Noch heute kann man bei manchen Toren deren "Wohnungen" über den Toren sehen.
Die Tore
Im Altstadtbereich
- Das Bärengässchentor im Bärengässchen
- Die Gstättentore:
- das innere Gstättentor, das Schleifertor
- das äußere Gstättentor, das Klausentor
- Das Hagenauertor auch Löchlbogen genannt, war ein altes Tränktor vom Hagenauerplatz hinunter zum heutigen Ferdinand-Hanusch-Platz
- Das Kajetanertor beim heutigen Salzburger Landesgericht
- Das Laufenertor, auch Lieferinger- oder Schergentor genannt, am Beginn der Gaswerkgasse, 1962 abgerissen;
- Das Michaelitor am Mozartplatz zur Salzach
- Das Mülleggertor, auch Reichenhaller oder Grimmingtor genannt, im heutigen Salzburger Landeskrankenhaus
- Das Salzachtor im Salzachgässchen in Mülln
- Das Kumpfmühlentor, heute am Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz Nr. 4
- Die Schanzltore, auch Nonntaler Tore genannt, bei der Erentrudisschanze in Nonntal
- das innere Schanzltor
- das äußere Schanzltor
- Das Wartelsteintor in der Augustinergasse 12, Mülln, das bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts bestand
Sonderfall
- Das Sigmundstor war kein Stadttor im herkömmlichen Sinn, sondern verband die Altstadt mit der Riedenburg.
Im Neustadtbereich
- Das Bergstraßentor, das sich an der Ecke Mirabellplatz - Paris-Lodron-Straße befand
- Die Lederertore:
- das Äußere Lederertor, auch St. Vitals-Tor genannt
- das Innere Ledertor, wo heute die Theatergasse ist
- Die Linzertore die unter Erzbischof Paris Graf Lodron im Rahmen der Erweiterung der Stadtbefestigungen errichtet wurden:
- das Innere Linzer Tor
- das Äußere Linzer Tor, das noch weiter als das Äußere Ostertor stand
- das Äußerstes Linzer Tor, auch Ravelintor genannt, befand sich bereits außerhalb der Stadtbefestigung in Richtung Gnigl
- Das Mirabelltor, auch Virigltor genannt, stand etwa dort, wo heute die Franz-Josef-Straße beim Mirabellgarten beginnt
- Die Ostertore (von nach Osten führend):
- das Äußere Ostertor, auch Sebastianstor genannt, war nach der St.-Sebastian-Kirche stadtauswärts in der Linzer Gasse
- das Innere Ostertor war etwa dort, wo sich heute in der Linzer Gasse das Gablerbräu befindet
- Die Steintore
- das Innere Steintor in der Steingasse
- das Äußere Steintor, 1477, auch Pyrglsteinstor (Bürglstein) genannt, beim heutigen Äußeren Stein
- Das Tränktor beim Bad[1], dort, wo heute sich die Staatsbrücke befindet
Fußnote
Quelle
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974