Pfarrkirche zu den Hll. Petrus und Paulus: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 4: Zeile 4:
  
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Eine Kirche oder Kapelle ''"an den Krispeln"'' wird 1500 als Filialkirche von Kuchel erwähnt und [[1568]] urkundlich genannt. 1731 wurde sie zur Vikariatskirche mit einem Vikariatshaus erhoben, der Trum errichtet und der Friedhof eingeweiht, [[1759]] das Gotteshaus nach Osten verlängert. Umfassende Renovierungen und Umgestaltungen erfolgten [[1884]] und [[1962]], in den Jahren [[1896]] und [[1968]] wurde der Turm neu geschindelt, [[1968]] zudem die Westfassade verändert.
+
Eine Kirche oder Kapelle ''"an den Krispeln"'' wird 1500 als Filialkirche von Kuchel erwähnt und [[1568]] urkundlich genannt. 1731 wurde sie zur Vikariatskirche mit einem Vikariatshaus erhoben, der Turm errichtet und der Friedhof eingeweiht, [[1759]] das Gotteshaus nach Osten verlängert.<ref>''Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957'' (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 192.</ref> Umfassende Renovierungen und Umgestaltungen erfolgten [[1884]] und [[1962]], in den Jahren [[1896]] und [[1968]] wurde der Turm neu geschindelt, [[1968]] zudem die Westfassade verändert.
  
 
==Kirchenäußeres==
 
==Kirchenäußeres==

Version vom 27. Juli 2019, 14:32 Uhr

Außenansicht der Pfarrkirche
Altarraum mit Seitenaltären

Die Kirche zu den hll. Petrus und Paulus ist seit 1859 römisch-katholische Pfarrkirche der Pfarre Krispl in der Tennengauer Gemeinde Krispl. Das Patrozinium wird am 29. Juni begangen.[1] Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Eine Kirche oder Kapelle "an den Krispeln" wird 1500 als Filialkirche von Kuchel erwähnt und 1568 urkundlich genannt. 1731 wurde sie zur Vikariatskirche mit einem Vikariatshaus erhoben, der Turm errichtet und der Friedhof eingeweiht, 1759 das Gotteshaus nach Osten verlängert.[2] Umfassende Renovierungen und Umgestaltungen erfolgten 1884 und 1962, in den Jahren 1896 und 1968 wurde der Turm neu geschindelt, 1968 zudem die Westfassade verändert.

Kirchenäußeres

Der Bau ist einschiffig mit einem flachbogig geschlossenen Chor mit einem im Osten abgewalmten Satteldach und einem Westturm. Die Kirche ist von einem Friedhof umgeben. Im Westen ist in die Friedhofsmauer ein nach außen gerichtetes Kriegerdenkmal eingebunden.

Der Kirchturm an der Westfassade hat ein rundbogiges Eingangsportal. An der West- und Südseite ist er mit Schindeln verkleidet, und er trägt einen barocken Zwiebelhelm mit den Jahresangaben 1896 und 1962. Im Norden ist an den Turm eine Totenkapelle und im Süden ein Aufgang zur Empore angebaut. Die Turmhalle ist kreuzgratgewölbt. Das spitzbogige abgefaste Portal zum Stiegenaufgang der Empore wurde 1968 erbaut.

Kircheninneres

Der vierjochige Saalraum hat ein Segmentbogentonnengewölbe. Die Deckenmalerei aus dem Jahr 1831 zeigt die Schlüsselübergabe an Petrus, Heiliger Wandel und die Marienkrönung. 1866 wurden die Malereien restauriert. Die Sakristeitüre im Norden wurde 1731 geschaffen. Die Westempore hat ein Geschoss.

Der Hochaltar mit einem Aufbau aus Marmor entstand 1884 nach einem Entwurf von Paul Lange. Das Holzkruzifix und im Aufsatz die Figuren Gottvater, Peter und Paul stammen aus dem späten 17. Jahrhundert. An den Seitenaltären mit einem Aufbau vom Schnitzer Johann Pfister aus dem Jahr 1721 wurden 1968 die Aufsatzfiguren gestohlen. Die Ornamente um die großen Altarblätter sind aus dem späten 18. Jahrhundert. Die Bilder aus dem späten 18. Jahrhundert malte der Maler und Bildhauer Johann Löxhaller, links Sebastian und im Aufsatz Martin, rechts Anna und im Aufsatz Nikolaus. Die Kanzel entstand im 18. Jahrhundert und zeigt die Bilder Christus und die vier Evangelisten aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Bildergalerie

weitere Bilder

 Pfarrkirche zu den Hll. Petrus und Paulus – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quelle


Einzelnachweise

  1. Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 192.
  2. Personalstand der Welt- und Ordens-Geistlichkeit der Erzdiözese Salzburg für das Jahr 1957 (Schematismus 1957), hg. vom Erzbischöflichen Ordinariat Salzburg 1957, S. 192.