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Version vom 18. Juli 2009, 11:18 Uhr
| Karte | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Politischer Bezirk: | Vöcklabruck (VB) |
| Fläche: | 16,62 km² |
| Geografische Koordinaten: | 47° 51' N, 13° 21' O |
| Höhe: | 493 m ü. A. |
| Einwohner: | 3.307 (Dezember 2005) |
| Postleitzahl: | 5310 |
| Vorwahl: | 0 62 32 |
| Gemeindekennziffer: | 4 17 15 |
| Gemeindeamt: | Marktplatz 14 5310 Mondsee |
| Offizielle Website: | www.mondsee.at |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Komm.-Rat Dipl.Ing. Otto Mierl (Partei) |
| Gemeinderat: | X Mitglieder: XX ÖVP, XY SPÖ, YX FPÖ, YY Grüne |
Mondsee ist eine Marktgemeinde im Südosten von Oberösterreich, im Salzkammergut.
Geografie
Geografische Lage
Mondsee, das zur Bezirkshautpmannschaft Vöcklabruck gehört, liegt am nördlichen Ende des Mondsees, nur wenige Kilometer von der im Westen befindlichen Landesgrenze Oberösterreich - Bundesland Salzburg.
Nordöstlich erhebt sich der Mondseeberg (1.029 m ü. A.), südlich der Schober und die Drachenwand und im Westen der Kolomannsberg.
Nachbargemeinden
Thalgau in Salzburg, Zell am Moos, Oberwang und Unterach am Attersee.
Geschichte
Mondsee war bis zum Anschluss Salzburgs an Österreich das älteste Kloster des Landes. Auch im heutigen Bundesgebiet sind nur das Erzstift St. Peter und Stift Nonnberg in Salzburg ältere Klostergründungen.
Mondsee wurde 748 vom bayerischen Herzog Odilo Agilolfinger gestiftet. Odilo war der Vater von Herzog Tassilo, dem Gründer des Stiftes Kremsmünster. Das Mondseer Benediktinerkloster war im Mittelalter für seine Schreibschule berühmt. Zahlreiche Handschriften aus dieser Zeit und dieser Werkstätte finden sich u. a. in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien.
Die Geschichte von Schloss Mondsee ist wesentlich kürzer als jene als Kloster. Auf Grund der Reformen Kaiser Josefs II. wurde das durch einen Ortsbrand von 1774 schwer in Mitleidenschaft gezogene Stift unter Kaiser Leopold II. 1791 aufgehoben und vorerst dem staatlichen Religionsfonds angeschlossen. 1810 schenkte Kaiser Napoleon den leer stehenden Bau dem in seinen Diensten stehenden General Karl Philipp von Wrede. Er wurde vier Jahre später zum bayerischen Feldmarschall und Fürsten ernannt. Wrede durfte Mondsee auch nach Napoleons Sturz weiter behalten, hatte jedoch keine männliche Nachkommen.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Kirchen
- Pfarrkirche Mondsee
- Hauptartikel: Pfarrkirche Mondsee
- Diese einmalige Benediktiner-Stiftskirche aus dem 12. Jahrhundert, die 1470 bis 1487 im gotischen Stil umgebaut wurde, zählt zu den größten gotischen Kirchen Österreichs.
- Die prunkvolle barocke Innenausstattung ist weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. In dieser Kirche wurde auch die Hochzeitsszene von Georg Ludwig von Trapp für das Filmmusical "Sound of Music" gedreht. Die außergewöhnlich schöne Barockausstattung erfolgte im späten 17. bzw. frühen 18. Jahrhundert durch den berühmten Barockbildhauer Meinrad Guggenbichler, der über 44 Jahre in Mondsee lebte.
Theater
Der Mondseer Jedermann
- Hauptartikel: Der Mondseer Jedermann
Dieses Schauspiel wurde seit 1922 mehr als 600 Mal aufgeführt.
Museen
Das Pfahlbaumuseum
- Hauptartikel: Pfahlbaumuseum Mondsee
Das Pfahlbaumuseum befindet sich gemeinsam mit dem Heimatmuseum in der ehemaligen Klosterbibliothek des Stift Mondsee. Bildtafeln zeigen alte Vorstellungen von Pfahlbauten und alte Methoden der Fundbergung sowie die neuen Forschungsmethoden. Matthäus Much, Altmeister der österreichischen Pfahlbauforschung, entdeckte 1872 das Pfahlfeld See und 1874 das Pfahlfeld Scharfling am Mondsee.
Das Freilichtmuseum Mondseer Rauchhaus
- Hauptartikel: Mondseer Rauchhaus
Es zeigt die im Mondseer Land einst allgemein verbreitete Gehöftform: das Rauchhaus und die dazugehörenden Nebenbauten wie Hütten mit eingebautem Troadkasten, Hoarbad, Hausmühle, Dörrbadl, Kapellenbildstock und Austragshäusl. Erstmals wird das Anwesen 1416 urkundlich erwähnt und bedeckt mit den Zubauten ("Zuaspang" und "Strahittn") eine Bodenfläche von 323,5 qm. Die besondere Eigenheit dieser Hausform ist das Fehlen eines Rauchfanges. Der Rauch zog frei durch die Schindelfugen im Dach ab und diente zum Trocknen des Getreides, dass über dem Herdraum auf dem Rauchboden ("Rauh") in Graben aufgestellt war.
Das Bauernmuseum Mondseeland
- Hauptartikel: Bauernmuseum Mondseeland
Es wurde am 30. Mai 2009 eröffnet und widmet sich der neueren Geschichte des Bauernstandes im Mondseeland mit Schwerpunkt Beginn der Mechanisierung bis heute. Im Museum befindet sich ein Veranstaltungsraum.
Das Salzkammergut-Lokalbahn-Museum
- Hauptartikel: Salzkammergut-Lokalbahn-Museum
Das Salzkammergut-Lokalbahn-Museum befindet sich in der Nähe des Strandbades Mondsee. Das Museum wurde im letzten noch erhaltenen Heizhaus 1996 eröffnet. Es zeigt die Geschichte der Ischlerbahn - sowie auch diverse Fahrzeuge, Lokomotiven und Waggons - der viel besungenen Schmalspurbahn, die von Salzburg nach Bad Ischl führte und die im Jahre 1957 aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt wurde.
Verkehr
Mondsee ist im Norden an die Westautobahn mit einer Abfahrt angeschlossen, von Straßwalchen führt von Norden über Irrsdorf und Zell am Moos die B 154 durch die Marktgemeinde, um in südliche Richtung nach Sankt Gilgen weiter zu führen.
Den Mondsee kann man von Mondsee aus im Süden über die B 154 und weiter über eine Landestraße und dann am nördlichen Ufer auf der B 151 umrunden.
Mondsee hat durch großzüge Parkplätze im Süden der Markgemeinde in der Nähe des Seeufers den Verkehr weitgehend aus dem Zentrum weglenken können. Es gibt noch Parkplätze neben der Basilika Mondsee.