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Geschichte von Seekirchen am Wallersee
Das Gemeindegebiet Seekirchen ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Als Rupert von Salzburg sich 696 auf der Durchreise nach Juvavum befand, wurde eine Kirche zu Ehren des hl. Petrus errichtet, welche 1977 unter der heutigen Stiftskirche wiederentdeckt wurde. Im Jahr 1424 erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde.
Am 28. April 1905 wurde in den frühen Morgenstunden in der Brauerei Seekirchen ein Brand entdeckt, der aber durch das Eingreifen mehrerer Feuerwehren noch rechtzeitig gelöscht werden konnte, bevor er größeren Schaden angerichtet hätte.
Drei Gendarmen wurden 1875 als Wachkörper der Gendarmerie eingesetzt, um in der damals 2 500 Köpfe zählenden Gemeinde und im benachbarten Eugendorf (1 400 Einwohner) für Sicherheit zu sorgen. "Sie mussten zu Fuß die beiden Gemeinden überwachen. Generell durften die Gendarmen ihr Rayon nur mit Genehmigung des Postenkommandanten verlassen", erzählt Helmut Naderer, Postenkommandant von Bergheim. Der geschichtsaffine Seekirchner hielt die Historie der Polizei zuletzt auch in der Chronik von Seekirchen fest. Die nächstgelegenen Gendarmerieposten waren damals in Neumarkt, Anthering und in der Gemeinde Gnigl. Mit Geld und Ansehen seien die Beamten damals jedenfalls nicht überhäuft worden. Sie wurden mehr oder weniger auf ihrer Route von den Bauern versorgt. Sie haben wenig Geld verdient. Heiraten durften sie nur in Ausnahmefällen. Dahinter steckten auch soziale Überlegungen, weil man mit so einem kleinen Gehalt kaum eine Familie ernähren konnte. 1877 mussten die Gendarmen zum ersten Mordfall ausrücken. Ein Landwirt hatte damals den unehelichen Sohn seiner Gattin erschlagen. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Ein weiterer Mordfall an einer Lehrersgattin im Riedlwald zog die letzte Hinrichtung im Bundesland Salzburg nach sich: der 28-jährige Ukrainer Josef Sopko wurde am 22. November 1949 durch den Strang hingerichtet. Unklar ist, was während der Zeit des Nationalsozialismus in Seekirchen geschah. 1934 stürmten im Rahmen des Juliputsches Nationalsozialisten den Gendarmerieposten. Dabei wurden zwei Putschisten erschossen und zwei Gendarmen verletzt. In den Jahren darauf führte die Gendarmerie in Seekirchen keine chronikalen Aufzeichnungen. Ein weiteres Großereignis war das Jahrhunderthochwasser im Jahr 1954. Der Pegel des Wallersees und der Fischach reichten bis zum Unterbäck. Aufgabe der Gendarmerie war es, die Bevölkerung mit einer Zille zu evakuieren.[1]
Mit dem "Gesetz vom 14. Feber 1973, mit dem die Gemeinden Seekirchen-Markt und Seekirchen-Land zur Marktgemeinde Seekirchen vereinigt werden." [2] beschloss der Salzburger Landtag die Vereinigung der Gemeinden Seekirchen-Markt und Seekirchen-Land zum 1. Juli 1974.
Zum 26. Jänner 1978 wurde die Marktgemeinde Seekirchen mit der "10. Kundmachung der Salzburger Landesregierung vom 19. Dezember 1977"[3] in Marktgemeinde Seekirchen am Wallersee umbenannt.
Mit dem "Gesetz vom 10. Mai 2000" wurde die Marktgemeinde Seekirchen am Wallersee durch den Salzburger Landtag zum 24. September 2000 zur Stadt erhoben.[4]
- ↑ sn.at, 6. Jänner 2026: Die Polizei in Seekirchen – Damals und Heute: "Heiraten durften Gendarmen nur in Ausnahmefällen"
- ↑ Landesgesetzblatt für das Land Salzburg vom 30. April 1973
- ↑ LGBl. vom 26. Jänner 1978, 10. Kundmachung der Salzburger Landesregierung.
- ↑ LGBl. vom 14. Juli 2000, Gesetz Nr. 97