Karl Obauer

Karl Obauer (* 23. August 1953 in Werfen) ist ein Hauben-Koch und Hotelier, der gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Rudi das Restaurant-Hotel Obauer führt.
Leben
Karl Obauer stammt aus der Werfener Gastronomen-Familie Obauer und machte seine Ausbildung als Koch 1968 bis 1971 im Hotel Bayrischer Hof in der Stadt Salzburg. Anschließend sammelte er Erfahrungen als Koch bei verschiedenen Arbeitgebern in Österreich, Norwegen und der Schweiz sowie auf den Passagierschiffen "Sagafjord" und "Vistafjord" der Norwegian America Line (NAL).
Am 1. Mai 1979 übernahm er das "Gasthaus Lebzelter" seines Onkels Rudolf Färbinger in Werfen und begann, dieses zu modernisieren. Den Winter verbrachte er bis 1984 als Chef de cuisine am "Hotel Zürserhof" in Zürs am Arlberg (Vorarlberg). Außerdem sammelte er Erfahrungen bei den französischen Haubenköchen Émile Jung in Strasbourg im Elsass (1981, 1982 und 1983) und Jean-Paul Lacombe in Lyon (1987).
Seit 1981 wurde er im Familienbetrieb von seinem jüngeren Bruder Rudi unterstützt, den er 1976 zu einer Kochlehre motiviert hatte. 1982 erhielten sie die erste "Haube" des Gourmetführers Gault Millau, 1984 die zweite. Seither war das Restaurant Obauer ganzjährig geöffnet und hatte inzwischen vier Gault&Millau-Hauben. 1996 erhielt es im Guide Michelin auf Anhieb zwei Sterne.
Am 26. Oktober 2026 schließen sein Bruder und er nach 47 Jahren das legendäre Restaurant. sn.at, 10. Mai 2026: Die Salzburger Sterneköche Karl und Rudi Obauer schließen ihr legendäres Restaurant: "Alles hat seine Zeit", ein Beitrag von Peter Gnaiger.
Auszeichnungen
- 1971: Erster Preis im Bundeslehrlingswettbewerb in der Mannschaft.
- 1989: "Koch des Jahres" beim Gault&Millau Österreich.
- 2012: "Köche des Jahrzehnts" (mit seinem Bruder Rudi Obauer) 2004–2014 beim Gault Millau Österreich.
- 2013 verlieh ihm die Marktgemeinde Werfen ihre Ehrenbürgerschaft.
- Seit 2016 wird das "Obauer" vom Restaurantguide "Falstaff" als bestes Restaurant Salzburgs bewertet (mit 99 von 100 Punkten).[1]
Publikationen
Zusammen mit seinem Bruder Rudi hat Karl Obauer zahlreiche Kochbücher veröffentlicht, darunter
- Das neue österreichische Kochbuch. Über 100 Klassiker und neue Kreationen. Zabert Sandmann: München 1999.
- Hemmungslos kochen. 24 Wahrheiten über die gute Küche. Die kulinarische Harmonielehre. Knaur: München 2002.
- Unsere österreichische Küche. Zabert Sandmann: München 2004.
- Koche lieber leidenschaftlich! Das Kochbuch für Leute mit Geschmack. Knaur: München 2008.
- Vom Kochen auf dem Lande. Rezepte für den raffinierten Naturgenuss. Zabert Sandmann: München 2011.
- Unsere Innergebirgsküche. Servus: Salzburg 2014.
- Total Obauer! Große Küche aus Österreich. Gräfe und Unzer: München 2022.
Quellen
- OTS-Pressemitteilung vom 11. September 2012: Die Köche des Jahrzehnts 2004 bis 2013 heißen KARL und RUDOLF OBAUER Restaurant & Hotel Obauer
- Karl Obauer in den Restaurant-Ranglisten der Gourmet-Portal GmbH, abgerufen am 3. November 2022.
- Krone Salzburg, 1. Mai 2019: "Hier würde ich sogar Ziegelsteine essen"