Jakob Förg
Geistlicher Rat Pater Jakob Förg MSC (* 12. Juni 1940 in Birkeneck bei Hallbergmoos, Oberbayern; † 9. Mai 2026 in der Stadt Salzburg[1]) war Präfekt im Internat der Herz-Jesu-Missionare in Liefering sowie Religionslehrer am Gymnasium Liefering.
Leben
Pater Jakob Förg MSC verbrachte Seine Gymnasialzeit ab 1951 in Ingolstadt in Oberbayern und ab 1956 im Privatgymnasium der Herz-Jesu-Missionare. Er maturierte in Liefering 1960 und machte anschließend sein Noviziat in Steinerkirchen an der Traun. Sein Theologiestudium absolvierte er in Innsbruck. Im Jahre 1967 wurde er in Liefering zum Priester geweiht. 1967/68 sowie 1983 bis 1986 war er Präfekt im Internat und Halbinternat bei den Herz-Jesu-Missionaren in Liefering. Dazwischen war er Erzieher in Linz und 1976/77 Kaplan in der Stadtpfarrkirche zum hl. Martin Liefering. Er unterrichtete überdies Religion am Gymnasium Liefering.
Seit 1990 war er im Missionshaus Liefering freigestellt für die Mission in Osteuropa und bei der Organisation Christian Solidarity International (CSI) aktiv und dabei in Kontakt mit Persönlichkeiten wie der russischen Philosophin Tatjana Goritschewa und anderen. Hierbei organisierte er auch mehrmals Reisen jenseits des Eisernen Vorhangs nach Prag und in andere Städte Osteuropas. Er fuhr später immer noch regelmäßig in die ehemaligen Ostblockländer, ermöglichte die Übersetzung sowie Drucklegung von Bibeln und religiösen Kinderbüchern, beispielsweise von Lene Mayer-Skumanz, in den jeweiligen Landessprachen. Weiters war er seit Jahren mit der Communauté von Taizé in Burgund in Frankreich verbunden. Sein Einsatz für die Christen in Osteuropa blieb ihm bis zuletzt ein Herzensanliegen. Daneben engagierte er sich mit Leidenschaft bei Amnesty International und Renovabis und war lange Zeit Vertreter für Osteuropa in der Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit der Erzdiözese Salzburg.
Zitat:
Pater Jakob Förg MSC, Gründungs- und Vorstandsmitglied von CSI-Österreich, begründet seine Motivation für Menschenrechte und gelebte christliche Solidarität schließlich so: "Mehr noch als wir im Westen, die wir an die Selbstverständlichkeit der Glaubensfreiheit gewöhnt sind, wünschen sich die unterdrückten Christen, in Frieden und Freiheit den Glauben zu leben. Und mehr, als ich durch meinen Einsatz für sie zu geben vermag, wird mir durch sie geschenkt."[2]
Er hatte überdies viele musikalische Ausbildungen im kirchenmusikalischen Bereich absolviert, leitete den Chor der Klosterkirche der Herz-Jesu-Missionare und spielte seit vielen Jahrzehnten die Kirchenorgel. Bei der Erstellung des neuen "Gotteslobs" war er nicht nur neben dem Salzburger Kirchenmusikreferenten Armin Kircher beteiligt, sondern er verfasste zu verschiedenen Themen und Zeiten Schlüssel und Übersichtshefte für die liturgische Gestaltung von Eucharistiefeiern. Bis wenige Wochen vor seinem Tod hat er noch bei den Gottesdiensten in der Klosterkirche die Orgel gespielt.
Er starb am 9. Mai 2026 nach kurzer schwerer Krankheit und wurde in Wals-Siezenheim begraben.
Weblink
Quellen
- Bernd Lerch und Gustav Clemen (Hg.): Schule und Internat der Herz-Jesu-Missionare in Salzburg-Liefering 1888–2000. 75 Jahre Süddeutsch-Österreichische Provinz der Herz-Jesu-Missionare, Altlieferinger e.V. 2000, S. 287.
- Parte des MSC Ordens im Mai 2026
Einzelnachweise
- ↑ Parte auf SN.at
- ↑ [https://cdn2.vol.at/2006/04/Christliche_Solidaritaet_International_Allgemeines.pdf Christliche Solidarität International, Leserservice der "Vorarlberger Nachrichten"