Georg Schröder
Oberlehrer Georg Schröder (* 8. September 1868 in der Stadt Salzburg; † 9. Juli 1918 in Lungötz)[1] war ein Salzburger Volksschullehrer und Schulleiter.
Aus seinem Leben
Georg Schröder, Sohn eines Salzburger Getreidehändlers, heiratete als 23‑jähriger Schulleiter in Thomatal am 9. Februar 1891 die 19‑jährige Katharina Hochbrucker, Tochter eines Halleiner Sudarbeiters.[2]
Beruflich war er unter anderem[3]
- von 1890 bis 1897 Schulleiter der Volksschule Thomatal,
- von 1904 bis 1908 Schulleiter der Volksschule Rigaus und
- von 1908 bis 1918 als Oberlehrer Schulleiter der Volksschule Lungötz.
Er starb im Alter von 50 Jahren an Lungentuberkulose und Hirnhautentzündung.[1]
Nachruf
"Am Freitag den 12. d. M. wurde Herr Oberlehrer Georg Schröder zur geweihten Erde bestattet.
Herr Schröder war auch ein Opfer des Krieges. Im Jahre 1917 rief der Kaiser den bald 50‑jährigen Oberlehrer unter seine Fahne. Voll Begeisterung für das Vaterland verließ Herr Schröder seine zahlreiche Familie und seine geliebten Schulkinder und folgte treu dem Ruf seines Kaisers. Schwer lungenleidend, kehrte Herr Oberlehrer zurück. Ganz entkräftet wollte er noch seinem Berufe als Lehrer nachkommen. Aber der starke Mann war gebrochen. Die körperlichen Schmerzen trug der große Dulder mit wahrhaft christlich Heldenmut.
Herr Oberlehrer Schröder war ein gewissenhafter Schulmann, ein treubesorgter Vater seiner zahlreichen Familie und geschätzt und beliebt bei all seinen Mitbürger [wegen] seines geraden offenen Charakters. Als treuer Katholik erfüllte stets gewissenhaft seine Christenpflichten und gab seinen Schulkindern ein gutes Beispiel. Gern wirkte er als Sänger auf dem Chor zu St. Martin mit. In Gesellschaft ward der heitere, erfahrene Schulmann gern gesehen.
Das heutige Leichenbegängnis zeugte von der Beliebtheit des Verstorbenen. Herr Bezirkshauptmann von Hallein, Herr Bezirksschulinspektor, viele Herren Kollegen und Frl. Kolleginnen gaben dem geschätzten Freunde die letzte Ehre. Die Kinder von Lungötz und St. Martin, Leidtragende von Lungötz und Annaberg und St. Martin begleiteten den großen Kinderfreund zur ewigen Ruhe. Möge ihm der göttliche Kinderfreund alles belohnen, was er seit 1908 in der Schule zu Lungötz Gutes gewirkt!"[4]
Quellen
- ↑ 1,0 1,1 Sterbebuch der Pfarre St. Martin am Tennengebirge, Bd. V S. 259
- ↑ Trauungsbuch der Pfarre Thomatal, Bd. V S. 42
- ↑ Artikel über die jeweilige Schule
- ↑ Salzburger Chronik, 13. Juli 1918, S. 7
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Lungötz 1908–1918 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Rigaus 1904–1908 |
Nachfolger |
| Vorgänger |
Schulleiter der Volksschule Thomatal 1890–1897 |
Nachfolger |