Gewerbeschule Salzburg

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Die Gewerbeschule Salzburg, auch Staatsgewerbeschule genannt, befand sich am Rande der Salzburger Altstadt am Rudolfskai.

Geschichte

Datei:Staatsgewerbeschule.jpg
ehemalige Staatsgewerbeschule, später Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg, heute Universität Salzburg in der Salzburger Altstadt am Rudolfskai, im Hintergrund die Festung Hohensalzburg

Camillo Sitte wurde 1875 die Leitung der im alten städtischen Getreidemagazin (Franz-Josef-Kai 17) neu gegründeten Zeichen- und Modellierschule übertragen, die bereits 1876 – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – mit kaiserlicher Bewilligung zur k.u.k. Staats-Gewerbeschule erhoben wurde. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "Abteilung für Photografie und Reproduktionsverfahren" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung 1886 nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele Fotografen, deren es auch viele in Salzburg gab (siehe auch Fotografie).

Camillo Sittes Wirken in Salzburg war so erfolgreich, dass er 1889 nach Wien zurückberufen wurde, um auch dort eine k.u.k. Staatsgewerbeschule aufzubauen.

Das Gebäude der Staatsgewerbeschule am Rudolfskai 42 wurde nach Plänen des städtischen Architekten Franz Drobny von der Baufirma Jakob Ceconi 1897 bis 1900 errichtet und am 20. Oktober 1900 eröffnet. In den 1930er Jahren erfolgte der Zubau eines Werkstättentraktes. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude durch Bombentreffer am 27. Februar 1945 schwer beschädigt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand am 17. Juli 1948 erstmals eine Fotoausstellung in der Gewerbeschule statt. Es werden 280 Bilder aus 28 Nationen gezeigt.

Am 14. September 1955 wurde die erste Klasse der neuen Maschinenbauabteilung mit Beginn des neuen Schuljahres eröffnet.

Aus der Staatsgewerbeschule wurde in der Neuzeit die HTL Salzburg und es kam 1985 zu einem Neubau in der Itzlinger Hauptstraße 30 in Itzling. Nach Renovierung des Gebäudes am Rudolfskai durch die Architekten Prossinger und Windisch zog dort die Universität Salzburg mit den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern ein.

Quellen