Brauerei Guggenthal
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Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte. |
Aus der Brauerei Guggenthal in Guggenthal am Fuße des Salzburger Hausberges, dem Gaisberg, stammte das Guggenthaler Bier.
Geschichte
Die Ursprünge der Brauerei reichen in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Georg Weickl erwarb 1860 das gesamte Gut Guggenthal und widmete sich auch seiner nun erworbenen Brauerei.
Das gute Wasser aus den Kühberg-Quellen ließ das Guggenthaler Bier weit über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt werden. Aber auch die Erhaltung der anderen Gebäude waren ihm wichtig. Er ließ zwischen 1861 und 1864 von Valentin Ceconi das Bräuhaus, die Villa, die neugotische Kirche zum hl. Kreuz und zur hl. Elisabeth, sowie verschiedene Nebengebäude teils renovieren, teils neu bauen.
Unter dem Besitzer Richard Hatschek war die Brauerei um die Jahrhundertwende 19./20. Jahrhundert Kammerlieferant Sr. K. K. Hoheit des Herrn Erzherzog Joseph Ferdinand gewesen. Hatscheck ließ dann 1916 die Biererzeugung einstellen.[1]
In der Stadt Salzburg gab es ein Guggenthaler Bierstübl, das heutige Hotel Stadtkrug.[1]
Die heutigen Gebäude gehören zu den denkmalgeschützten Objekte in Koppl.
Großbrand
Jahrzehntelange Debatten, was mit dem Gebäude geschehen sollte, setzte ein Großfeuer am 24. Juni 2018 ein Ende. Das Feuer brach gegen 05:40 Uhr aus. Als die Einsatzkräfte kurz vor 6 Uhr sonntagmorgens am Brandort waren, drang bereits dichter Rauch aus dem Gebäude. Der Löscheinsatz war für die Feuerwehrleute heikel: Wegen der Einsturzgefahr konnten sie die Flammen nicht im Inneren des Gebäudes bekämpfen, schildert Einsatzleiter Johannes Ebner. 170 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen rückten zur Bekämpfung des Großbrandes aus. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Koppl, Hof, Plainfeld, Ebenau, Eugendorf und Seekirchen am Wallersee. Das Gebäude brannte im Laufes des Sonntags bis auf die Grundmauern ab.
Erwähnenswert
Die Fläche zwischen der Kirche von Guggenthal und dem alten Brauhaus diente den legendären Gaisbergrennen in der Nachkriegszeit bis 1969 als Fahrerlager.
Bilder
- siehe Guggenthal – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Video
- www.sn.at/salzburg, mit einem Video der SN, in dem das Gebäude in Vollbrand zu sehen ist
Quellen
- Beitrag in den Salzburger Nachrichten am 11. September 2004 von Burgi Schobersberger
- www.sn.at/salzburg/chronik, Großbrand
- www.salzburg24.at, Großbrand
Fußnoten
- ↑ 1,0 1,1 Quelle historische Bilder, veröffentlicht von Hans Kutil in seinem Facebook am 24. Juni 2018
