Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße




Die Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße ist ein rund 17 Kilometer langes Teilstück der Großglockner Hochalpenstraße auf Kärntner Seite.
Allgemeines
Es führt von Heiligenblut zum Kreisverkehr Guttal über das Schobereck vorbei am Glocknerhaus bis hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Ab dem Kreisverkehr Guttal heißt die Straße Gletscherstraße.
Geschichte
Bis 1932 führte von Heiligenblut nur die Alte Glocknerhausstraße bis zum Glocknerhaus. 1930, mit dem Baubeginn der Großglockner Hochalpenstraße, begann Ing. Franz Friedrich Wallack den Ausbau diese Straße mit Verlängerung bis auf die alte Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (also noch unterhalb der heute so bezeichneten). Diese Straße, die heute Gletscherstraße genannt wird, wurde am 2. Oktober 1932 eröffnet. Der Parkplatz auf der seinerzeitigen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe wurde dann am 25. August 1933 fertiggestellt. Das heutige Parkhaus Freiwandeck entstand erst 1963.
Baugeschichte
Der Bau der Südrampe war in folgende Baulose unterteilt:
- Baulos 4: von Heiligenblut über das Fleißtal zum Kasereck; hier hätte nach dem ersten Entwurf die Scheitelstrecke abzweigen sollen.
- Daten: Länge 5,9 km, tiefster Punkt 1 301 m ü. A., höchster Punkt 1 931 m ü. A., Höhenunterschied 612 m, durchschnittliche Steigung 10,4 Prozent, Höchststeigung 11,8 Prozent;
- Baulos 5: vom Kasereck über das Guttal zum Schobereck; das ist der Punkt, an dem die alte Glocknerhausstraße in die neue Straße einmündet.
- Daten: Länge 2,7 km, tiefster Punkt 1 859 m ü. A., höchster Punkt 1 913 m ü. A., Höhenunterschied 54 m, durchschnittliche Steigung 2,0 Prozent, Höchststeigung 8,2 Prozent;
- Baulos 6: vom Schobereck bis zum Glocknerhaus mit angenäherter Benützung der Linienführung der bestehenden schmalen alten Glocknerhausstraße.
- Daten: Länge 4,5 km, tiefster Punkt 1 859 m ü. A., höchster Punkt 2 148 m ü. A., Höhenunterschied 289 m, durchschnittliche Steigung 6,3 Prozent, Höchststeigung 11,5 Prozent;
- Baulos 7: vom Glocknerhaus in die Talmulde des Pfandlschartenbaches und durch die Freiwand zum Parkplatz Kaiser-Franz-Josefs-Höhe I; hier hätte nach dem Willen von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl seine Variante des Verlaufes der Scheitelstrecke durch den Pfandlschartentunnel einmünden sollen.
- Daten: Länge 2,9 km, tiefster Punkt 2 158 m ü. A., höchster Punkt 2 362 m ü. A., Höhenunterschied 214 m, durchschnittliche Steigung 8,0 Prozent, Höchststeigung 12,0 Prozent;
An diesen Baulosen begannen die Arbeiten im Herbst 1930.
Es gab in diesem Bereich folgende Baulager (Daten Spätherbst 1931):
- Baulager Fleiß mit 30 Mann
- Baulager Wegscheider mit 180 Mann
- Baulager Kasereck mit 225 Mann
- Baulager Guttal mit 280 Mann
- Baulager Palik mit 183 Mann
- Baulager Glocknerhaus mit 30 Mann
- Baulager Sturmhütte mit 260 Mann
- Baulager F. J. Höhe mit 139 Mann
Eröffnung 1932
Bei den Eröffnungsfeierlichkeiten waren der österreichische Bundespräsident Wilhelm Miklas, Finanzminister a. D. Dr. Grimm als Präsident der Großglockner Hochalpenstraßen AG, die Landeshauptleute von Salzburg, Dr. Franz Rehrl, und Kärnten, Ferdinand Kernmaier, der Erbauer der Straße, Hofrat Dipl.-Ing. Franz Friedrich Wallack, Fürstbischof Dr. Adam Hefter, für den Oesterreichischen Automobil-Club dessen geschäftsführendes Vorstandsmitglied Graf Pachta und Rittmeister Eisler, für den Salzburger Automobil Club Vizepräsident Kommerzialrat Edwin Schurich, Oberbergrat h.c. Dipl.-Ing. Dr. Karl Imhof, Rudolf Zrost und Sekretär Baron Seyfferitz, der Präsident des Kärntner Automobil-Clubs, Kommerzialrat Koutnik sowie zahlreiche weitere Ehrengäste anwesend.
Nach einer Feldmesse am Vormittag in Heiligenblut setzte sich eine Autokolonne in Bewegung und befuhr die neue Straße.
Quelle
- Wallack, Franz: Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues, zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien