Städtisches Wasserwerk
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Geschichte
Die Wasserversorgung der Stadt Salzburg bereitete auf Grund ihrer Lage am Salzach-Fluss in der Geschichte keine besonderen Schwierigkeiten. Verwendet wurde das Wasser der Salzach, Grundwasser, sowie das Wasser vom nahen Mönchsberg und Kapuzinerberg. In der Stadt zerstreut lagen etwas mehr als hundert Wasserbehälter. Die klaren Bergquellen in der nächsten Umgebung lockten schon frühzeitig, diese für die Versorgung der Stadt zu verwenden. Die Erzbischofe ließen sich aus Fürstenbrunn schon im Mittelalter durch eigene Reiter bringen. 1654 fasste Fürsterzbischof Guidobald Graf von Thun und Hohenstein den Gedanken, die Fürstenquelle unter Druck in die Stadt zu leiten. Dieser Plan wurde auch ausgeführt und so wurde der Residenzbrunnen errichtet. Erstmals stand auch für die Bevölkerung ein Brunnen zur Verfügung, der Wasserbecken mit einem Volumen von 2500 Eimern entsprach.
1866 trat der Gemeinderat der Stadt Salzburg an den Besitzer der am Untersberg gelegenen Fürstenbrunnquelle, den König Ludwig von Bayern, mit Bitte um Überlassung von 90 österreichischen Kubikfuß in der Minute, gleich 47,4 Liter pro Sekunde oder rund 1,5 Milllionen Kubikmeter im Jahr heran. Mit Entschließung vom 13. März 1866 bewilligte der König als Schenkung die erbetene Wassermenge der Stadt Salzburg auf immerwährende Zeiten.
Die Frankfurter Wasserwerksgesellschaft übernahm den Bau einschließlich Fassung der Quelle, der Rohrleitung, eines Betonbehälters auf dem Mönchsberg und des Stadtrohrnetzes zum Pauschalbetrag von 450 000 Silbergulden. 1875 wurde die Fürstenquelle, eine Karstquelle, gefasst und die neue Wasserleitung eröffnet.
Durch Fassung und Zuleitung auch der Gaisberg- und Gersbergquellen wurde Wassernot, verursacht durch den Aufschwung Salzburgs in den 1870er Jahren in die damit einhergehende Bevölkerungszunahme, vorübergehend gebannt.
Im Ersten Weltkrieg waren die Abdrosselungen gerade in der Zeit des Meistbedarfes im Sommer zur Unerträglichkeit geworden. Es standen nur 134 Liter pro Kopf und Tag der Bevölkerung zur Verfügung. Daher wurde in den 1920er Jahren ein Projekt zur Nutzung der Taxachquelle und der Tricklaquelle des Tennengebirges bei Abtenau entwickelt. Aus finanziellen Gründen, der Aufwand hätte rund 8 Millionen Schilling erfordert, wurde davon Abstand genommen.
1928 wurde das zweite Projekt, die erhöhte Inanspruchnahme der Fürstenbrunnquelle durch Errichtung eines Tiefquellwerkes, zur Umsetzung gebracht. Statt bisher 47,4 Litern pro Sekunde können jetzt 80 Litern pro Sekunde oder rund 2,5 Millionen Kubikmeter im Jahr entnommen werden. Das besondere dieser neuen Anlage besteht nun darin, dass der Überschussdruck aus der Fürstenquelle (der Hochquelle) dazu verwendet wird, um das Glanegger Tiefenquellwasser herauf zu pumpen, und dann beide Wassermengen in die Wasserreservoire auf dem Mönchsberg hinaufzudrücken.
Zur besseren Druckverteilung in der Stadt wurden gleichzeitig zwei große Ringleitungen um die Stadtteile je links und rechts der Salzach herumgebaut.
1932 standen aus allen Quellenfassungen der Stadt Salzburg jährlich zirka 4 Millionen Kubikmeter zur Verfügung.
Das Grundwasserwerk Glanegg am Fuße des Untersbergs besteht aus drei Vertikal-Filterbrunnen und einen 1965 errichteten Horizontal-Filterbrunnen betrieben. Mit diesem Grundwasserwerk dürfen bis zu 10,3 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr gefördert werden.
Etwa bis Anfang 1980 war der Untersberg der Hauptwasserspender für die Stadt Salzburg.
Aktuell
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Quelle
- Das Buch der Stadt Salzburg, 1932, Die Städtischen Wasserwerke (Direktor August Roßkothen), Seite 193 f
- www.wasserwerk.at