Schanzlgasse
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| Schanzlgasse | |
| Länge: | ca. 100 m |
| Startpunkt: | Nonntaler Hauptstraße |
| Endpunkt: | Kajetanerplatz |
| Karte: | Googlemaps |
Die Schanzlgasse verbindet die Altstadt von Salzburg mit Nonntal; sie führt vom Kajetanerplatz im Kaiviertel zur Nonntaler Hauptstraße hinunter.
Name
Die Schanze, nach der die Gasse heute ihren Namen hat, war ein Teil der Befestigungen, die Fürsterzbischof Paris Graf Lodron im 17. Jahrhundert anlegen ließ, damit Salzburg nicht in den Dreißigjährigen Krieg verwickelt wird. Die Reste einer Toranlage, dem Erentrudistor , befinden sich heute unter dem Haus Schanzlgasse Nr. 14.
Häuser und Bauten
Eine Besonderheit bietet der Verlauf der Schanzlgasse. Geht man die Gasse von der Nonntaler Hauptstraße kommend, steigt sie leicht an und öffnet sich an ihrem Ende auf den Kajetanerplatz. Die Häuser an der Südseite des Platzes tragen jedoch als Adresse noch Schanzlgasse. Erst weiter im Westen erhalten die Häuser dann als Adresse Kajetanerplatz.
Geht man von Nonntal ins Kaiviertel hinauf, so befinden sich in der Schanzlgasse:
- rechtsseitig:
- das Justizgebäude, wo bis 2015 auch die Justizanstalt Salzburg war.
- linksseitig:
- der Schanzlpark mit der Nonnberg-Schanze
- der Landeskindergarten Schanzlgasse im Haus Nr. 14;
- hier erinnert eine Gedenktafel, dass Alexander von Humboldt, ein großer Gelehrter, während seiner Weltreisen vom Herbst 1797 bis Frühjahr 1798 dort wohnte;
- das Gasthaus Hinterbrühl im Haus Nr. 12, das 1380 erbaut und zuletzt 2013 renoviert wurde;
- eine Filiale der Bäckerei Holztrattner im Haus Nr. 8;
- Lederwaren Hladik im Haus Nr. 6, ein alteingesessener Taschner-Betrieb (Taschenhersteller);
- Mode Eibl im Haus Nr. 4, mittlerweile 30 Jahre ebenda;
- das Gasthaus zur Glocke im Haus Nr. 2, das nun als Trattoria "La Campana: Da Enzo" geführt wird;
danach beginnt eigentlich erst der Kajetanerplatz, der nur unmittelbar vor der Kajetanerkirche gelegen ist.
Bilder
Schanzlgasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006
- Mag. Thomas Schmiedbauer eigene Wahrnehmung und Besichtigung vor Ort