Alfred Kubin (* 10. April 1877 in Leitmeritz, Böhmen; † 20. August 1959 in Zwickledt, Oberösterreich) war ein bedeutender österreichischer Maler und Schriftsteller.

Kubin und Salzburg

Alfred Kubin kam im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern nach Salzburg.

1882 zog die Familie nach Zell am See weiter, von dem Kubin später sagte: „Dieses kleine Hochgebirgsdorf bildet den eigentlichen Hauptschauplatz meiner Kindheit. [...] Gerne lag ich an einer abschüssigen Stelle des Seeufers oder am Kanal im Moor und schaute lange in die durchsichtige Tiefe.“ Diese Kindheit wurde durch den Tod seiner Mutter getrübt, als er zehn Jahre alt war. Er überwand diese Krise nur sehr schwer, bedingt auch durch das gespannte Verhältnis zu seinem Vater, einem Geometer.[1]

Kubin besuchte das Akademische Gymnasium in Salzburg, verließ es nach zwei Jahren wieder. Auch an der Salzburger Gewerbeschule scheiterte er wegen mangelnden Lernerfolgs. So blieb ihm als Schulausbildung lediglich der Abschluss der Volksschule in Zell am See 1891.

1896 versucht sich Kubin am Grab seiner Mutter in Zell am See das Leben zu nehmen.

Das erste bekannte Werk Kubins sind Illustrationen für die Kneippzeitung des Salzburger Turnvereins, die am 26. Februar 1898 erscheinen. Später in diesem Jahr zog Kubin nach München, um an Privatschulen und auf der Kunstakademie Graphik und Malerei zu studieren. Erst 1906 kehrte er wieder nach Österreich zurück und fand in der kleinen Innviertler Gemeinde Zwickledt bei Wernstein am Inn ein neues Zuhause.

Nach Kubin ist die Alfred-Kubin-Straße im Salzburger Stadtteil Aigen und die Alfred-Kubin-Straße in Zell am See benannt.

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Alfred Kubin, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.


Quellen

  1. Schreder, Sandra: Zeller Straßennamen : 1. Teil: Maler, in: Der Hippolyt Nr. 3, September 2001.