Franz-Eduard-Matras-Haus
Das Franz-Eduard-Matras-Haus (kurz: Matrashaus) ist eine bewirtschaftete Schutzhütte am Gipfel des Hochkönigs.
Allgemeines
Das Matrashaus liegt auf einer Höhe von 2 941 m ü. A. und ist - egal aus welcher Richtung - immer nur durch lange und zum Teil beschwerliche Fußmärsche erreichbar. Der einfachste Aufstieg erfolgt vom Arthurhaus auf der Mitterfeldalm und benötigt bei einer Länge von 10 Kilometern rund fünf bis sechs Stunden Gehzeit.
Die Hütte gehört dem Österreichischen Touristenklub und wird seit 1999 von Berchtesgadener Roman Kurz zwischen Juni und Oktober bewirtschaftet. Das Matrashaus bietet mehr als 100 Personen Lagerplätze, die meisten in den elf 9-Personen Zimmern, daneben noch jeweils zwölf Plätze in drei Vierbettzimmern. Wegen der exponierten Lage werden Wanderer auch bei Überfüllung nicht weggeschickt, sondern in Notlagern untergebracht.
Geschichte
Die erste Hütte auf dem Hochkönig errichteten 1856 Mitterberger Knappen. Treibende Kraft war der damalige Verwalter der Gewerkschaft, Johann Pirchl. Die Errichtung des Hauses wurde dann im März 1898 aus Anlass des 50-jährigen Regierungsjubiläums Kaiser Franz Joseph I. genehmigt und am 15. August 1898 als Kaiser-Jubiläum-Schutzhaus eröffnet. Die Baukosten betrugen 17.900 Gulden und das Haus hatte für bis zu 25 Personen Platz.
1912 sollte das Haus abgerissen werden, doch der Einsatz von Klubpräsident Franz Eduard Matras (* 1862, † 1945) konnte die Verfügung Erzherzog Franz Ferdinands wieder rückgängig machen, nachdem der Beamte Joseph Szombathy zurücktrat. 1932 wurde das Haus daraufhin in Franz-Eduard-Matras-Haus umbenannt.
Zu den Hüttenwirten am Matrashaus zählte auch 24 Jahre lang der jetzige ORF-Moderator Herbert Gschwendtner. Ab 1978 unterzog Hüttenwirt Hermann Hinterhölzl das Haus einer Totalrenovierung, aber nach einer Zündelei von Bergsteigern brannte das Haus am 4. Mai 1982 zur Gänze ab. Das Feuer wurde zwar von Hinterhölzl, entdeckt und auch bekämpft, letztendlich war der Kampf aber aussichtslos und wurde eingestellt. Klubpräsident Dr. Hans Bössmüller ließ es wieder errichten, bereits am 1. September 1985 konnte es wieder eröffnet werden. Das Besondere am Neubau war und ist, dass die Hütte sich hundertprozentig selbst mit Energie versorgen kann. Gespeist und versorgt mit Sonnenkollektoren, Wasserversorgungsanlagen bekam Hinterhölzl den europäischen Solarpreis für Österreich.
Adresse
- 5505 Mühlbach am Hochkönig
- Telefon: 064 67 - 75 66
Weblinks
Quellen
- Homepage
- Dooyoo
- Geschichtliche Ergänzungen