Josef Dumler

Aus SALZBURGWIKI
Version vom 31. Januar 2026, 13:07 Uhr von Remora (Diskussion | Beiträge) (das sind wieder 12 rote Links weniger)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Josef Dumler (* 14. Juni 1872 in der Stadt Salzburg; † 5. März 1912 ebenda) war Administrator der Tageszeitung "Salzburger Volksblatt".

Leben

Josef Karl Dumler wurde als Sohn des Amtsdieners im damaligen städtischen Leihhaus, Dreifaltigkeitsgasse 11, geboren.[1] Von diesem nicht mehr bestehenden Gebäude aus konnte er von frühester Jugend an die Vorgänge in der Druckerei in Mozarts Wohnhaus beobachten, und in ihm keimte der Wunsch, dort einmal tätig sein zu können. Tatsächlich absolvierte er dort bei der Firma Oellacher eine Lehrzeit im Druckgewerbe. Danach war er bei den verschiedensten Druckereien tätig, darunter von April 1894 bis Juni 1895 in Sarajevo, was für ihn ein besonderes Abenteuer war. Im Juni 1898 erkrankte Dumler an einer Bleivergiftung. Über dringliches Anraten von ärztlicher Seite entschloss er sich schließlich schweren Herzens, seinem Beruf gänzlich zu entsagen. Dann hatte er das Glück, die – wohl bescheiden entlohnte – Stelle eines Administrators beim "Salzburger Volksblatt" zu erhalten, und trat diese freudig am 28. Juni 1900 an.

Um seine finanzielle Situation zu verbessern, nahm er auch andere Tätigkeiten etwa als Berichterstatter bei anderen Zeitungen an. Im Jahr 1909 ließ er im Auftrag des Buchdrucker- und Schriftgießer-Vereins für das Kronland Salzburg aus Anlass des 60-Jahr-Jubiläums dieser Vereinigung die Festschrift "Beitrag zur Geschichte des Salzburger Buchdruck- und Zeitungswesens" erscheinen[2].

Am 14. April 1898 hatte er im Salzburger Dom die damals 23-jährige Elisabeth Koberger geheiratet.[3] Aus dieser Ehe gingen sieben Kinder hervor, von denen zwei frühzeitig starben. In die Jahren 1902 bis 1906 fielen mehrere Wohnungswechsel: 1902 vom Badergässchen in die Griesgasse, 1904 (aus beruflichen Gründen) nach Hallein, 1905 nach Nonntal zum Zipflwirt, 1906 weiter zum Schwarzwirt.

Die Bleivergiftung, an der Dumler mit 26 Jahren erkrankt war, begleitete ihn bis zu seinem frühen Tod. Immer wieder bekam er Fieber, hatte Kopf- und Leibschmerzen und musste sich krankmelden. Medikamente und Kuren halfen, wenn überhaupt, nur kurzzeitig. Am 20. Jänner musste er wieder das Bett aufsuchen, und nach sechswöchigem schrecklichem Leiden erlag er, noch nicht vierzig Jahre alt, seiner Krankheit.

Seine Zeitungssammlung wurde nach seinem Tode dem Museum übergeben.

Quelle

Einzelnachweise

  1. Taufbuch der Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä, Bd. XI S. 138
  2. Salzburger Volksblatt, 26. Juni 1909, S. 4: Ein Jubelfest der Salzburger Typographen
  3. Trauungsbuch der Dompfarre, Bd. XI S. 473