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Die alte Residenz am Residenzplatz in der Altstadt von Salzburg
Blick aus der Residenz auf den Residenzbrunnen

Die Alte Residenz ist die historische fürsterzbischöfliche Palastanlage in der Altstadt von Stadt Salzburg.

Geschichte

 
Alte Residenz, Portal mit Wappen

Sie liegt zwischen dem heutigen Residenzplatz und der heutigen Sigmund-Haffner-Gasse und ist zuerst um 1120 urkundlich nachgewiesen. Neubauten erfolgten im 15. und 16. Jahrhundert, vor allem unter Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau.

Der Trakt gegen den Alten Markt wurde unter Markus Sittikus errichtet, jener um den Haupthof wurde unter Paris Lodron fertiggestellt, unter Guidobald Graf von Thun und Hohenstein erhöht und unter Franz Anton Graf Harrach neu fassadiert.

Vom 29. April 1803 bis 18. Oktober 1805 war die Residenz Wohnsitz von Kurfürst Ferdinand (Großherzog von Toskana) (er wohnte in dem erst viel später so benannten Toskanatrakt) und zwischen 1868 und [[1908] Wohnsitz der Verwandten der Linie Habsburg-Toskana. Auch Carolina Augusta wohnte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lange Zeit in der Residenz.

Innenhöfe

Die Alte Residenz gruppiert sich um vier Innenhöfe:

Innenräume

 
Silvester 2009 in der Alten Residenz

Die Residenz besteht aus über 180 Räumen und Sälen, darunter 15 Prunkräume. Bekannt sind hier der große Carabinierisaal mit einem großen Deckengemälde von Johann Michael Rottmayr. Die anschließenden Fürstenräume (Rittersaal, Konferenzzimmer, Arbeitszimmer, Schatullenkabinett, Schlafzimmer, Hauskapelle und Gesellschaftszimmer) wurden unter Leitung von Johann Lucas von Hildebrandt neu gestaltet und von Rottmayr und Martino Altomonte mit Gemälden versehen.

In diesen prunkvollen Räumen hat auch Wolfgang Amadeus Mozart vor dem Fürsterzbischof musiziert. Hier hat er im Jahr 1775 sein Violinkonzert in A-Dur (KV 219) uraufgeführt. Die Salzburger Residenz zählt zu den wertvollsten Profanbauten der Salzburger Altstadt.

Im 2. Stock befindet sich heute die Residenzgalerie, in der die erhaltenen Gemälde der Gemäldesammlung der Fürsterzbischöfe aufbewahrt und gezeigt werden.

Leider wurde das Originalinventar im 19. Jahrhundert von verschiedenen Fremdherrschern - Franzosen, Bayern, dem kurzzeitigen Kurfürsten Ferdinand und den Österreichern geplündert.

Sehenswert

Weblink

Quellen