Gasteiner Alpenstraße mit Blick auf Sportgastein
Gedenkstein im Naßfeld zur Erinnerung an die Opfer des Lawinenunglücks beim Bau der Gasteiner Alpenstraße.

Die Gasteiner Alpenstraße ist eine mautpflichtige Straße, die im Pongauer Gasteinertal von Böckstein nach Sportgastein führt.

Geografie

Früher führte durch die Sohle dieses einsamen Tales ein alter Weg, der Wanderer einerseits durch das Bockharttal, ein Seitental, das vom Naßfeld aus Richtung Westen führt, vorbei an den beiden Bockhartseen über die Bockhartscharte unterhalb des Hohen Sonnblicks ins Raurisertal, andererseits nach Süden über die Hohen Tauern in das Kärntner Mallnitztal.

Geschichte

Die in den Jahren 1969 bis 1972 erbaute Mautstraße (auch als Naßfelder Alpenstraße bezeichnet) bedeutete einen großen Einschnitt in die Natur. Es entstand unterhalb des Scharecks (3 123 m ü. A.) die Wintersportregion Sportgastein.

Beim Bau der Straße kam es zu am 27. Februar 1973 zu einem Lawinenunglück, dem sechs Menschen zum Opfer fielen. Am Nordportal des Tunnels II, zwei Kilometer von der Mautstelle entfernt, wurde eine achtköpfige Arbeiterpartie in der Früh von einer Lockerschneelawine erfasst und 300 Meter über eine steile Böschung in die Naßfelder Ache gerissen. Erste Hilfsmannschaften trafen 20 Minuten nach dem Lawinenabgang ein. Für zwei Arbeiter kam jedoch jede Hilfe zu spät, zwei weitere wurden leicht verletzt. An die Opfer erinnert ein Gedenkstein nahe dem Valeriehaus im Naßfeld.

Bilder

  Gasteiner Alpenstraße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quellen